199,8 Millionen für Wasser, Natur und Kontrollen auf den Balearen
Für Wasserleitungen, Kläranlagen und Kontrollen gegen illegale Tourismusangebote stehen auf den Balearen 199,8 Millionen Euro bereit. Der Plan umfasst 65 neue Projekte auf Mallorca, Menorca, Eivissa und Formentera. Die Kommission für nachhaltigen Tourismus beschloss das Programm für 2026 und 2027 am Montag in Palma.
Das Geld stammt aus der Tourismussteuer ITS. Mit 105 Millionen Euro fließt mehr als die Hälfte der Mittel in Wasser- und Umweltprojekte. Für den Wasserkreislauf sind 39,8 Millionen Euro vorgesehen, darunter für die Verbindung der Entsalzungsanlage Palma-Marratxí, den Ausbau der Anlage in Andratx, den Abwasserableiter von Formentera und die Reparatur von Lecks in Verteilnetzen.
Mallorca erhält 113,8 Millionen Euro
Mallorca bekommt insgesamt 113,8 Millionen Euro aus dem Programm. Diese Summe verteilt sich auf verschiedene Vorhaben der Insel und ist nicht allein für Wasser und Umwelt bestimmt. Eivissa erhält 30,5 Millionen Euro, Menorca 23,4 Millionen Euro und Formentera 10,3 Millionen Euro.
Für Umweltmaßnahmen stehen 66 Millionen Euro bereit. Genannt werden das Projekt Posidonia 2030, Arbeiten im Nationalpark Cabrera und Agrarhilfen. Weitere 37,1 Millionen Euro gehen in historische und kulturelle Projekte, etwa in die Finca Almallutx, Sa Fàbrica Nova in Sóller und die Fundstätte Son Fadrinet in Campos.
28,5 Millionen Euro sind für verantwortungsvollen Tourismus und den Kampf gegen illegale Angebote vorgesehen. In stark besuchten Gebieten wie Palma, Calvià, Llucmajor und Sant Antoni sollen Polizei, Kontrollen und Videoüberwachung verstärkt werden. Auf Eivissa ist ein Maßnahmenplan gegen unerlaubte Dienstleistungen geplant. Kameras in Häfen und an Flughäfen sollen illegalen Transport aufspüren.
Neue Regeln für liegen gebliebene Projekte
Erstmals drohen Projektträgern Punktabzüge bei künftigen ITS-Ausschreibungen, wenn sie genehmigte Fristen nicht einhalten. Die Strafe kann bis zu 20 Punkte bei der Bewertung neuer Anträge betragen. Außerordentliche Verlängerungen sind zudem ausgeschlossen, wenn ein Projekt weniger als 75 Prozent umgesetzt hat.
Tourismusminister Jaume Bauzá rückte zugleich von einer möglichen Erhöhung der Tourismussteuer ab. Die Regierung konzentriere sich darauf, die Verwaltung der Mittel zu verbessern, sagte er. Seit Einführung der Steuer seien nach Angaben des Ministers mehr als eine Milliarde Euro bewegt worden.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com