Sant Felip Neri in Porreres: Kirche, Oratorium und Ortsgeschichte
Sant Felip Neri gehört zu jenen Bauwerken, an denen sich die Geschichte von Porreres nicht allein an Jahreszahlen ablesen lässt. Das Oratorium mit seiner Kirche entstand als religiöser Mittelpunkt einer örtlichen Kongregation, wurde über mehr als ein Jahrhundert für Gottesdienste genutzt und ist zugleich ein markanter Teil des historischen Ortsbildes. Wer Mallorcas Inselmitte abseits der großen Besuchermagnete kennenlernen möchte, findet hier ein aufschlussreiches Stück lokaler Kulturgeschichte.
Der Bau liegt im Zentrum von Porreres und wird je nach Quelle als Kirche, Oratorium oder Kloster bezeichnet. Gemeint ist stets die Anlage der Kongregation von Sant Felip Neri in Porreres – nicht die gleichnamige Kirche in Palma und auch nicht der bekannte Platz in Barcelona. Gerade diese eindeutige Zuordnung ist wichtig, denn die Geschichte des Hauses ist eng mit einem örtlichen Priester, der Gemeinde und dem religiösen Alltag des Dorfes verbunden.
Ein Besuch lohnt sich besonders für Menschen, die sich für Kirchenarchitektur des späten neunzehnten und frühen zwanzigsten Jahrhunderts, weniger bekannte Sakralbauten und die Entwicklung mallorquinischer Landorte interessieren. Seine Wirkung entsteht aus dem Zusammenspiel von Fassade, Turm, einschiffigem Kirchenraum und der Erinnerung an die Gottesdienste, die hier über Generationen gefeiert wurden.
Seit der für den 29. März 2026 angekündigten endgültigen Schließung des Oratoriums ist ein spontaner Innenbesuch allerdings nicht mehr selbstverständlich. Sant Felip Neri sollte deshalb vor allem als kulturhistorisches Ziel innerhalb eines Rundgangs durch Porreres geplant werden. Wer den Innenraum sehen möchte, sollte vor der Fahrt prüfen, ob aktuell ein besonderer Zugang, eine kirchliche Veranstaltung oder eine andere Besuchsmöglichkeit angeboten wird.
Geschichte und Bedeutung
Das Vermächtnis von Joan Barceló Mora
Am Anfang stand eine Schenkung: Der aus dem Ort stammende Priester Joan Barceló Mora vermachte der Kongregation von Porreres das Grundstück, auf dem Kirche und Oratorium errichtet werden konnten. Damit war Sant Felip Neri nicht das Ergebnis eines staatlichen Repräsentationsprojekts, sondern ging aus einer lokalen religiösen Initiative hervor.
Diese Entstehung erklärt, weshalb Sant Felip Neri in Porreres bis heute mehr ist als eine zusätzliche Kirche neben der großen Pfarrkirche. Das Oratorium war über lange Zeit ein eigener Bezugspunkt für Gläubige. Seine Bedeutung lag nicht allein in der Architektur, sondern ebenso in der regelmäßigen Nutzung: Gottesdienste, persönliche Bindungen und das Wirken der Geistlichen machten das Haus zu einem Teil des sozialen Gedächtnisses des Ortes.
Die Bauzeit von 1885 bis 1911
Das Bauprojekt begann offiziell im Jahr 1885. Mit Pere de Alcántara Peña und Joan Sureda waren zwei namentlich bekannte Gestalter beteiligt, denen insbesondere die Ausarbeitung der Kirchenfassade zugeschrieben wird. Die gesamte Entstehungszeit reichte bis 1911. Sant Felip Neri ist daher kein mittelalterliches Kloster und auch kein barocker Bau, obwohl gleichnamige Kirchen andernorts häufig aus älteren Epochen stammen.
Errichtet wurde nicht nur ein Andachtsraum, sondern eine Anlage für eine religiöse Gemeinschaft. Zugleich erhielt Porreres einen weiteren deutlich sichtbaren Sakralbau, der zusammen mit der Pfarrkirche und den kleineren Gotteshäusern die kirchlich geprägte Silhouette und Geschichte des Ortes mitbestimmt.
