Sehenswürdigkeiten

Nostra Senyora de la Consolació in Porreres

Nostra Senyora de la Consolació, Mallorca
Plomaesmolada, Wikimedia Commons, CC0 (Zuschnitt/Skalierung via mallorca.com)

Nostra Senyora de la Consolació beherrscht das historische Zentrum von Porreres nicht durch überladenen Prunk, sondern durch schiere Präsenz. Die große Pfarrkirche aus hellem Marès-Sandstein ragt weit über die niedrigen Häuser des Landstädtchens hinaus. Wer sich ihr durch die Straßen des Ortskerns nähert, versteht schnell, weshalb sie gern als „Kathedrale des ländlichen Mallorca“ bezeichnet wird.

Der Vergleich mit einer Kathedrale ist kein offizieller Rang, sondern ein Hinweis auf die ungewöhnlichen Dimensionen und die reiche Ausstattung. Hinter der vergleichsweise strengen Fassade öffnet sich ein weitläufiger Kirchenraum mit Seitenkapellen, einem monumentalen Hauptaltar und einer eigenen Rosenkranzkapelle, die beinahe wie eine Kirche innerhalb der Kirche wirkt. Besonders lohnend ist der Besuch für Reisende, die Mallorcas Sakralarchitektur abseits der bekannten Monumente von Palma kennenlernen möchten. Auch Kunstinteressierte finden reichlich Stoff: Skulpturen, Altäre und Heiligenbilder erzählen von mehreren Jahrhunderten örtlicher Frömmigkeit. Zugleich ist Nostra Senyora de la Consolació kein museales Schaustück, sondern die römisch-katholische Pfarrkirche von Porreres.

Nicht verwechselt werden darf sie mit dem gleichnamigen Heiligtum bei Santanyí. Die Kirche dieser Seite liegt mitten in Porreres und gehört zum geschichtlichen wie gegenwärtigen Leben des Orts. Ein Aussichtshügel, eine Einsiedelei oder ein Klosterkomplex sind hier nicht zu erwarten – im Mittelpunkt stehen der monumentale Kirchenraum und seine Ausstattung.

Geschichte und Bedeutung

Lange bevor der heutige Bau entstand, besaß Porreres bereits ein kirchliches Zentrum. Eine Kirche am Ort wird im Jahr 1242 dokumentiert und wenige Jahre später erneut in einer päpstlichen Urkunde erwähnt. Seit 1277 ist Porreres eine eigenständige Pfarrei. Der gegenwärtige Bau ist nach Angaben der Gemeinde bereits die dritte Kirche, die innerhalb von vier Jahrhunderten in Porreres errichtet wurde. Jede dieser Kirchen fiel größer aus als ihre Vorgängerin – ein aufschlussreiches Zeichen für das Wachstum und das Selbstbewusstsein der Gemeinde.

Der Neubau

In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts begann der Baumeister Oliver mit der Errichtung der heutigen Pfarrkirche. Der Bau war kein rasch abgeschlossenes Einzelprojekt: Bis das Kirchenschiff 1714 vollendet war, vergingen mehrere Jahrzehnte. Gerade diese lange Bauzeit erklärt, weshalb die Kirche zwar als geschlossenes Ganzes erscheint, in ihren architektonischen und künstlerischen Details aber unterschiedliche Phasen erkennen lässt.

Gebaut wurde nicht für eine Ordensgemeinschaft, sondern als Pfarrkirche der Bevölkerung von Porreres. Der Name bedeutet „Unsere Liebe Frau vom Trost“. Die Marienverehrung wird im Gebäude an zentraler Stelle sichtbar: Ein Relief über dem Hauptportal nennt das Patrozinium bereits außen, während im Inneren eine polychrom gefasste Marienfigur den Hauptaltar beherrscht.

Die „Kathedrale des Landes“

Ihre Ausmaße und ihre künstlerische Ausstattung brachten Nostra Senyora de la Consolació den Beinamen „Kathedrale der part forana“ ein. Mit diesem mallorquinischen Ausdruck ist das Land außerhalb Palmas gemeint. Der Titel sollte nicht wörtlich genommen werden, denn kirchenrechtlich handelt es sich um eine Pfarrkirche. Er beschreibt vielmehr den Eindruck, den das Gebäude in einem vom Wein-, Getreide-, Mandel- und Aprikosenanbau geprägten Ort hervorruft.

