Can Marquès – historischer Stadtpalast in Palma

Can Marquès verbirgt sich in den alten Gassen von Palmas Viertel La Lonja. Hinter dem Namen steht ein mallorquinischer Stadtpalast aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, der einst als privates Wohnhaus diente und heute als Palacio Can Marqués ein exklusives Hotel beherbergt. Das Gebäude ist daher kein klassisches Museum mit festem Rundgang, sondern ein historisches Haus in lebendiger Nutzung.
Seinen Reiz entfaltet der Palast vor allem im Inneren. Auf die Lobby folgt ein großer, überdeckter Patio mit gotischen Alabastersäulen; darüber öffnet sich ein hoher Raum, den eine ungewöhnliche kaiserliche Treppenanlage prägt. Ein bepflanzter Garten und eine Dachterrasse mit Blick zur Kathedrale zeigen zwei weitere Seiten des Hauses – die stille, grüne und die über den Dächern Palmas gelegene.
Für Architekturinteressierte erzählt Can Marquès anschaulich, wie repräsentatives Wohnen in Palmas Altstadt organisiert war: von der Straße durch den Eingang in den zentralen Hof, von dort über eine große Treppe in die privaten Bereiche. Zugleich macht die heutige Nutzung sichtbar, wie ein historischer Palast restauriert und mit zeitgenössischem Design, Kunst und Hotelkomfort verbunden werden kann.
Wer den Palast gezielt wegen seiner Architektur besuchen möchte, sollte den Zugang vorher klären. Die öffentlich zugänglichen Bereiche und die Möglichkeiten, Innenhof, Garten oder Dachterrasse anzusehen, richten sich nach dem laufenden Hotelbetrieb. Auch ohne Innenbesichtigung lässt sich Can Marquès sinnvoll in einen Spaziergang durch La Lonja zwischen Kathedrale, Hafenfront und den alten Geschäftsstraßen einbauen.
Geschichte und Bedeutung
Der Palast des Antonio Massa
Die Geschichte des Hauses beginnt in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Errichtet wurde der Palast als privater Wohnsitz für Antonio Massa, eine ungewöhnliche Persönlichkeit, die in den überlieferten Darstellungen sowohl als Freibeuterkapitän als auch als Priester erscheint.
Can Marquès war folglich weder Festung noch öffentliches Verwaltungsgebäude. Es war ein städtisches Wohnhaus für eine vermögende Familie. Der große Innenhof und die Treppenanlage prägen das Gebäude noch heute, obwohl die Räume inzwischen anders genutzt werden.
Antonio Marqués und der Name des Hauses
Später ging der Palast an Antonio Marqués über, der als erster Bürgermeister Palmas genannt wird. Mit ihm verbindet sich auch der Name, unter dem das Haus seit Jahrhunderten bekannt ist.
Bei Can Marquès blieb dieser Zusammenhang trotz wechselnder Bewohner und Nutzungen erhalten.
Die Familie Schindelhauer
Als weitere Eigentümer werden die Schindelhauers genannt, eine europäische Händlerfamilie mit engen Verbindungen zur Seefahrt. Insgesamt soll der Palast über seine lange Geschichte nur drei bedeutenden Familien gehört haben.
Die Verbindung zum nautischen Handel passt zum Standort in La Lonja.
Vom Privathaus zum Palacio Can Marqués
Nach einer sorgfältigen Renovierung wurde aus dem früheren Familienpalast ein Hotel mit dreizehn individuell gestalteten Suiten. Historische Bauteile blieben Teil des räumlichen Erlebnisses, während zeitgenössisches Design, Kunst und moderner Komfort hinzukamen. Der Wandel ist deutlich, doch die ursprüngliche Idee des Hauses – ein geschützter, repräsentativer Rückzugsort mitten in der Stadt – blieb erkennbar.
Diese heutige Nutzung erklärt zugleich die besondere Stellung von Can Marquès als Sehenswürdigkeit. Das Gebäude ist weiterhin bewohnt und bewirtschaftet, nur nun von wechselnden Gästen statt von einer einzelnen Familie. Es lässt sich daher nicht wie ein vollständig musealisierter Palast betrachten. Wer es besucht, begegnet historischem Erbe in einem Haus, das weiterhin einen privaten und gastlichen Alltag besitzt.