Rückgang der Kongregation
In den 1960er-Jahren begann eine Entwicklung, die viele religiöse Gemeinschaften auf Mallorca und darüber hinaus betraf. Die Zahl der Mitglieder ging stark zurück; die verbliebenen Angehörigen wurden älter, während Nachwuchs für die Fortführung der Gemeinschaft ausblieb. Damit veränderte sich allmählich auch die Rolle des Oratoriums: Ein Haus, das für das gemeinsame Leben einer Kongregation geschaffen worden war, musste mit immer weniger Mitgliedern weitergeführt werden.
Trotz dieses Rückgangs blieb die Kirche über Jahrzehnte ein Gottesdienstort. Gerade diese Kontinuität erklärt die emotionale Reaktion auf ihre Schließung: Für regelmäßige Besucher endete nicht bloß die Nutzung eines historischen Gebäudes, sondern eine vertraute religiöse Praxis. In lokalen Berichten wird Sant Felip Neri deshalb ausdrücklich sowohl als architektonisch wertvoller Ort als auch als bedeutender sozialer Raum von Porreres beschrieben.
Die angekündigte Schließung 2026
Für den Palmsonntag am 29. März 2026 wurde die letzte Messe und anschließend die endgültige Schließung des Oratoriums angekündigt. Den Gottesdienst sollte der Priester Francesc Novella halten, der dem Haus über einen langen Abschnitt seines Wirkens verbunden war. Mit diesem Tag endete nach der Ankündigung eine mehr als hundertjährige Geschichte regelmäßiger Messfeiern in Sant Felip Neri.
Die Nachricht löste in Porreres Forderungen aus, das Gebäude als kulturelles Erbe zu schützen. Darin zeigt sich die doppelte Bedeutung der Anlage besonders deutlich: Sie ist ein ehemaliger oder nicht mehr regulär genutzter religiöser Ort, zugleich aber ein Bauwerk, dessen Wert für die Gemeinde über die Liturgie hinausreicht. Für Besucher ist diese jüngste Entwicklung entscheidend, denn Sant Felip Neri erzählt nicht nur von der Gründung einer Kongregation, sondern ebenso vom schwierigen Übergang historischer Sakralbauten in eine Zukunft mit veränderter Nutzung.
Was es zu sehen gibt
Die Fassade
Der erste Blick gilt der von Pere de Alcántara Peña und Joan Sureda entworfenen Fassade. Sie bildet das öffentliche Gesicht der Anlage und macht deutlich, dass Sant Felip Neri als eigenständige Kirche innerhalb des Ortes geplant wurde. Anders als bei einem abgelegenen Landheiligtum erschließt sich das Gebäude aus dem gewachsenen Straßenraum von Porreres. Das Verhältnis zwischen Kirchenfront und umgebender Bebauung gehört deshalb wesentlich zum Eindruck des Oratoriums.
Für die Betrachtung lohnt es sich, nicht unmittelbar vor dem Eingang stehen zu bleiben. Mit etwas Abstand lassen sich Aufbau, Höhenentwicklung und die Verbindung der Front mit dem übrigen Gebäudekomplex besser erfassen. Die Fassade ist zugleich der Teil, der auch dann zugänglich bleibt, wenn das Kirchenportal geschlossen ist. Seit dem Ende des regulären Gottesdienstbetriebs bildet diese Außenansicht den verlässlichsten Schwerpunkt eines Besuchs.
Der Turm
Über den Dächern und an der Kirchenfront setzt der Turm einen deutlichen vertikalen Akzent. In einem Ort, dessen Erscheinungsbild von mehreren Sakralbauten geprägt wird, ist es allerdings sinnvoll, die Navigation nicht allein an einem Kirchturm auszurichten. Sant Felip Neri ist in seiner Funktion anders gelagert als die große Pfarrkirche des Ortes.
Der Turm sollte zusammen mit der Fassade betrachtet werden, nicht als isoliertes Aussichtsbauwerk. Eine öffentlich zugängliche Turmbesteigung ist nicht Teil der dokumentierten Besuchspraxis. Wer hierherkommt, sollte daher keinen Aussichtspunkt erwarten, sondern ein architektonisches Zeichen der Kirche im Ortsbild. Besonders anschaulich wird dies bei einem kurzen Rundgang durch die angrenzenden Straßen, aus denen sich die Stellung des Baukörpers immer wieder neu ablesen lässt.
