Petra auf Mallorca: Dorfleben, Geschichte und Ausflüge
Petra liegt im Pla de Mallorca, der weiten, landwirtschaftlich geprägten Inselmitte. Der Ort ist kein aufpoliertes Freilichtmuseum, sondern ein gewachsenes Landstädtchen mit geradlinigen Straßen, goldbraunen Marès-Fassaden und Plätzen, auf denen sich Alltag und Besuch fast beiläufig begegnen. Wer Mallorca abseits der Küstenorte verstehen möchte, findet hier einen besonders zugänglichen Einstieg.
Sein historisches Profil verdankt Petra vor allem den Kirchen, dem Heiligtum von Bonany und der Erinnerung an den hier geborenen Missionar Junípero Serra. Die Sehenswürdigkeiten liegen im Ort nah beieinander; nur für Bonany geht es hinaus auf den markanten Hügel südöstlich des Zentrums. Dadurch eignet sich Petra sowohl für einen kurzen Rundgang als auch für einen ganzen Tag mit Markt, Mittagessen und Ausflug ins Umland.
Für Besucher zählt weniger die Zahl spektakulärer Einzelziele als der Zusammenhang zwischen Dorf, Feldern und religiösem Erbe. Alte Steinhäuser stehen nicht isoliert als Fotomotive, sondern prägen noch immer ganze Straßenzüge. Rund um die zentralen Plätze konzentrieren sich Cafés, Bars und Restaurants, während hinter den Ortsrändern Getreidefelder, Mandel- und Olivenbäume sowie weitere traditionelle Kulturen beginnen.
Auch als Wohnort besitzt Petra ein eigenständiges Profil. Lebensmittelgeschäfte, Gastronomie, Unterkünfte und Ferienvermietungen sind im Ort deutlich vertreten, zugleich bleibt das Umfeld ländlich. Im regionalen Busverkehr ist die Haltestelle Petra Estació verzeichnet.
Geschichte von Petra
Petras Geschichte lässt sich im heutigen Ortsbild vor allem über Landwirtschaft, Religion und die regelmäßige Anlage seiner Straßen lesen. Das Gemeindegebiet umfasst unterschiedliche Landschaftsräume: die zentrale Ebene mit ihren breiten, weitgehend bewirtschafteten Flächen, den Hügel von Bonany und die Marina. Der Ort selbst entwickelte sich auf einer leichten Erhebung innerhalb dieser Kulturlandschaft. Seine kompakte, in Teilen rechtwinklige Struktur prägt das Ortsbild.
Die Böden der Ebene wurden besonders für Getreide genutzt. Daneben prägten und prägen Mandel-, Feigen-, Johannisbrot- und Olivenbäume, Gemüsekulturen und Weinberge das Gemeindegebiet. Petra war deshalb nie allein eine Ansammlung repräsentativer Häuser, sondern Mittelpunkt eines landwirtschaftlichen Umlands. Noch heute führen ländliche Wege rasch aus den bebauten Straßen hinaus in diese offene Arbeitslandschaft.
Sant Pere und das religiöse Zentrum
Im 16. Jahrhundert entstand die Pfarrkirche Sant Pere, deren mächtiger Bau und hoher Turm bis heute das Zentrum beherrschen. Die Kirche zeigt, welche Bedeutung die Pfarrgemeinde für den Ort hatte. Zusammen mit dem Kloster Sant Bernadí und dem Heiligtum auf Bonany bildet sie ein religiöses Ensemble, das Petras historische Identität stärker prägt als weltliche Monumentalbauten.
Junípero Serra
Eine besondere Wendung erhielt die Ortsgeschichte durch Junípero Serra, der 1713 in Petra geboren wurde. Er wirkte später als Missionar in Kalifornien und wurde weit über Mallorca hinaus bekannt. In Petra erinnern ein Museum, sein Umfeld im alten Ortskern und die nach ihm benannte Plaça Fra Juníper Serra an diese Biografie. Für den Ort ist Serra nicht nur eine historische Persönlichkeit, sondern bis heute ein zentraler Bestandteil der lokalen Erinnerungskultur.