Die Kirche ist damit mehr als ein historisches Denkmal. Sie steht für die Bedeutung, die eine Pfarrei im traditionellen Mallorca als religiöser, gesellschaftlicher und räumlicher Mittelpunkt besaß. Der große Bau musste Gottesdienste und die Verehrung verschiedener Heiliger aufnehmen können. Davon zeugen die zahlreichen Seitenkapellen ebenso wie die aufwendig gestalteten Altäre.

Ein über Jahrhunderte gewachsener Kunstbestand

Nach der Fertigstellung des Kirchenschiffs wurde die Ausstattung weiterentwickelt. Der große Hauptaltar entstand 1762, und ein Sonnenuhrstein an der Fassade trägt die Jahreszahl 1798. Einzelne Kunstwerke sind sogar älter als das heutige Gebäude: Die Figur des heiligen Sebastian von Gaspar Homs wird auf 1564 datiert und ist damit älter als der gegenwärtige Kirchenbau.

Diese zeitliche Schichtung ist für das Verständnis der Kirche entscheidend. Nostra Senyora de la Consolació ist kein Bau, der an einem einzigen Stichtag „fertig“ war, denn Architektur, Altäre und Bildwerke stammen aus unterschiedlichen Phasen. Noch heute erfüllt der Raum seine ursprüngliche Aufgabe als Pfarrkirche. Deshalb sollte ein Besuch nicht nur als Kunstbesichtigung, sondern auch als Eintritt in einen weiterhin genutzten sakralen Raum verstanden werden.

Was es zu sehen gibt

Der stärkste Eindruck entsteht aus dem Gegensatz zwischen außen und innen. Die Front wirkt klar gegliedert und beinahe zurückhaltend; dahinter liegt ein erstaunlich großer Raum mit einer dichten Folge sakraler Kunstwerke. Es lohnt sich deshalb, nicht sofort auf den Hauptaltar zuzugehen. Schon an der Fassade und im vorderen Teil des Schiffs warten Details, die bei einem schnellen Rundgang leicht übersehen werden.

Die Hauptfassade

Vier waagerecht gegliederte Zonen strukturieren die Frontseite. Formsteine und Gesimse teilen die große Sandsteinfläche, ohne sie in ein unruhiges Dekor aufzulösen. Das Hauptportal ist gerade abgeschlossen. Darüber sitzt als Hochrelief die Darstellung der Mare de Déu de la Consolació, der Gottesmutter des Trostes. Dieses Bild macht bereits vor dem Betreten deutlich, wem die Kirche geweiht ist.

Weiter oben durchbricht eine große Lichtöffnung die sonst geschlossene Fassade. Rechts befindet sich die auf 1798 datierte Sonnenuhr. Sie ist ein kleines Detail neben dem mächtigen Portal, aber gerade deshalb sehenswert: Während die Kirche religiöse Dauer verkörpert, markiert die Uhr den Lauf des Tages auf ihrer Außenwand.

An der rechten Seite erinnert ein Denkmal an Bischof Pere Joan Campins. Sein Name ist vor allem mit der umfassenden Erneuerung des außerhalb von Porreres gelegenen Santuari de Monti-Sion verbunden. Das Denkmal schlägt damit eine sichtbare Brücke zwischen der Pfarrkirche im Ort und einem weiteren wichtigen religiösen Platz der Gemeinde.

Der Glockenturm

Rechts vom Kirchenbau erhebt sich ein quadratischer Turm. Gesimse teilen ihn in sieben Geschosse, wodurch seine Höhe klar ablesbar wird. Den Abschluss bilden eine Balustrade und eine pyramidenförmige Spitze. Anders als ein freistehender Campanile ist der Turm eng mit der Front und dem Baukörper verbunden; dennoch wirkt er als selbstständiger vertikaler Akzent über den Dächern von Porreres.

Aus der Nähe lohnt sich der Blick zurück nach oben. Die Staffelung des Turms, die klare Geometrie der Fassade und das Marès-Gestein ergeben ein anderes Bild als aus den engen Straßen, wo meist nur Ausschnitte zu sehen sind. Gerade der Wechsel zwischen Nahansicht und Gesamtwirkung gehört zu den Reizen dieses Bauwerks.

