mallorca-gesellschaft-kultur

30.000 Euro für Alzamora: Mallorquiner gewinnt Poesiepreis

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

30.000 Euro gehen an den Schriftsteller Sebastià Alzamora aus Llucmajor auf Mallorca. Er erhält den Nationalen Poesiepreis 2026 für seinen katalanischsprachigen Band „Sala Augusta seguit de Llengua materna“. Das spanische Kulturministerium gab die Auszeichnung am 15. September in Madrid bekannt.

Archivo - El escritor mallorquín Sebastià Alzamora en una entrevista con Europa Press
Europa Press

Nach acht Jahren geht der Preis erstmals wieder an einen Mann. Im Vorjahr hatte Miriam Reyes die Auszeichnung erhalten.

Erinnerung an Palma und an die Mutter

Die Jury würdigt Alzamoras Fähigkeit, historische Anklage und die Feinheit des häuslichen Raums zu verbinden. Der Band verknüpfe kollektive Geschichte mit familiärer Intimität.

„Sala Augusta“ erzählt laut Jury in einem einzigen langen freien Gedicht vom Schrecken des Bürgerkriegs. Ausgangspunkt ist ein Kino im Zentrum von Palma, das damals ein Gefängnis war. „Llengua materna“ bildet dazu den Kontrast: Das Gedicht erinnert an die Mutter und an eine bescheidene Kindheit, geprägt von Frauen, die mit Arbeit für die Schuhindustrie den Haushalt trugen.

Autor aus Llucmajor

Alzamora wurde 1972 in Llucmajor geboren und studierte katalanische Philologie an der Universität der Balearen. Bekannt wurde er mit dem Gedichtband „Rafel“ von 1994, der den Premio Salvador Espriu erhielt.

Neben Lyrik veröffentlichte er mehrere Romane, darunter „La piel y la princesa“, „Crimen de sangre“, „Rabia“ und „El Federal“. Seine Werke wurden unter anderem ins Deutsche, Englische, Französische, Italienische und Spanische übersetzt.

Themen: Seenot & Rettung · Kultur · Politik · Palma · Llucmajor

Quelle: Europa Press / Mallorca.com