Was es zu sehen gibt
Der überdeckte Patio
Der stärkste Raumeindruck wartet unmittelbar hinter der Lobby. Dort öffnet sich ein überdeckter Innenhof mit einer Fläche von 140 Quadratmetern und einer Höhe von 11 Metern. Obwohl der Patio nach oben geschlossen ist, bleibt seine Herkunft als zentraler Hof eines mallorquinischen Stadtpalasts deutlich. Er bildet das räumliche Gelenk des Gebäudes und verbindet Eingang, Treppe und angrenzende Innenbereiche.
Besonders auffällig sind die gotischen Säulen aus Alabaster. Das helle, leicht durchscheinend wirkende Material hebt sich von den massiveren Flächen des Palasts ab und verleiht dem Hof eine feierliche Vertikale. Die Säulen sind mehr als Dekoration: Sie führen den Blick nach oben und unterstreichen die ungewöhnliche Höhe des Raums. Wer Gelegenheit hat, den Patio zu sehen, sollte nicht nur geradeaus zur Treppe schauen, sondern zunächst die Beziehung zwischen Säulen, Decke und den Öffnungen der angrenzenden Geschosse erfassen.
Die enge Altstadtgasse bleibt zurück, während sich innen unvermittelt ein hoher, geordneter Raum entfaltet.
Die umgekehrte kaiserliche Treppe
Vom Patio steigt die sogenannte umgekehrte kaiserliche Treppe auf. Sie gilt als eines der markantesten Bauteile von Can Marquès und wird als Marmortreppe beschrieben. Bereits ihre Platzierung macht klar, dass sie nicht nur der Erschließung diente. Sie war Teil der Inszenierung des Hauses: Ankommende sahen, wie sich der Weg aus dem Empfangsbereich in die oberen Wohn- und Repräsentationsräume fortsetzte.
Bei Can Marquès wird sie zusätzlich als umgekehrt charakterisiert, was der Anlage ihren unverwechselbaren Auftritt gibt. Statt sie nur als Fotomotiv wahrzunehmen, lohnt ein Blick auf ihre Stellung im Gesamtgrundriss. Patio und Treppe bilden eine gemeinsame Komposition; die Höhe des Hofes gibt der Treppe den Raum, den sie für ihre Wirkung benötigt.
Auch die Materialwahl trägt dazu bei. Der Marmor der Stufen trifft auf die Alabastersäulen des Hofes und schafft einen bewussten Wechsel zwischen tragender Architektur, glatten Flächen und ornamentalem Detail. In einem Gebäude, das heute mit zeitgenössischen Möbeln und Kunst ausgestattet ist, bleibt die Treppe der deutlichste Hinweis auf den repräsentativen Anspruch des historischen Privathauses.
Der Innengarten
Hinter den steinernen und mineralischen Eindrücken des Patios folgt ein grüner Gegenraum. Der Innengarten umfasst 200 Quadratmeter und wird von großen Palmen sowie Kirsch- und Feigenbäumen geprägt. Er ist kein weitläufiger Schlosspark, sondern ein geschützter Garten innerhalb der dichten Altstadt. Gerade diese Abgeschlossenheit macht seinen Charakter aus.
Die Bepflanzung setzt unterschiedliche Akzente. Palmen geben dem Garten Höhe und mediterrane Präsenz, während Kirsch- und Feigenbäume an einen wohnlicheren Nutz- und Hausgarten erinnern. Zwischen den umliegenden Mauern entsteht ein Rückzugsort, der zur ursprünglichen Funktion des Palasts als privates Wohnhaus passt.
Für Besucher ist wichtig, den Garten nicht automatisch als frei zugänglichen öffentlichen Hof einzuplanen. Er gehört zum Hotel und dient dessen Gästen. Wenn ein Einblick im Rahmen eines Aufenthalts, eines gastronomischen Besuchs oder einer vorher abgestimmten Besichtigung möglich ist, zeigt er jedoch besonders anschaulich, wie großzügig ein historischer Stadtpalast hinter seiner Straßenfront sein kann.
Die Dachterrasse
Auf der Dachterrasse verändert sich die Perspektive abermals. Statt der abgeschirmten Welt von Hof und Garten öffnet sich der Blick über die Dächer zur Kathedrale von Palma. Die Lage nahe dem Meer macht sich dort durch die Brise bemerkbar, die von der Küste in die Altstadt zieht. Der Turm- und Dachraum stellt damit den weitesten Aussichtspunkt innerhalb des Palasts dar.