Das Kirchenschiff

Im Inneren öffnet sich ein langes, von einem halbkreisförmigen Gewölbe überspanntes Hauptschiff. Auf jeder Seite liegen sieben Kapellen. Diese regelmäßige Folge gibt dem Raum Rhythmus und schafft zugleich Platz für verschiedene Altäre, Heiligenfiguren und Formen der Andacht. Der Blick wird dennoch eindeutig nach vorn zum erhöhten Altarraum geführt.

Die Größe des Schiffs erklärt den volkstümlichen Kathedralenvergleich besser als jede Beschreibung. Dabei beruht die Wirkung nicht allein auf Weite: Die seitlichen Kapellen lassen den Raum bei einem Rundgang immer wieder kleiner und persönlicher werden. Aus der zentralen Achse erscheint die Kirche monumental; vor einem einzelnen Altar rücken Bildwerke und lokale Frömmigkeit in den Vordergrund.

Der Hauptaltar von Josep Sastre

Das Retabel im Presbyterium schuf Josep Sastre im Jahr 1762. Sein unterer Hauptbereich wird von sechs korinthischen Säulen gegliedert. Sie rahmen in der Mitte einen großen Tabernakel mit Aussetzungsbereich. Seitlich stehen die beiden Schutzpatrone von Porreres: Johannes der Täufer und Johannes der Evangelist.

Im nächsten Aufbau sitzt die polychrom gefasste Figur der Nostra Senyora de la Consolació. Sie ist zugleich Patronin, Namensgeberin und optischer Mittelpunkt des Altars. An ihren Seiten erscheinen der heilige Stephanus und der heilige Franziskus. Weiter oben folgt ein Gemälde des heiligen Petrus; bekrönt wird das gesamte Ensemble vom Wappen des Orts.

Wer die Figuren nur als dekorative Fülle betrachtet, übersieht die sorgfältige Ordnung. Die Gottesmutter steht im Zentrum, die örtlichen Patrone flankieren den sakramentalen Kern, und das Gemeindewappen bindet den religiösen Aufbau sichtbar an Porreres. Architektur, Heiligenverehrung und bürgerliche Identität treffen hier unmittelbar aufeinander.

Das Presbyterium

Der Altarraum wird von einer muschelförmigen Wölbung abgeschlossen. Diese sogenannte Konche bündelt den Blick und bildet einen architektonischen Rahmen für das große Retabel. Vom hinteren Teil des Schiffs aus erscheinen Altar, Säulen und Figuren als geschlossenes Fernbild. Beim Näherkommen werden dagegen die einzelnen Ebenen und Heiligendarstellungen lesbar.

Für die Betrachtung empfiehlt sich deshalb ein Wechsel der Position. Zunächst lässt sich die Wirkung aus der Mittelachse erfassen; anschließend zeigen seitliche Standpunkte, wie tief der Altar aufgebaut ist und wie er mit der Wölbung des Presbyteriums zusammenspielt. Rücksicht auf Gottesdienste und abgesperrte liturgische Bereiche bleibt dabei selbstverständlich.

Die Rosenkranzkapelle

Die Capella del Roser ist weit mehr als eine gewöhnliche Nische am Seitenschiff. Mit jeweils zwei Seitenkapellen und einem eigenen Presbyterium bildet sie beinahe eine kleine Kirche innerhalb der großen Pfarrkirche. Über ihr sitzt ein rechteckiger Vierungsturm beziehungsweise Lichtaufbau, dessen Malereien die Geheimnisse des Rosenkranzes behandeln.

Auch das Retabel dieser Kapelle stammt von Josep Sastre. Im Zentrum steht die Mare de Déu del Roser, die Rosenkranzmadonna. Nach dem monumentalen Hauptschiff verändert sich hier der Maßstab: Die räumliche Geschlossenheit und das eigene Bildprogramm laden zu einer genaueren, langsameren Betrachtung ein. Wer nur bis zum Hauptaltar geht und anschließend umkehrt, verpasst einen der eigenständigsten Teile der Kirche.