Das einschiffige Langhaus
Im Inneren besitzt die Kirche ein einziges Hauptschiff. Diese klare Grundform lenkt den Blick entlang der Längsachse und gibt dem Raum eine geschlossene, auf den liturgischen Bereich ausgerichtete Ordnung. Anders als in großen Basiliken gibt es keine Folge mehrerer paralleler Schiffe. Der Kirchenraum bleibt dadurch leicht verständlich und bewahrt den Charakter eines Oratoriums, das auf die versammelte Gemeinschaft und den Gottesdienst ausgerichtet war.
Die räumliche Wirkung erschließt sich am besten vom hinteren Teil des Schiffs aus, sofern ein Zugang möglich ist. Von dort lassen sich Hauptachse, Gewölbe und die seitlich angeordneten Kapellen gemeinsam überblicken. Der Wert des Innenraums liegt weniger in einer Vielzahl voneinander unabhängiger Attraktionen als in dieser klaren Gesamtkomposition. Das macht Sant Felip Neri auch für Besucher interessant, die den Aufbau einer Kirche lesen möchten, ohne sich durch einen weit verzweigten Gebäudekomplex bewegen zu müssen.
Die vier Seitenkapellen
Dem Hauptschiff sind vier Seitenkapellen zugeordnet. Sie gliedern die Längswände und schaffen kleinere Andachtsbereiche innerhalb des gemeinsamen Kirchenraums. Über ihnen beziehungsweise in ihrer baulichen Ausformung treten feine Kreuzgewölbe hervor. Dieses Detail ist besonders aufschlussreich, weil es die schlichte einschiffige Anlage architektonisch differenziert, ohne ihre klare Grundordnung aufzulösen.
Bei einer möglichen Innenbesichtigung lohnt es sich deshalb, den Blick nicht nur geradeaus zu richten. Die Übergänge zwischen Langhaus und Kapellen zeigen, wie der Raum rhythmisiert wird. Konkrete historische Zuschreibungen einzelner Ausstattungsstücke sollten jedoch nur anhand einer aktuellen Führung oder einer verlässlichen Dokumentation vorgenommen werden.
Kirche und Oratorium als Einheit
Die unterschiedlichen Bezeichnungen können zunächst verwirren. Die Kirche ist der eigentliche Sakralraum; mit Oratorium wird in Porreres zugleich die religiöse Institution beziehungsweise die zugehörige Anlage bezeichnet. Umgangssprachlich findet sich außerdem die Bezeichnung Kloster. Für den Besuch ist entscheidend, das Ensemble als ehemaligen Lebens- und Wirkungsort einer Kongregation zu verstehen und nicht nur als alleinstehende Dorfkirche.
Gerade dieser Zusammenhang unterscheidet Sant Felip Neri von einer kleinen Kapelle. Das Gebäude war auf Dauerhaftigkeit, gemeinschaftliche Nutzung und regelmäßige Gottesdienste angelegt. Auch wenn heute vor allem Fassade und Kirchenraum im Mittelpunkt stehen, erzählt die Anlage von einer religiösen Gemeinschaft, deren Alltag sich über lange Zeit hinter und neben dem eigentlichen Gottesdienstraum abspielte.
Der Besuch
Vorher den Zugang klären
Seit der für den 29. März 2026 angekündigten Schließung lässt sich ein Besuch nicht mehr wie der einer regulär geöffneten Kirche planen. Verbindliche allgemeine Öffnungszeiten sind nicht erfasst, ebenso wenig ein regulärer Eintrittspreis. Wer ausschließlich wegen des Innenraums nach Porreres fährt, sollte daher vorab prüfen, ob das Gebäude zu einem besonderen Anlass, im Rahmen einer kirchlichen Nutzung oder durch eine andere angekündigte Möglichkeit zugänglich ist.
Diese Vorbereitung verhindert zugleich eine falsche Erwartung. Sant Felip Neri ist keine täglich betriebene Ausstellung mit Kasse, Rundgang und Besucherzentrum. Auch die ältere Information, hier finde regelmäßig eine Messe statt, ist seit der angekündigten Schließung nicht mehr als aktuelle Besuchsgrundlage geeignet. Der Außenbau kann dagegen sinnvoll in einen Spaziergang durch das Zentrum von Porreres aufgenommen werden.