Das moderne Petra blieb trotz Unterkünften, Gastronomie und Tagesbesuchern erkennbar ein Gemeinde- und Versorgungszentrum für sein ländliches Umfeld. Der Tourismus nutzt die vorhandene Struktur, hat sie aber nicht vollständig ersetzt. Gerade deshalb vermitteln die Straßen aus Marès-Stein, die Plätze und die bewirtschafteten Flächen ein vergleichsweise geschlossenes Bild des traditionellen Pla de Mallorca.
Sehenswürdigkeiten in Petra
Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten lassen sich zu Fuß zu einem kompakten Rundgang verbinden. Ausgangspunkte sind die Plaça Ramon Llull und die Plaça Fra Juníper Serra. Von dort führen kurze Wege zur Pfarrkirche, zum Museum und zu den historischen Straßen. Für Bonany wird anschließend ein Fahrzeug, Fahrrad oder eine längere Wanderung benötigt.
Pfarrkirche Sant Pere
Sant Pere ist der auffälligste Bau im Ortszentrum. Die im 16. Jahrhundert errichtete gotische Kirche wirkt durch ihre massiven Steinflächen und den hohen Turm beinahe festungsartig. Im Inneren lenken das hohe Hauptschiff, der Altarraum und die religiöse Ausstattung den Blick auf die über Jahrhunderte gewachsene Bedeutung der Pfarrgemeinde. Junípero Serra wurde hier getauft, wodurch die Kirche zugleich Teil seiner Lebensgeschichte ist.
Der Bau eignet sich auch als Orientierungspunkt: Sein Turm ist aus mehreren Straßen sichtbar und führt beim Rundgang zuverlässig zurück in die Ortsmitte.
Museu de Fra Juníper Serra
Das Junípero-Serra-Museum widmet sich dem bekanntesten Sohn Petras. Die Ausstellung arbeitet mit Briefen, Porträts, Karten und Nachbildungen der kalifornischen Missionsanlagen, mit denen sein Wirken verbunden ist. Dadurch erhält die in den Straßen und auf der nach ihm benannten Plaça allgegenwärtige Person einen biografischen und geografischen Kontext.
Für Besucher ist das Museum besonders dann wertvoll, wenn Petra nicht nur als hübsches Steindorf wahrgenommen werden soll. Es erklärt, weshalb ein kleiner Ort im Pla de Mallorca historische Verbindungen bis an die nordamerikanische Pazifikküste besitzt.
Kloster Sant Bernadí
Das Kloster Sant Bernadí, auch unter der spanischen Bezeichnung San Bernardino zu finden, gehört zu den zentralen religiösen Stationen des Ortes. Es ist weniger monumental als Sant Pere, erweitert den Rundgang aber um eine weitere Station der Ortsgeschichte. Im Zusammenhang mit Junípero Serra und dem Museum wird verständlich, wie stark Petra durch geistliche Einrichtungen geprägt wurde.
Plaça Fra Juníper Serra
Die Plaça Fra Juníper Serra ist einer der wichtigsten öffentlichen Räume im Zentrum. Sie verbindet das Gedenken an den Missionar mit dem heutigen Dorfleben und liegt in Reichweite der historischen Gebäude, Cafés und Restaurants. Anders als ein abgeschlossener Denkmalplatz dient sie weiterhin als alltäglicher Treffpunkt und als Schauplatz örtlicher Veranstaltungen.
Plaça Ramon Llull
Die Plaça Ramon Llull bildet einen weiteren Orientierungspunkt für einen Rundgang. Markt- und Festveranstaltungen beziehen den Platz regelmäßig ein; zugleich lässt sich hier gut eine Pause zwischen Kirche, Museum und den umliegenden Straßen einlegen. Beide Hauptplätze zeigen, dass Petras Zentrum nicht aus einer einzelnen Promenade besteht, sondern aus mehreren nah beieinanderliegenden öffentlichen Räumen.