Die Kapellen des heiligen Josef und des heiligen Sebastian

In der dem heiligen Josef geweihten Kapelle befindet sich eine Heiligenfigur aus dem 19. Jahrhundert. Hinzu kommt eine Darstellung der entschlafenen Gottesmutter, die Mare de Déu Morta. Historisch besonders bemerkenswert ist die Figur des heiligen Sebastian in der nach ihm benannten Kapelle. Das Werk von Gaspar Homs stammt aus dem Jahr 1564 und ist damit älter als der gegenwärtige Kirchenbau. Ihr Alter zeigt, dass der Kunstbestand der Kirche Werke aus der Zeit vor dem heutigen Bau umfasst.

Der Besuch

Der Rundgang beginnt am besten schon vor dem Portal. Von dort lassen sich die vierteilige Fassadengliederung, das Marienrelief, die große Lichtöffnung, die Sonnenuhr und der seitliche Glockenturm getrennt erfassen. Erst danach erschließt sich innen der starke Maßstabswechsel. Wer unmittelbar zum Hauptaltar läuft, nimmt zwar die Monumentalität wahr, übersieht aber den Aufbau des Raums.

Ein sinnvoller Rundgang

Im Inneren bietet sich zunächst die Mittelachse an. Von hier sind das Tonnengewölbe, die regelmäßige Folge der Seitenkapellen und das Retabel im Presbyterium gemeinsam zu sehen. Danach kann der Rundgang an den Kapellen entlangführen. Die Rosenkranzkapelle verdient einen eigenen Halt, weil sie räumlich und künstlerisch fast wie ein selbstständiges Gotteshaus angelegt ist.

Zum Abschluss lohnt sich ein zweiter Blick auf den Hauptaltar. Nach der Betrachtung der einzelnen Kapellen treten dort die Beziehungen zwischen der Marienfigur, den beiden Ortspatronen und dem Wappen von Porreres deutlicher hervor. Draußen bietet sich noch einmal der Blick nach oben zur Sonnenuhr und zum gegliederten Turm an.

Zeitbedarf und Besuchstempo

Für einen flüchtigen Eindruck genügt ein kurzer Halt, doch das wird der Kirche kaum gerecht. Wer Fassade, Hauptschiff, Rosenkranzkapelle, Hauptaltar und ausgewählte Seitenkapellen aufmerksam betrachten möchte, sollte den Besuch als eigenen Programmpunkt einplanen und nicht nur zwischen zwei anderen Zielen einschieben. Der tatsächliche Zeitbedarf hängt stark davon ab, wie intensiv Kunstwerke und Altäre betrachtet werden.

Nostra Senyora de la Consolació ist eine aktive Pfarrkirche. Während eines Gottesdienstes oder einer kirchlichen Feier hat die Liturgie Vorrang; ein kunsthistorischer Rundgang ist dann nicht angebracht. Auch außerhalb solcher Anlässe passen leise Gespräche, zurückhaltendes Fotografieren und respektvolle Distanz zum Altarraum besser zum Charakter des Orts als ein schneller Besichtigungsbetrieb.

Zugang und aktuelle Besuchszeiten

Verlässliche allgemeine Öffnungszeiten und ein dauerhaft gültiger Eintrittspreis sind nicht erfasst. Da sich der Zugang zu einer aktiven Pfarrkirche nach Gottesdiensten, Feiertagen und örtlichen Anlässen richten kann, empfiehlt sich eine aktuelle Prüfung unmittelbar vor dem Besuch. Eine geöffnete Außentür sollte außerdem nicht mit einer touristisch garantierten Besichtigungszeit gleichgesetzt werden.

Wer vor verschlossener Kirche steht, kann zumindest Fassade, Portalrelief, Sonnenuhr und Turm betrachten und den Besuch mit einem Spaziergang durch den Ortskern verbinden. Für die bedeutende Innenausstattung – besonders das Retabel und die Rosenkranzkapelle – lohnt sich jedoch ein neuer Versuch zu einer bestätigten Zugangszeit.