Der Blick zur Kathedrale hilft auch bei der geografischen Einordnung von Can Marquès. Der Palast steht im alten Hafenviertel La Lonja, nur durch das Gassennetz vom monumentalen Zentrum um La Seu getrennt. Was auf Straßenebene verborgen wirkt, ordnet sich von oben in die Silhouette Palmas ein.
Wie der Garten ist die Dachterrasse Teil des Hotelbetriebs und kein frei zugänglicher Aussichtspunkt der Stadt. Sie sollte deshalb nicht als garantierter Programmpunkt eines Altstadtrundgangs verstanden werden. Wer Zugang hat, erlebt dort jedoch den stärksten Kontrast zum introvertierten Patio: unten Stein, Säulen und gefiltertes Licht, oben Himmel, Wind und die Kathedrale als Orientierungspunkt.
Die Suiten und die heutige Gestaltung
Der Palast beherbergt dreizehn Suiten, die jeweils individuell gestaltet wurden. Sie sind keine historischen Schauräume und folgen keinem einheitlichen Museumskonzept. Vielmehr treffen erhaltene Elemente des Hauses auf zeitgenössisches Design, Kunstobjekte und unterschiedliche Einrichtungsideen. Dadurch präsentiert sich Can Marquès nicht als eingefrorene Rekonstruktion eines Haushalts aus dem 18. Jahrhundert.
Für die architektonische Betrachtung ist diese Unterscheidung wichtig. Der historische Kern liegt vor allem in der Raumfolge, im Patio, in den Säulen, in der Treppe und im Verhältnis zwischen Haus und Garten. Möbel und Dekoration spiegeln dagegen die heutige Nutzung. Wer einen original eingerichteten Adelspalast erwartet, wird ein anderes Bild vorfinden; wer sich für die Weiterverwendung historischer Bausubstanz interessiert, erhält gerade dadurch einen aufschlussreichen Eindruck.
Der Besuch
Ein Palast im laufenden Hotelbetrieb
Ein Besuch in Can Marquès beginnt mit der richtigen Erwartung. Der Palast ist kein Museum, das zu festen Besichtigungszeiten seine Türen für einen Rundgang durch sämtliche Räume öffnet. Er beherbergt ein Hotel, gastronomische Bereiche und Räume für Gäste und Veranstaltungen. Der Schutz der Privatsphäre gehört daher ebenso zum Haus wie seine historische Architektur.
Wer ausschließlich wegen des Gebäudes kommt, sollte vorab erfragen, welche Bereiche zugänglich sind. Lobby und Patio liegen zwar am Beginn der inneren Raumfolge, doch auch dort kann der Zugang vom Betrieb, von Veranstaltungen oder von der Auslastung abhängen. Garten, Dachterrasse und Suiten dürfen keinesfalls als frei verfügbare Stationen vorausgesetzt werden. Ein kurzer Blick in einen zugänglichen Empfangsbereich und eine ausführlichere Besichtigung sind zwei unterschiedliche Besuchserfahrungen.
Ablauf und Aufenthaltsdauer
Eine feste Aufenthaltsdauer lässt sich für Can Marquès nicht sinnvoll angeben. Wer das Haus nur von außen in einen Altstadtspaziergang einbezieht, benötigt lediglich einen kurzen Halt. Besteht ein abgestimmter Zugang zu Patio oder gastronomischen Bereichen, lohnt es sich, den Raum bewusst zu betrachten und die Blickachse von den Alabastersäulen zur Marmortreppe nachzuvollziehen. Hotelgäste erleben Garten, Terrassen und Innenräume dagegen über einen wesentlich längeren Zeitraum.
Der beste Ablauf führt gedanklich von außen nach innen: zunächst die Lage in der schmalen Carrer dels Apuntadors, dann der Übergang durch die Lobby, anschließend der hohe Patio und die Treppe. Falls weitere Bereiche zugänglich sind, folgen Garten und Dachterrasse als bewusste Kontraste. Diese Reihenfolge entspricht der Architektur des Hauses besser als der Versuch, einzelne Fotomotive möglichst schnell abzuhaken.
Zeitpunkt und Andrang
Verlässliche allgemeine Aussagen zu ruhigen Besuchszeiten wären bei einem Hotel irreführend. Der Betrieb folgt nicht dem Besucherandrang eines Museums, sondern Anreisen, Mahlzeiten, Veranstaltungen und den Bedürfnissen der Hausgäste. Eine vorherige Abstimmung ist deshalb nützlicher als die Wahl einer vermeintlich stillen Tageszeit.