Santuari de la Mare de Déu de Bonany
Südöstlich des Ortes erhebt sich der Puig de Bonany mit dem Heiligtum der Mare de Déu de Bonany. Schon die Lage unterscheidet diesen Besuch von den Stationen im Zentrum: Oben öffnet sich der Blick über die Felder und sanften Erhebungen des Pla de Mallorca. Damit wird die Landschaft sichtbar, von der Petra wirtschaftlich und kulturell geprägt wurde.
Beim Heiligtum befindet sich ein Picknickbereich, weshalb Bonany nicht nur als kurzer Fotostopp funktioniert. Die Verbindung aus religiösem Bau, Aussicht und Aufenthalt im Freien macht den Hügel zu einem sinnvollen Abschluss des Ortsbesuchs.
Der Wochenmarkt
Der Wochenmarkt findet am Vormittag im Zentrum statt. Die Stände verteilen sich im Bereich der Carrer de l’Hospital und der Carrer del Sol sowie nahe der Plaça Ramon Llull und der Plaça Fra Juníper Serra. Weil das Marktareal direkt an den historischen Kern anschließt, lässt sich der Einkauf ohne Umwege mit Kirche, Museum und einem Rundgang durch die alten Straßen verbinden.
Lebensmittel und Alltagswaren
Das Sortiment orientiert sich stärker am Bedarf der Bewohner als an touristischen Mitbringseln. Angeboten werden frische Erzeugnisse, lokale Lebensmittel und einfache Waren für den Alltag. Damit passt der Markt zum landwirtschaftlichen Charakter der Gemeinde: Er ist kein großes Ausflugsereignis, sondern Teil der wöchentlichen Versorgung. Gerade diese überschaubare Form unterscheidet ihn von den bekannten, stark besuchten Märkten größerer Inselorte.
Atmosphäre im Zentrum
Während des Marktvormittags wirkt Petra belebter als an einem gewöhnlichen Werktag. Rund um die Stände, Geschäfte und Cafés begegnen sich Einkauf und Dorfleben, ohne dass das Zentrum den Charakter einer touristischen Marktmeile annimmt. Petra eignet sich für Besucher, die Lebensmittel kaufen und dabei einen normalen Marktvormittag in einem Landstädtchen erleben möchten.
Der Markt wird ganzjährig abgehalten. Für Bewohner ist das wichtiger als seine touristische Wirkung, denn er bleibt auch außerhalb der klassischen Reisezeit Teil des Wochenrhythmus. Besucher sollten möglichst am Vormittag kommen; später werden die Stände abgebaut und die Straßen kehren rasch zu ihrem gewöhnlichen, ruhigen Zustand zurück.
Essen und Trinken
Auf den Feldern der Gemeinde wachsen oder wuchsen traditionell Getreide, Tomaten, Melonen, Mandeln und Oliven; hinzu kommen trockene Kulturen wie Feigen und Johannisbrot sowie Weinberge.
Produkte aus dem Pla de Mallorca
Zu den in Petra angebauten traditionellen Kulturen gehören Getreide, Tomaten, Melonen, Mandel- und Olivenbäume. Hinzu kommen Feigen, Johannisbrot und Weinberge.
Wer in Petra isst, findet rund um die zentralen Plätze und in den angrenzenden Straßen Gastronomie und Bars. Die landwirtschaftliche Umgebung ist hier keine dekorative Kulisse, sondern prägt das Umfeld des Ortes.
Plaça Ramon Llull und Plaça Fra Juníper Serra
Rund um die zentralen Plätze und in den angrenzenden Straßen konzentriert sich ein großer Teil der Bars und Restaurants. Das erleichtert die Planung eines Besuchs: Zwischen Kirche, Museum und Markt ist keine Fahrt in ein separates Gastronomieviertel nötig.