Anfahrt

Nostra Senyora de la Consolació liegt im Zentrum von Porreres, nahe dem Hauptplatz und dem Rathaus. Die angegebenen Straßenkilometer und Fahrzeiten beziehen sich deshalb auf die Fahrt bis Porreres. Das letzte Stück führt durch den gewachsenen Ortskern, in dem sich die hohe Kirche gut als Orientierungspunkt eignet.

Vom Flughafen Palma

Vom Flughafen Palma beträgt die Straßenstrecke bis Porreres 36 Kilometer. Die Fahrt dauert rund 32 Minuten und führt über die Ma-5020. Nach Erreichen des Orts beginnt die innerörtliche Anfahrt zur Kirche. Da sie nahe dem Zentrum steht, ist es sinnvoll, den letzten Abschnitt nicht allein nach der Kirchturmspitze, sondern nach der örtlichen Verkehrsführung zurückzulegen.

Von Palma

Vom Zentrum Palmas sind es auf der Straße 40 Kilometer bis Porreres. Die Fahrt dauert rund 41 Minuten und verläuft über die Ma-15 und anschließend über die Ma-5030. Auch diese Angaben enden in Porreres. Für den letzten Abschnitt zur Pfarrkirche kommen die Straßen des Ortszentrums hinzu.

Öffentliche Busse und der letzte Weg

Porreres wird auch durch öffentliche Busse bedient; mehrere Haltestellen liegen im Ortsgebiet. Da die Fahrplandaten und die jeweils günstigste Verbindung vom Ausgangsort abhängen, sollten Route und Abfahrtszeit aktuell geprüft werden. Von der passenden Haltestelle führt der restliche Weg durch Porreres zur zentral gelegenen Kirche.

Buslinien nach Nostra Senyora de la Consolació im Überblick

LinieStreckeFahrten/TagErste FahrtLetzte Fahrt
403Campos - Algaida - Palma9606:2322:12
417Porreres - Manacor - Son Carrió4807:1021:55
514Cala d'Or - Felanitx - Porreres4807:1520:07

Aus den offiziellen GTFS-Fahrplandaten (TIB/SFM), ohne Echtzeit. Die Zahlen fassen alle Halte im Ort zusammen; Fahrten an Wochenenden und Feiertagen weichen ab — vor der Fahrt beim Betreiber prüfen.

Anfahrt mit dem Bus

  • N'Hereveta 1 (43008) · 0,4 km Luftlinie

    • 403Campos - Algaida - Palma · Täglich
  • N'Hereveta 2 (43009) · 0,4 km Luftlinie

    • 403Campos - Algaida - Palma · Täglich
  • Ronda d'Alcassor 1 (43013) · 0,6 km Luftlinie

    • 417Porreres - Manacor - Son Carrió · Täglich
    • 514Cala d'Or - Felanitx - Porreres · Täglich
  • Ronda d'Alcassor 2 (43004) · 0,6 km Luftlinie

    • 417Porreres - Manacor - Son Carrió · Täglich
    • 514Cala d'Or - Felanitx - Porreres · Täglich
  • Ronda de l'Estació 2 (43007) · 0,8 km Luftlinie

    • 403Campos - Algaida - Palma · Täglich
    • 417Porreres - Manacor - Son Carrió · Täglich
    • 514Cala d'Or - Felanitx - Porreres · Täglich
  • Ronda de l'Estació 1 (43006) · 0,8 km Luftlinie

    • 403Campos - Algaida - Palma · Täglich
    • 417Porreres - Manacor - Son Carrió · Täglich
    • 514Cala d'Or - Felanitx - Porreres · Täglich

Fahrplandaten: offizielle GTFS-Daten (TIB/EMT), ohne Echtzeit — Zeiten vor Fahrtantritt beim Betreiber prüfen.

In der Umgebung

Nach dem Verlassen der Kirche bleibt der Glockenturm noch eine Weile zwischen den Häusern sichtbar. Porreres gehört zur Ebene Es Pla und zeigt ein anderes Mallorca als die Küstenorte: Sandsteinfarbene Fassaden, traditionelle Stadthäuser und ein kompakter historischer Kern prägen den Rundgang. Nostra Senyora de la Consolació bildet dabei den naheliegenden Ausgangspunkt, weil sie nahe dem Hauptplatz und dem Rathaus steht.