Der Rundgang am Außenbau
Ein guter Besuch beginnt mit Abstand zur Fassade. Zunächst lässt sich der gesamte Aufbau erfassen, anschließend können Portalzone, Fassadengliederung und der Übergang zum Turm genauer betrachtet werden. Danach empfiehlt sich ein kurzer Wechsel der Perspektive entlang der angrenzenden Straßen. So wird sichtbar, dass Sant Felip Neri nicht als freistehendes Monument auf einem großen Vorplatz wirkt, sondern Teil des historischen Ortsgefüges ist.
Für die reine Außenbetrachtung ist kein langer Aufenthalt nötig. Wer sich jedoch für die Geschichte des Oratoriums interessiert und den Bau mit den anderen Kirchen von Porreres vergleicht, kann Sant Felip Neri als eine Station eines ausführlicheren Ortsrundgangs behandeln. Die passende Besuchsdauer hängt daher stärker vom Zugang und vom Interesse an Architektur ab als von der Größe des Gebäudes.
Wenn der Innenraum zugänglich ist
Bei geöffnetem Portal erschließt sich die Kirche vergleichsweise klar: zuerst das einschiffige Langhaus als Ganzes, dann die vier Seitenkapellen und ihre Kreuzgewölbe. Statt rasch von Objekt zu Objekt zu gehen, lohnt sich der Blick auf die räumliche Ordnung. Hauptachse und Kapellen erzählen unmittelbar, wie gemeinsamer Gottesdienst und kleinere Andachtsbereiche miteinander verbunden wurden.
Da Sant Felip Neri über mehr als ein Jahrhundert als Gottesdienstort diente, sollte ein möglicher Zugang weiterhin als Besuch eines Sakralraums verstanden werden. Eine Sonderöffnung bedeutet nicht automatisch Museumsbetrieb. Falls eine religiöse Veranstaltung stattfindet, hat sie Vorrang vor der architektonischen Besichtigung.
Andrang und beste Besuchszeit
Für die Zeit nach der Schließung gibt es keinen verlässlichen regelmäßigen Besuchsrhythmus. Die wichtigste Frage ist deshalb nicht, zu welcher Tageszeit der geringste Andrang herrscht, sondern wann ein bestätigter Zugang möglich ist. Bei einer reinen Außenbesichtigung lässt sich Sant Felip Neri flexibel in den Aufenthalt in Porreres einbauen.
Besondere kirchliche oder örtliche Termine können die Situation verändern. Sant Felip Neri ist eng mit dem Gemeindeleben verbunden; das Fest des Heiligen wird in Porreres am 26. Mai begangen. Wer gezielt an einem Festtag kommt, sollte eher mit lokaler Aktivität als mit einem stillen Architekturtermin rechnen. Für eine ruhige Betrachtung des Außenbaus ist ein gewöhnlicher Tag ohne angekündigte Veranstaltung die naheliegendere Wahl.
Anfahrt und Parken
Vom Flughafen Palma nach Porreres
Vom Flughafen Palma führt die Fahrt über die Ma-5020 nach Porreres. Bis zum Ort sind es 36 Straßenkilometer, die Fahrt dauert rund 32 Minuten. Diese Werte gelten ausdrücklich nur bis Porreres, nicht bis unmittelbar vor das Portal von Sant Felip Neri. Nach der Ortseinfahrt folgt das letzte Stück durch das lokale Straßennetz in Richtung Zentrum.
Weil das Oratorium innerhalb des Ortes liegt, unterscheidet sich die Anreise deutlich von der Fahrt zu einem abgelegenen Kloster oder Bergheiligtum. Es gibt keine lange Zufahrt über eine Piste und keinen Anstieg in die Landschaft. Stattdessen führt der letzte Abschnitt durch bebaute Straßen, in denen langsam gefahren und auf die örtliche Verkehrs- und Parkbeschilderung geachtet werden sollte.
Von Palma nach Porreres
Aus dem Zentrum von Palma beträgt die Strecke bis Porreres 40 Straßenkilometer. Die Fahrt dauert rund 41 Minuten und verläuft über die Ma-15 sowie anschließend über die Ma-5030. Auch hier endet die gemessene Route in Porreres. Für die Weiterfahrt zu Sant Felip Neri ist deshalb zusätzliche Zeit für die Orientierung im Ort und gegebenenfalls für den Fußweg vom Parkplatz einzuplanen.
Die beiden Anfahrten zeigen, dass Porreres sowohl vom Flughafen als auch aus Palma ohne Umweg über die Küstenorte erreichbar ist. Wer mehrere Ziele in der Inselmitte besucht, sollte Sant Felip Neri dennoch nicht als isolierten Fotostopp behandeln. Das Oratorium erschließt sich besser zusammen mit dem Ortszentrum und den weiteren historischen Kirchen von Porreres.