Petra besitzt eine für seine Größe auffällige Auswahl an Gastronomie und Unterkünften. Neben klassischen Restaurants gehören Bars zum Ortsbild; dadurch findet sich eher eine ungezwungene Pause als ein durchinszeniertes Ausflugslokal. Welche Küche und Öffnungstage angeboten werden, kann sich jedoch ändern. Gerade außerhalb stark besuchter Zeiten ist es sinnvoll, ein bestimmtes Restaurant nicht ohne vorherige Prüfung fest einzuplanen.
Essen als Teil des Tagesausflugs
Für einen gelungenen Besuch bietet sich eine klare Abfolge an: zunächst Markt oder Sehenswürdigkeiten, anschließend Mittagessen im Zentrum und danach Bonany. So bleibt genügend Zeit für die Plätze, ohne zwischen einzelnen Programmpunkten mehrfach umparken zu müssen. Wer nur am späten Nachmittag kommt, verpasst aber den Wochenmarkt.
Essen, Trinken und Übernachten in Petra
Bestbewertete Betriebe aus unserem Verzeichnis, sortiert nach Google-Bewertung — nicht nach Werbung.
Restaurants
- Juniper Restaurant5,0· 25 Bewertungen
- Terragust4,8· 551 Bewertungen
- Can Salom Restaurant - Boutique4,7· 1076 Bewertungen
- Cuinam Per Tu Petra4,7· 27 Bewertungen
- Petra - Bar Stop4,6· 1080 Bewertungen
- Restaurant Ca n'Oms4,5· 631 Bewertungen
- Es Celler de Petra4,4· 2414 Bewertungen
- Es Brollador Bar Resturante4,4· 446 Bewertungen
- Cafe C'an Tomeu4,0· 282 Bewertungen
Cafés und Bäckereien
Bars
Hotels und Fincas
- Casal Can Pau5,0· 28 Bewertungen
- Son Sant Andreu Agroturismo4,8· 177 Bewertungen
- Finca elpueblo4,8· 46 Bewertungen
- Son Burgues4,7· 98 Bewertungen
- Finca Son Canals4,7· 23 Bewertungen
- Hotelet de ca n'Oms4,6· 35 Bewertungen
- Sa Plaça Petra4,5· 192 Bewertungen
- Finca Son March4,3· 25 Bewertungen
- Son Torrat4,2· 37 Bewertungen
- Casal De Petra Rooms & Pool by My Rooms Hotels - Alojamiento4,1· 83 Bewertungen
Aktivitäten und Ausflüge
Petra eignet sich vor allem für ruhige Aktivitäten: Spaziergänge durch den Ort, Radtouren auf den Straßen und Wegen des Pla sowie einen Ausflug nach Bonany. Die Umgebung ist offener als die Tramuntana und weniger stark vom Küstentourismus geprägt. Statt steiler Gebirgspfade bestimmen Felder, sanfte Erhebungen und lange Sichtachsen das Landschaftserlebnis.
Puig de Bonany
Der Puig de Bonany ist das naheliegendste Ziel für eine Wanderung oder Radtour ab Petra. Der Anstieg führt aus der bebauten Ebene hinauf zum Heiligtum und endet an einem Aussichtspunkt über die Inselmitte. Wer zu Fuß unterwegs ist, sollte für Hin- und Rückweg mehr Zeit einplanen als für den eigentlichen Ortsrundgang.
Der Picknickbereich am Heiligtum macht Bonany auch für Familien und kleine Gruppen praktisch.
Wege durch die Agrarlandschaft
Von den Ortsrändern führen ländliche Straßen rasch zwischen Felder, Baumkulturen und Weinberge. Für Radfahrer liegt der Reiz weniger in einem einzelnen Höhepunkt als in der Verbindung mehrerer Orte des Pla. Das Gelände ist überwiegend sanfter als im Gebirge.
Auch kurze Spaziergänge lohnen sich, weil sich der Übergang vom geschlossenen Marès-Ort zur offenen Ebene unmittelbar erleben lässt. Dabei sollte auf öffentlichen Wegen geblieben und respektiert werden, dass die Flächen bewirtschaftet werden. Mandelhaine, Getreidefelder und Gemüsekulturen sind Arbeitsorte und keine frei zugänglichen Parkanlagen.