Porreres und seine Landwirtschaft

Die Geschichte des Orts ist eng mit Getreide, Mandeln und Wein verbunden. Später erlangte Porreres besondere Bekanntheit durch seine Aprikosen und deren Trocknung. Alte Windmühlen erinnern an die Verarbeitung des Getreides, während die Pfarrkirche das geistliche Zentrum von Porreres bildete.

Ein anschließender Aufenthalt in den Straßen und auf den Plätzen hilft, das Bauwerk in seinem Umfeld zu lesen. Die Kirche erscheint dann nicht als isoliertes Monument, sondern als Mittelpunkt eines Orts, dessen Alltag bis heute stärker von Inselbewohnern als vom klassischen Küstentourismus geprägt wird.

Weitere Ziele im Ort

Wer den Spaziergang fortsetzen möchte, kann die Kirche Sant Felip Neri, die kleine Kirche de l’Hospitalet, das städtische Museum oder den Parc de n’Hereveta einbeziehen. Sie sollten nicht als Konkurrenz zur Pfarrkirche verstanden werden: Jedes Ziel zeigt einen anderen Ausschnitt der örtlichen Geschichte, während Nostra Senyora de la Consolació durch Größe und Kunstbestand den klaren Schwerpunkt bildet.

Je nach Wochentag und Anlass kann sich die Stimmung im Zentrum deutlich verändern. Ortsfeste und die Aprikosenmesse gehören zum Kulturleben von Porreres. Dabei wird besonders sichtbar, dass Plätze, Kirchen und Straßen weiterhin Teil des örtlichen Gemeinschaftslebens sind.

Santuari de Monti-Sion

Südlich des Orts liegt das Santuari de Monti-Sion, ein eigenständiges Ausflugsziel außerhalb des Zentrums. Es lässt sich inhaltlich gut mit der Pfarrkirche verbinden, weil beide zur religiösen Geschichte von Porreres gehören. Das Denkmal für Bischof Pere Joan Campins an Nostra Senyora de la Consolació verweist auf seine Rolle bei der Erneuerung des Heiligtums.

Wichtig ist die klare Unterscheidung: Monti-Sion ist das erhöhte Heiligtum außerhalb des Orts, Nostra Senyora de la Consolació die große Pfarrkirche im Zentrum. Wer beides besucht, erlebt zwei sehr verschiedene Formen mallorquinischer Sakralarchitektur – hier den monumentalen Gemeinderaum, dort den außerhalb gelegenen Wallfahrtsort.

Der Ort dazu

Porreres im Ortsporträt

Wissenswertes für den Besuch

Die Bezeichnung „Kathedrale des ländlichen Mallorca“ weckt große Erwartungen, sollte aber richtig verstanden werden. Zu sehen ist weder eine Bischofskirche noch ein Kloster mit Kreuzgang und Mönchszellen. Nostra Senyora de la Consolació ist die Pfarrkirche von Porreres. Ihre Besonderheit liegt in den für einen Landort außergewöhnlichen Dimensionen, der reichen Altarausstattung und der bis ins Mittelalter zurückreichenden Pfarrgeschichte.

Rücksicht im Kirchenraum

Als aktive katholische Kirche kann das Gebäude für Gottesdienste, Gebete und örtliche Feiern genutzt werden. Besucher sollten deshalb auf liturgische Handlungen achten, Gespräche leise führen und den Altarraum nicht ohne erkennbare Freigabe betreten. Bei einem laufenden Gottesdienst ist es angemessener, still im hinteren Teil zu bleiben oder die eigentliche Besichtigung auf einen anderen Zeitpunkt zu verschieben.

Was sich nicht planen lässt

Da keine verlässlichen allgemeinen Besuchszeiten erfasst sind, bleibt eine aktuelle Prüfung wichtig. Kirchliche Feiern können den Zugang zum Innenraum kurzfristig beeinflussen. Wer einen längeren Anfahrtsweg allein wegen der Innenausstattung unternimmt, sollte sich nicht darauf verlassen, spontan Einlass zu finden.