Aktuelle Öffnungszeiten für externe Besucher und ein eigener Eintrittspreis sind nicht erfasst. Vor einem eigens geplanten Besuch sollte daher geprüft werden, ob und in welcher Form Zugang möglich ist. Wer ohnehin durch La Lonja spaziert, kann Can Marquès auch ohne zugesagte Innenbesichtigung als historischen Baustein des Viertels einordnen und den Halt mit den nahe gelegenen Straßen, der Hafenfront und dem Umfeld der Kathedrale verbinden.
Anfahrt und Parken
Vom Flughafen nach Palma
Vom Flughafen Palma führt die Route über die Ma-19 in die Inselhauptstadt. Bis Palma sind es 11 Straßenkilometer; die Fahrt dauert rund 20 Minuten. Diese Angaben gelten ausdrücklich für die Strecke bis Palma und nicht bis unmittelbar vor den Eingang von Can Marquès. Für das letzte Stück in das historische Viertel La Lonja kommen Stadtverkehr, die Zufahrt durch das Zentrum und ein Fußweg hinzu.
Can Marquès befindet sich an der Carrer dels Apuntadors im Viertel La Lonja. Die letzten Meter führen durch das Gassennetz von La Lonja. Für die Orientierung ist La Lonja beziehungsweise das Umfeld der Kathedrale hilfreicher als der Versuch, den Palast aus größerer Entfernung zwischen den Häuserzeilen zu erkennen.
Parken am Rand der Altstadt
Can Marquès liegt im Gassennetz von La Lonja. Sinnvoller ist es, das Fahrzeug in einem regulären Parkhaus außerhalb der engsten Altstadtgassen abzustellen und den restlichen Weg zu Fuß zurückzulegen. In Palma gibt es Parkmöglichkeiten sowohl an größeren Straßen als auch in Richtung Hafenfront und Passeig Mallorca. Welches Parkhaus am besten passt, hängt von der weiteren Route durch die Stadt ab.
Wer neben Can Marquès auch Kathedrale, La Lonja oder die Uferpromenade besuchen möchte, sollte den Stellplatz als Ausgangspunkt für den gesamten Altstadtrundgang wählen. So entfällt die Suche nach einer zweiten Zufahrt im Zentrum.
Mit dem Bus und zu Fuß
Als Orientierungspunkte für die Anreise mit dem Bus dienen die Haltestellen an der Plaça de la Reina bei der Kathedrale sowie am Parc de la Mar. Von dort führt der Weg zu Fuß durch das historische Zentrum in Richtung La Lonja und Carrer dels Apuntadors. Die Haltestellen liegen an größeren, leichter zugänglichen Stadträumen; der Palast selbst wird erst im feineren Gassennetz erreicht.
Der Fußweg führt zwischen Kathedrale, früherem Hafenviertel und den alten Wohn- und Handelshäusern hindurch. Für die Rückfahrt empfiehlt es sich, wieder einen der klar erkennbaren Plätze an der Kathedrale oder am Parc de la Mar anzusteuern, statt sich ausschließlich an einzelnen Gassennamen zu orientieren.
Buslinien nach Can Marquès im Überblick
| Linie | Strecke | Fahrten/Tag | Erste Fahrt | Letzte Fahrt |
|---|---|---|---|---|
| 35 | Aquàrium - Pl. Reina | Catedral | 8 | 07:10 | 15:20 |
| 3 | Pont d'Inca / Joan Carles I | 6 | 07:37 | 10:06 |
| 20 | Portopí - Son Espases | 6 | 07:17 | 08:51 |
| 25 | s'Arenal - Pl. Reina | Catedral | 6 | 09:45 | 12:41 |
Aus den offiziellen GTFS-Fahrplandaten (TIB/SFM), ohne Echtzeit. Die Zahlen fassen alle Halte im Ort zusammen; Fahrten an Wochenenden und Feiertagen weichen ab — vor der Fahrt beim Betreiber prüfen.