Ausflüge nach Sineu, Manacor und an die Küste
Petra lässt sich gut mit anderen Zielen im Inselinneren verbinden. Wer anschließend ans Meer möchte, kann von Petra in Richtung Nord- oder Ostküste weiterfahren. Der Ort selbst ist jedoch kein Strandziel; gerade dieser Abstand zur Küste bestimmt seine ruhige, ländliche Atmosphäre.
Feste und Veranstaltungen
Der örtliche Festkalender zeigt Petra von einer deutlich lebhafteren Seite als ein gewöhnlicher Rundgang. Plätze, Kirche, Straßen und die Estació Vella werden dann zu Veranstaltungsorten. Besonders die Feiern zu Ehren von Santa Praxedis verbinden religiöse Traditionen mit Musik, Sport, Theater, Angeboten für Familien und ausgelassenen Straßenfesten.
Festes de Santa Praxedis
Für 2026 beginnen die Festes de Santa Praxedis gegen Ende Juni und führen bis zum Festtag im Juli. Das Programm erstreckt sich über mehrere Wochen und umfasst Konzerte, Ausstellungen, Theater, Workshops, Sportwettbewerbe, Spiele und Veranstaltungen unter freiem Himmel. Viele Termine konzentrieren sich auf die Plaça Ramon Llull, die Plaça Fra Juníper Serra und die Umgebung der Pfarrkirche Sant Pere.
Der auffälligste Brauch ist ein Straßenfest mit Mandelschalen, den sogenannten Clovelles, sowie Wasser, Musik und Tanz. Dabei verändert sich das historische Zentrum grundlegend: Was sonst ruhig und überschaubar wirkt, wird zum dicht besuchten Festbereich. Traditionelle Figuren, Dimonis, Riesen, Xeremiers und die örtliche Musikkapelle gehören ebenso zum Ablauf wie moderne Bands und DJs.
Für Besucher ist wichtig, zwischen dem gesamten Festprogramm und den großen Haupttagen zu unterscheiden. Nicht an jedem Tag herrscht im ganzen Ort Festbetrieb, an den zentralen Terminen sind jedoch volle Straßen, Lärm, Wasser und große Festaktivität Teil des Ereignisses. Wer Petra gerade wegen seiner gewöhnlichen Ruhe kennenlernen möchte, sollte einen anderen Termin wählen. Wer mallorquinische Dorfkultur in ihrer lebhaften Form sucht, erlebt während Santa Praxedis einen starken Kontrast zum Alltag.
Kommende Termine
Anreise und Mobilität
Petra liegt in der Inselmitte, etwas nordöstlich des geografischen Zentrums, und ist über das Straßennetz des Pla von Palma, Manacor und den benachbarten Landgemeinden erreichbar. Die Entfernung nach Palma beträgt 43 Kilometer. Für eine Rundfahrt durch das Inselinnere liegt der Ort günstig, weil sich von hier sowohl Ziele im Pla als auch die nördlichen und östlichen Inselteile ansteuern lassen.
Anreise mit dem Auto
Mit dem Auto führt die Fahrt aus Palma zunächst durch die dichter erschlossene Inselmitte und anschließend in die offenere Agrarlandschaft. Aus Richtung Manacor ist Petra ebenfalls unkompliziert erreichbar. Ein Navigationsziel am Rand des Zentrums ist oft praktischer als die direkte Führung bis zu Kirche oder Hauptplatz, denn die inneren Straßen sind kompakt und an Markt- oder Festtagen teilweise stärker beansprucht.
Zum Parken empfiehlt es sich, nicht auf einen Platz unmittelbar vor der Sehenswürdigkeit zu bestehen. Von den äußeren Straßen ist das Zentrum zu Fuß schnell erreicht, während die Suche in den schmaleren Altstadtstraßen unnötige Runden verursachen kann. An Markttagen und bei Veranstaltungen sollten zusätzliche Zeit und ein etwas längerer Fußweg einkalkuliert werden.