Parken im Ortszentrum
Für die Anreise mit dem Auto empfiehlt es sich, die Parkplatzsuche als Teil des Aufenthalts im Zentrum einzuplanen und ausschließlich ausgewiesene Stellflächen zu nutzen. Eine direkte Vorfahrt bis an den Eingang ist für die Besichtigung nicht erforderlich. Die letzten Minuten zu Fuß sind zugleich die beste Möglichkeit, die verschiedenen Kirchtürme und die traditionelle Bebauung von Porreres voneinander zu unterscheiden.
Mit dem Bus
Mehrere Bushaltestellen liegen im Bereich von Porreres; zu den relevanten Ankunftspunkten gehört die Ronda de l’Estació. Von dort wird der Besuch zu Fuß in Richtung Ortszentrum fortgesetzt. Da Fahrpläne und Linienführungen wechseln können, sollte die konkrete Verbindung für den Reisetag geprüft werden.
Sant Felip Neri eignet sich mit öffentlicher Anreise vor allem als Teil eines Aufenthalts im Ort. Wer nach der Busfahrt lediglich die Kirchenfassade betrachtet und sofort zurückfahren möchte, nutzt das Potenzial von Porreres kaum. Sinnvoller ist ein Rundgang, der auch die Pfarrkirche und weitere historische Punkte des Zentrums berührt.
Buslinien nach Sant Felip Neri im Überblick
| Linie | Strecke | Fahrten/Tag | Erste Fahrt | Letzte Fahrt |
|---|---|---|---|---|
| 403 | Campos - Algaida - Palma | 96 | 06:23 | 22:12 |
| 417 | Porreres - Manacor - Son Carrió | 48 | 07:10 | 21:55 |
| 514 | Cala d'Or - Felanitx - Porreres | 48 | 07:15 | 20:07 |
Aus den offiziellen GTFS-Fahrplandaten (TIB/SFM), ohne Echtzeit. Die Zahlen fassen alle Halte im Ort zusammen; Fahrten an Wochenenden und Feiertagen weichen ab — vor der Fahrt beim Betreiber prüfen.
Anfahrt mit dem Bus
Ronda de l'Estació 2 (43007) · 0,3 km Luftlinie
- 403Campos - Algaida - Palma · Täglich
- 417Porreres - Manacor - Son Carrió · Täglich
- 514Cala d'Or - Felanitx - Porreres · Täglich
Ronda de l'Estació 1 (43006) · 0,3 km Luftlinie
- 403Campos - Algaida - Palma · Täglich
- 417Porreres - Manacor - Son Carrió · Täglich
- 514Cala d'Or - Felanitx - Porreres · Täglich
Ronda d'Alcassor 1 (43013) · 0,6 km Luftlinie
- 417Porreres - Manacor - Son Carrió · Täglich
- 514Cala d'Or - Felanitx - Porreres · Täglich
N'Hereveta 2 (43009) · 0,6 km Luftlinie
- 403Campos - Algaida - Palma · Täglich
N'Hereveta 1 (43008) · 0,6 km Luftlinie
- 403Campos - Algaida - Palma · Täglich
Ronda d'Alcassor 2 (43004) · 0,6 km Luftlinie
- 417Porreres - Manacor - Son Carrió · Täglich
- 514Cala d'Or - Felanitx - Porreres · Täglich
Fahrplandaten: offizielle GTFS-Daten (TIB/EMT), ohne Echtzeit — Zeiten vor Fahrtantritt beim Betreiber prüfen.
In der Umgebung
Das Zentrum von Porreres
Sant Felip Neri steht mitten in einem Ort, dessen Geschichte und Erscheinungsbild stark von religiösen Gebäuden geprägt sind. Natursteinhäuser, kleinere Straßen und die verschiedenen Kirchtürme ergeben einen ganz anderen Rahmen als die dicht besuchten Altstadtachsen von Palma. Das Oratorium lässt sich deshalb am besten als Teil von Porreres verstehen, nicht als alleinstehendes Monument.