Anfahrt mit dem Bus
7-pl. de la Reina - Catedral · 0,2 km Luftlinie
- 35Aquàrium - Pl. Reina | Catedral · 06:21–22:41 · Täglich
986-pl. de la Reina - Catedral · 0,2 km Luftlinie
- 35Aquàrium - Pl. Reina | Catedral · 06:21–22:41 · Täglich
- CCCircular Centre Ciutat · 08:00–08:00 · Täglich
453-pl. de la Reina - Catedral · 0,2 km Luftlinie
- 25s'Arenal - Pl. Reina | Catedral · 06:36–21:01 · Täglich
1982-Parc de la Mar - Catedral · 0,3 km Luftlinie
- 25s'Arenal - Pl. Reina | Catedral · 06:36–21:01 · Täglich
- 30Marivent-Palau de Congressos · 08:00–08:00 · Täglich
985-pl. de Joan Carles I · 0,3 km Luftlinie
- CCCircular Centre Ciutat · 08:00–08:00 · Täglich
1048-pl. de Joan Carles I · 0,3 km Luftlinie
- 25s'Arenal - Pl. Reina | Catedral · 06:36–21:01 · Täglich
- 35Aquàrium - Pl. Reina | Catedral · 06:21–22:41 · Täglich
53-pl. de Joan Carles I - Catedral · 0,3 km Luftlinie
- 4Ses Illetes - Pl. Columnes · 08:00–08:00 · Täglich
- 7Son Gotleu - Son Serra - Sa Vileta / Son Vida · 08:00–08:00 · Täglich
- 20Portopí - Son Espases · 06:06–22:40 · Täglich
105-pl. de Joan Carles I - Catedral · 0,4 km Luftlinie
- 3Pont d'Inca / Joan Carles I · 08:00–08:00 · Täglich
- 4Ses Illetes - Pl. Columnes · 08:00–08:00 · Täglich
- 7Son Gotleu - Son Serra - Sa Vileta / Son Vida · 08:00–08:00 · Täglich
- 20Portopí - Son Espases · 06:06–22:40 · Täglich
104-Jaume III · 0,4 km Luftlinie
- 3Pont d'Inca / Joan Carles I · 08:00–08:00 · Täglich
- 4Ses Illetes - Pl. Columnes · 08:00–08:00 · Täglich
- 7Son Gotleu - Son Serra - Sa Vileta / Son Vida · 08:00–08:00 · Täglich
- 20Portopí - Son Espases · 06:06–22:40 · Täglich
- CCCircular Centre Ciutat · 08:00–08:00 · Täglich
54-Jaume III · 0,4 km Luftlinie
- 4Ses Illetes - Pl. Columnes · 08:00–08:00 · Täglich
- 7Son Gotleu - Son Serra - Sa Vileta / Son Vida · 08:00–08:00 · Täglich
- 20Portopí - Son Espases · 06:06–22:40 · Täglich
929-Parc de la Mar-Catedral · 0,4 km Luftlinie
- 30Marivent-Palau de Congressos · 08:00–08:00 · Täglich
129-Argentina - sa Feixina · 0,4 km Luftlinie
- 1Portopí - Sindicat · 08:00–08:00 · Täglich
- N1Portopí - Porta des Camp · 08:00–08:00 · Täglich
Fahrplandaten: offizielle GTFS-Daten (TIB/EMT), ohne Echtzeit — Zeiten vor Fahrtantritt beim Betreiber prüfen.
In der Umgebung
La Lonja
La Lonja bildet den historischen Rahmen von Can Marquès. Heute führen schmale Gassen zwischen alten Stadtpalästen, Geschäften, Restaurants und kleineren Plätzen hindurch. Der Palast wirkt in diesem Umfeld nicht wie ein isoliertes Monument, sondern wie ein besonders gut erhaltenes Beispiel eines privaten Hauses.
Ein Spaziergang sollte deshalb nicht am Eingang enden. Schon die Lage in der Carrer dels Apuntadors hilft, die zurückhaltende Außenseite eines Stadtpalasts mit seiner überraschenden inneren Großzügigkeit zu vergleichen. La Lonja eignet sich außerdem dazu, Can Marquès in eine Route zur Hafenfront einzubeziehen, ohne den Tag mit langen Transfers zu unterbrechen.
Kathedrale und Parc de la Mar
Von der Dachterrasse ist die Kathedrale von Palma direkt zu sehen. Zu Fuß verbindet sie das Viertel La Lonja mit dem höher gelegenen monumentalen Zentrum der Altstadt. Der Parc de la Mar unterhalb der Kathedrale schafft einen starken Kontrast zu den engen Gassen rund um Can Marquès.
Für einen zusammenhängenden Rundgang bietet sich eine einfache Dramaturgie an: zunächst die weiten Ansichten am Parc de la Mar, danach die Kathedrale und schließlich die kleinteiligeren Straßen von La Lonja. Can Marquès steht am Ende einer solchen Route für das private Gegenstück zu den großen öffentlichen und religiösen Bauwerken Palmas.