Öffentlicher Verkehr
Im regionalen Busverkehr ist die Haltestelle Petra Estació verzeichnet.
Bus und Wege im Ort
Petra ist auch an den regionalen Busverkehr angeschlossen. Innerhalb des Orts wird für den touristischen Rundgang kein Verkehrsmittel benötigt: Kirche, Museum, Kloster und Plätze liegen nah beieinander. Nur Bonany und längere Wege durch das Gemeindegebiet erfordern mehr Zeit, ein Fahrrad oder ein Fahrzeug. Die Kombination aus öffentlicher Anreise und Ortsrundgang funktioniert daher gut, solange das Heiligtum nicht als kurzer Nebenstopp behandelt wird.
Buslinien nach Petra im Überblick
| Linie | Strecke | Fahrten/Tag | Erste Fahrt | Letzte Fahrt |
|---|---|---|---|---|
| T3 | Palma - Manacor | 77 | 06:28 | 23:21 |
Aus den offiziellen GTFS-Fahrplandaten (TIB/SFM), ohne Echtzeit. Die Zahlen fassen alle Halte im Ort zusammen; Fahrten an Wochenenden und Feiertagen weichen ab — vor der Fahrt beim Betreiber prüfen.
Anfahrt mit dem Bus
Petra Estació (222) · 0,5 km Luftlinie
- T3Palma - Manacor · Täglich
Fahrplandaten: offizielle GTFS-Daten (TIB/EMT), ohne Echtzeit — Zeiten vor Fahrtantritt beim Betreiber prüfen.
Leben in Petra
Im Alltag ist Petra in erster Linie ein kleiner Gemeindemittelpunkt innerhalb einer landwirtschaftlichen Region. Der Ort besitzt keinen Küstenboulevard und kein ausschließlich auf Feriengäste zugeschnittenes Zentrum. Stattdessen liegen Wohnstraßen, Lebensmittelgeschäfte, Bars, Restaurants, öffentliche Plätze und historische Gebäude eng beieinander. Viele tägliche Wege können innerhalb des kompakten Orts zu Fuß erledigt werden.
Nahversorgung und Ortszentrum
Supermärkte und Lebensmittelgeschäfte gehören zu den deutlich vertretenen Branchen. Hinzu kommen Gastronomie und Bars, die nicht nur Besuchern dienen, sondern auch soziale Treffpunkte für Bewohner sind. Der Wochenmarkt erweitert die Versorgung regelmäßig um frische Produkte und Alltagswaren.
Die zentralen Plätze bündeln einen Teil des öffentlichen Lebens, während die Nebenstraßen schnell ruhiger werden. Das ist für Menschen attraktiv, die kurze Wege wünschen, aber keine urbane Dauerbewegung suchen. Zugleich verlangt ein kleiner Ort eher Planung: Öffnungszeiten und Auswahl sind nicht mit Palma oder Manacor vergleichbar, und nicht jede Besorgung lässt sich spontan im nächsten Straßenzug erledigen.
Mobilität für Pendler
Im regionalen Busverkehr ist die Haltestelle Petra Estació verzeichnet. Da Palma 43 Kilometer entfernt liegt, ist Petra kein Vorort der Hauptstadt.
Wer außerhalb des kompakten Ortskerns wohnt, bleibt stärker auf Auto oder Fahrrad angewiesen. Das gilt besonders für Fincas und ländliche Häuser im Gemeindegebiet. Für eine Wohnung oder ein Stadthaus nahe dem Zentrum ist ein Alltag ohne tägliche Autofahrt deutlich realistischer als für eine abgelegene Wohnlage zwischen den Feldern.
Wohnlagen im Ort und auf dem Land
Im historischen Kern prägen aneinandergebaute Häuser aus goldbraunem Marès-Stein das Straßenbild. Solche Lagen bieten kurze Wege und direkten Kontakt zum Dorfleben, zugleich liegen Markt, Feste und Gastronomie näher. An den Ortsrändern werden die Straßen offener und der Übergang zur Agrarlandschaft ist unmittelbar spürbar. Ländliche Anwesen bieten mehr Abstand, setzen aber eine sorgfältigere Organisation von Einkauf und Mobilität voraus.