Für die Außenansicht ist kein besonderer Rundweg erforderlich. Die Kirche liegt im bebauten Ortskern; Aussichtsterrassen oder Panoramablicke über die Insel gehören nicht zu diesem Ziel. Gerade diese Einbindung in Porreres ist jedoch aufschlussreich: Erst zwischen Rathaus, Platz und Wohnstraßen wird verständlich, weshalb die Pfarrkirche über Jahrhunderte den Mittelpunkt des Orts bildete.

Insider-Tipps von Einheimischen

  • Die Sonnenuhr suchen

    Rechts an der Fassade sitzt eine auf 1798 datierte Sonnenuhr. Neben Portal und Glockenturm wird sie leicht übersehen, erzählt aber besonders anschaulich von der langen Nutzung des Bauwerks.

  • Kirche in der Kirche

    Nicht am Hauptaltar umkehren: Die Rosenkranzkapelle besitzt eigene Seitenkapellen, ein Presbyterium und einen bemalten rechteckigen Lichtaufbau. Sie wirkt fast wie ein zweites, kleineres Gotteshaus.

  • Das ältere Kunstwerk

    Die Figur des heiligen Sebastian von Gaspar Homs stammt aus dem Jahr 1564 und ist älter als die heutige Kirche. Sie gehört heute zum Kunstbestand von Nostra Senyora de la Consolació.

  • Altar aus zwei Distanzen

    Das Hauptretabel zuerst aus der Mittelachse des Schiffs und danach aus größerer Nähe betrachten. Aus der Ferne wirkt es als Einheit; vorn werden die sechs Säulen, Ortspatrone und Figurenebenen lesbar.

  • Mit Porreres verbinden

    Die Kirche liegt nahe Hauptplatz und Rathaus. Ein anschließender Rundgang durch den historischen Kern setzt ihre ungewöhnliche Größe in Beziehung zu den niedrigen Häusern des landwirtschaftlich geprägten Orts.