Hafenfront und Einkaufsstraßen
Von La Lonja sind sowohl die Uferbereiche als auch Palmas zentrale Einkaufsstraßen zu Fuß erreichbar. Dadurch lässt sich der Palastbesuch gut mit einem Stadtspaziergang verbinden, der Architektur, Meer und heutiges Stadtleben zusammenführt. Ein eigener Fahrzeugwechsel ist dafür nicht nötig.
Wer Can Marquès nur von außen sehen kann, gewinnt durch diese Kombination dennoch ein vollständigeres Bild. So bleibt der Halt mehr als die Suche nach einer einzelnen schönen Tür.
Wissenswertes für den Besuch
Kein klassisches Palastmuseum
Can Marquès sollte nicht mit einem öffentlich betriebenen Museum verwechselt werden. Es gibt keinen belegten, jederzeit verfügbaren Rundgang durch historische Gemächer und keine Sammlung, die Raum für Raum erklärt wird. Die dreizehn Suiten sind Teil des Hotels; auch Garten und Dachterrasse dienen in erster Linie dem Hausbetrieb. Wer gezielt Patio, Treppe oder weitere Innenbereiche sehen möchte, klärt die Möglichkeit am besten vor dem Besuch.
Diese Einschränkung schmälert die architektonische Bedeutung nicht, verändert aber die Art des Erlebnisses. Statt eines vollständigen Museumsbesuchs kann ein kurzer, respektvoller Einblick in einen weiterhin genutzten Palast stehen. Privatsphäre, Veranstaltungen und gastronomische Abläufe haben Vorrang vor spontaner Besichtigung.
Stadtklima
Patio und Garten vermitteln geschützte Innenräume, dürfen aber nicht als öffentlich zugängliche Pause vor Sonne oder Hitze eingeplant werden. Die Dachterrasse ist offener und von der Meeresbrise geprägt, gehört jedoch ebenfalls nicht zu einem garantierten Besichtigungsweg.
Fotografieren mit Rücksicht
Der Patio, die Alabastersäulen und die Treppe bieten starke Bildmotive. Weil Can Marquès ein Hotel ist, sollte vor Innenaufnahmen um Erlaubnis gefragt werden. Andere Gäste, Mitarbeitende und private Bereiche gehören nicht ungefragt ins Bild. Auch eine geöffnete Tür bedeutet nicht automatisch, dass sämtliche dahinterliegenden Räume betreten oder fotografiert werden dürfen.
Am ergiebigsten ist ohnehin ein ruhiger Blick auf die Architektur: die Höhe des Patios, das Verhältnis zwischen Säulen und Treppe sowie der Übergang vom steinernen Hof zum begrünten Garten. Diese Details erzählen mehr über das Haus als eine möglichst große Zahl rasch aufgenommener Fotos.
Insider-Tipps von Einheimischen
Im Patio zuerst nach oben sehen
Falls der Zugang zum Patio möglich ist, nicht sofort nur die Marmortreppe fotografieren. Erst der Blick entlang der gotischen Alabastersäulen bis zur 11 Meter hohen Decke macht verständlich, wie großzügig der überdeckte Hof angelegt ist.
Drei Baumarten im Garten
Der Innengarten wird nicht allein von Palmen geprägt. Auch Kirsch- und Feigenbäume gehören zur Bepflanzung. Dieses Detail lässt den 200 Quadratmeter großen Rückzugsraum eher wie einen privaten Hausgarten als wie eine formale Hotelanlage wirken.
Kathedrale als Blickachse
Von der Dachterrasse richtet sich der Blick zur Kathedrale von Palma. Die Terrasse ist kein öffentlicher Aussichtspunkt, doch wer im Rahmen des Hotelbetriebs Zugang hat, erkennt hier besonders gut die kurze räumliche Verbindung zwischen La Lonja und La Seu.
Vom Parc de la Mar herangehen
Eine schlüssige Annäherung beginnt am weiten Parc de la Mar und führt über das Kathedralenumfeld in die engen Gassen von La Lonja. Der Wechsel vom offenen Stadtraum zur Carrer dels Apuntadors macht die verborgene Lage des Palasts anschaulich.
Der Name erzählt Geschichte
Der Name Can Marquès bewahrt die Erinnerung an Antonio Marqués, einen früheren Eigentümer, der als erster Bürgermeister Palmas genannt wird.