Unterkünfte und Ferienvermietungen sind in Petra klar vertreten. Dadurch begegnen sich Alteingesessene, neue Bewohner und zeitweilige Gäste, ohne dass der Ort den Charakter eines Ferienresorts annimmt. Für einen Umzug ist entscheidend, ob eher das soziale und kompakte Leben im Zentrum oder die Ruhe einer Außenlage gesucht wird; beide Wohnformen stellen im Alltag sehr unterschiedliche Anforderungen.
Petra im Jahresverlauf
Petra ist eine eigenständige Gemeinde in einer landwirtschaftlichen Region. Gemeindefunktionen, Lebensmittelhandel und der ganzjährige Wochenmarkt gehören zum Ort.
Für Menschen, die dauerhaft auf Mallorca leben möchten, ist der Grundrhythmus eines Landstädtchens ein wesentlicher Teil des Ortscharakters. Wer ganzjährig lebendige Großstadtstraßen erwartet, wird Petra als zu still empfinden. Wer Verlässlichkeit ohne dauernden touristischen Betrieb sucht, kann gerade darin einen Vorteil sehen.
Wissenswertes für den Besuch
Kirche, Museum, Plätze und einige alte Straßen lassen sich zu einem Rundgang verbinden. Mit Mittagessen, Wochenmarkt und Bonany lässt sich Petra sinnvoll zu einem Tagesausflug erweitern. Entscheidend ist weniger ein straffer Zeitplan als die Abstimmung auf den Wochentag.
Der passende Zeitpunkt
Ein Marktvormittag ist die beste Wahl, wenn neben den Sehenswürdigkeiten auch der Wochenmarkt erlebt werden soll. Dann ist das Zentrum lebhafter und die Parkplatzsuche kann länger dauern. Außerhalb des Marktbetriebs zeigt sich Petra ruhiger.
Rundgang und Parken
Eine praktische Reihenfolge beginnt an einem Parkplatz außerhalb der engsten Zentrumsstraßen und führt über die Plaça Ramon Llull zur Pfarrkirche, zur Plaça Fra Juníper Serra, zum Museum und zum Kloster. Danach kann der Rundgang durch die Marès-Straßen fortgesetzt werden. Das Auto währenddessen umzusetzen bringt kaum Vorteile, weil die zentralen Ziele eng beieinanderliegen.
An Markt- und Festtagen sollte nicht versucht werden, bis direkt an die Plätze heranzufahren. Straßennutzung und Zufahrt können sich durch Stände oder Veranstaltungen verändern. Bequeme Schuhe reichen für den Ort aus; für den Weg nach Bonany sind festere Schuhe, Wasser und Sonnenschutz sinnvoll.
Realistische Erwartungen
Petra ist kein Ort mit einer langen Reihe täglich geöffneter Museen, großer Einkaufszone oder abendlicher Flaniermeile. Der Reiz liegt in wenigen, klar benannten Kulturstätten, den Plätzen und dem sichtbaren Verhältnis zur Landschaft. Ein Besuch funktioniert deshalb besser mit Zeit für Straßen und Cafépausen als mit einer Liste von Attraktionen im Viertelstundentakt.
Als Kombination bieten sich Sineu, eine Fahrt durch das Pla oder die Weiterreise nach Manacor an. Wer Petra mit einem Strandtag verbinden möchte, sollte den Küstenabschnitt als eigenes Ziel einplanen: Das Dorf selbst liegt im Landesinneren und vermittelt gerade deshalb eine andere Seite Mallorcas.
Betriebe und Dienstleister vor Ort
Die stärksten Branchen im Verzeichnis für Petra — jeweils mit Adresse, Kontakt und Öffnungszeiten.
- Supermarkt & Lebensmittel12 Einträge
- Hotel / Unterkunft12 Einträge
- Restaurant / Gastronomie10 Einträge
- Ferienvermietung8 Einträge
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