Im Alltag ist Porreres zugleich ein landwirtschaftlich geprägter Ort. Besonders der Anbau von Aprikosen und der Weinbau werden mit der Gemeinde verbunden. Wer nach dem Kirchenbesuch durch das Zentrum geht, begegnet daher keiner reinen historischen Kulisse, sondern einem bewohnten Inselort mit Geschäften, Cafés, religiösen Festen und regionalen Traditionen.
Die Pfarrkirche
Die große Pfarrkirche ist der naheliegende architektonische Vergleich zu Sant Felip Neri. Während das Oratorium aus der Initiative einer eigenen Kongregation hervorging, verkörpert die Pfarrkirche den zentralen kirchlichen Bezugspunkt des Ortes. Beide Bauten gemeinsam zeigen, weshalb selbst ein überschaubarer mallorquinischer Landort mehrere bedeutende Sakralräume besitzen kann.
Für einen Rundgang genügt es, die beiden Kirchen nicht nur nach Größe zu vergleichen. Interessanter sind ihre unterschiedlichen Aufgaben: hier die Pfarrkirche für die breite Gemeinde, dort das Oratorium einer religiösen Gemeinschaft. Dieser Kontrast macht die Geschichte von Sant Felip Neri verständlicher als eine isolierte Betrachtung seiner Fassade.
Hospitalet und Santa Creu
Mit der Kirche des Hospitalet und dem Oratorium de la Santa Creu besitzt Porreres weitere religiöse Stationen. Sie sollten nicht als Anhängsel von Sant Felip Neri verstanden werden, sondern als Teile eines dichten lokalen Netzes aus Kirchen und Andachtsorten. Ein Spaziergang zwischen diesen Punkten vermittelt, wie stark Religion früher den öffentlichen Raum und die Wege innerhalb des Ortes strukturierte.
Wer nur begrenzt Zeit hat, muss daraus keine vollständige Kirchenroute machen. Schon die bewusste Wahrnehmung mehrerer Gebäude hilft dabei, Sant Felip Neri richtig einzuordnen: als wichtigen, aber nicht einzigen Sakralbau von Porreres.
Das Santuari de Monti-sion
Außerhalb beziehungsweise oberhalb des unmittelbaren Ortskerns bietet sich das Santuari de Monti-sion als weitere Station an. Es unterscheidet sich in Lage und Charakter klar von Sant Felip Neri. Während das Oratorium Teil des bebauten Zentrums ist, bildet Monti-sion ein eigenes Ausflugsziel. Beide Orte sollten deshalb nicht zu einer einzigen Anlage vermischt werden.
Die Verbindung lohnt sich vor allem thematisch. Sant Felip Neri erzählt von einer Kongregation und dem religiösen Alltag innerhalb des Dorfes; Monti-sion erweitert den Blick auf die geistliche Tradition der Gemeinde außerhalb des Zentrums. Wer beides besucht, erhält ein breiteres Bild von Porreres, ohne für Sant Felip Neri eine lange Einzelbesichtigung einplanen zu müssen.
Insider-Tipps von Einheimischen
Erst Abstand zur Fassade
Die Front von Sant Felip Neri erschließt sich besser mit etwas Abstand. So lassen sich Fassadenaufbau, Turm und die Einfügung in die Häuserzeilen gemeinsam betrachten, bevor die Details am Portal in den Blick kommen.
Pfarrkirche zum Vergleich
Sant Felip Neri wird verständlicher, wenn anschließend auch die Pfarrkirche von Porreres betrachtet wird. Der Vergleich zeigt den Unterschied zwischen dem zentralen Gotteshaus des Ortes und dem Oratorium einer eigenen Kongregation.
Den 26. Mai beachten
Das Fest von Sant Felip Neri wird in Porreres am 26. Mai begangen. Dieser Termin kann einen besonderen Bezug zum Oratorium bieten, eignet sich aber weniger für Besucher, die ausschließlich eine stille Außenbetrachtung suchen.
Auf die Kapellen achten
Falls der Innenraum zugänglich ist, sollte der Blick nicht nur der Hauptachse folgen. Die vier Seitenkapellen und ihre feinen Kreuzgewölbe sind das wichtigste architektonische Detail neben dem einschiffigen Langhaus.
Nicht mit Palma verwechseln
Bei Karten- und Websuchen immer Porreres ergänzen. Auf Mallorca gibt es auch in Palma eine Kirche gleichen Namens; deren barocke Architektur, Adresse und Besuchsinformationen gehören nicht zu diesem Oratorium.