33°C Porreres
Was ist Nostra Senyora de la Consolació in Porreres?
Nostra Senyora de la Consolació ist die römisch-katholische Pfarrkirche von Porreres in der Inselmitte Mallorcas. Der heutige Bau entstand vor allem im 17. und 18. Jahrhundert und ist wegen seiner Dimensionen und seiner reichen Ausstattung als „Kathedrale des ländlichen Mallorca“ bekannt. Dieser Beiname bezeichnet keinen kirchenrechtlichen Rang. Es handelt sich weder um eine Kathedrale noch um ein Kloster, sondern um die weiterhin genutzte Hauptkirche der Pfarrei Porreres.
Warum lohnt sich die Besichtigung der Kirche?
Der Besuch lohnt sich wegen des starken Gegensatzes zwischen der strengen, klar gegliederten Sandsteinfassade und dem großen, reich ausgestatteten Innenraum. Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten gehören das Retabel von Josep Sastre, die polychrome Figur der Nostra Senyora de la Consolació, die lange Folge von Seitenkapellen und die fast eigenständige Rosenkranzkapelle. Hinzu kommen ältere Kunstwerke wie die auf 1564 datierte Figur des heiligen Sebastian.
Welche Öffnungszeiten und Eintrittspreise gelten?
Verlässliche allgemeine Öffnungszeiten und ein dauerhaft gültiger Eintrittspreis sind nicht erfasst. Da Nostra Senyora de la Consolació eine aktive Pfarrkirche ist, kann der Zugang von Gottesdiensten, Feiertagen und örtlichen Veranstaltungen abhängen. Vor einer gezielten Anfahrt sollte deshalb aktuell geprüft werden, wann der Innenraum besichtigt werden kann und ob besondere Zugangsbedingungen gelten. Angaben von älteren Reiseseiten sind hierfür keine sichere Planungsgrundlage.
Wie komme ich vom Flughafen Palma nach Nostra Senyora de la Consolació?
Vom Flughafen Palma führt die Anfahrt zunächst über die Ma-5020 nach Porreres. Die Straßenstrecke bis Porreres beträgt 36 Kilometer, und die Fahrt dauert rund 32 Minuten. Diese Werte gelten ausdrücklich bis zum Ort. Nostra Senyora de la Consolació liegt nahe dem Hauptplatz und dem Rathaus im Zentrum. Für das letzte Stück folgt man daher der örtlichen Verkehrsführung durch Porreres. Als Bushaltestellen liegen N'Hereveta 1 (43008), N'Hereveta 2 (43009), Ronda d'Alcassor 1 (43013) und Ronda d'Alcassor 2 (43004) im Umkreis.
Wie erfolgt die Anfahrt aus dem Zentrum von Palma?
Vom Zentrum Palmas beträgt die Straßenstrecke bis Porreres 40 Kilometer. Die Fahrt dauert rund 41 Minuten und führt über die Ma-15 sowie anschließend über die Ma-5030. Die Entfernung und Fahrzeit beziehen sich auf Porreres; die innerörtliche Strecke zur Kirche kommt noch hinzu. Da das Gotteshaus zentral beim historischen Ortskern liegt, führt der letzte Abschnitt durch die Straßen von Porreres. Als Bushaltestellen befinden sich N'Hereveta 1 (43008), N'Hereveta 2 (43009), Ronda d'Alcassor 1 (43013) und Ronda d'Alcassor 2 (43004) im Umkreis.
Wie viel Zeit sollte man für die Besichtigung einplanen?
Der Zeitbedarf richtet sich stark nach dem Interesse an Architektur und Sakralkunst. Für einen kurzen Blick auf Fassade und Hauptschiff genügt ein kompakter Halt. Wer das Portalrelief, die Sonnenuhr, die sieben Seitenkapellen je Schiffsseite, den Hauptaltar und die Rosenkranzkapelle aufmerksam betrachtet, sollte die Kirche als eigenständigen Programmpunkt behandeln. Zusätzliche Zeit ist sinnvoll, wenn der Besuch mit einem Spaziergang durch den historischen Ortskern von Porreres verbunden wird.
Wann ist die beste Zeit für einen ruhigen Besuch?
Eine zuverlässig ruhige Tageszeit lässt sich ohne aktuelle Gottesdienst- und Veranstaltungstermine nicht angeben. Als aktive Pfarrkirche folgt Nostra Senyora de la Consolació nicht ausschließlich einem touristischen Besichtigungsbetrieb. Vor dem Besuch empfiehlt sich deshalb die Prüfung des aktuellen Pfarrprogramms. Während einer Messe oder kirchlichen Feier hat die Liturgie Vorrang; für die genaue Betrachtung der Kapellen und Altäre ist ein bestätigter Zeitraum außerhalb solcher Anlässe geeigneter.
Welche Kunstwerke sollte man keinesfalls übersehen?
Im Mittelpunkt steht das 1762 von Josep Sastre geschaffene Hauptretabel. Sechs korinthische Säulen gliedern den unteren Bereich; zu sehen sind die Gottesmutter des Trostes, die beiden Ortspatrone Johannes der Täufer und Johannes der Evangelist sowie weitere Heilige und das Wappen von Porreres. Ebenfalls wichtig sind Sastres Altar in der Rosenkranzkapelle, die Darstellung der Mare de Déu Morta und die 1564 geschaffene Figur des heiligen Sebastian von Gaspar Homs.
Ist die Kirche mit dem Santuari de la Consolació bei Santanyí identisch?
Nein. Nostra Senyora de la Consolació in Porreres ist eine große Pfarrkirche im Zentrum des Orts. Das Santuari de la Consolació bei Santanyí ist ein anderes Bauwerk an einem anderen Ort und darf trotz des ähnlichen Namens nicht damit verwechselt werden. Aussichtshügel, Einsiedelei, Klosterhof und Panoramablick gehören nicht zur Kirche von Porreres. Hier stehen das monumentale Kirchenschiff, die Seitenkapellen und die historische Altarausstattung im Mittelpunkt.
Was lässt sich mit dem Kirchenbesuch in Porreres verbinden?
Naheliegend ist ein Rundgang durch den historischen Ortskern mit Hauptplatz, Rathaus und den traditionellen Sandsteinhäusern. Als weitere Ziele im Ort kommen Sant Felip Neri, die Kirche de l’Hospitalet, das städtische Museum und der Parc de n’Hereveta infrage. Außerhalb des Zentrums lässt sich das Santuari de Monti-Sion anschließen. Es ist ein eigenständiger Wallfahrtsort und bietet einen bewussten Kontrast zur großen Pfarrkirche im Zentrum von Porreres.