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240-Meter-Bar beim Palma-Konzert: Wirte fordern gleiche Regeln

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Bei dem Konzert am Samstag in Palma sollen eine 240 Meter lange Bar und Food Trucks die Besucher versorgen. Die Restaurateure von Pimem kritisieren das Konzept: Öffentlicher Raum dürfe durch temporäre Gastro-Angebote, die von der Verwaltung gefördert oder ermöglicht werden, nicht zur Handelsfläche werden.

Archivo - Concierto de este sábado por la celebración de la fiesta por la Mare de Déu de la Salut.
Europa Press

Nach Angaben des Verbands geht die Kombination aus langer Bar und Food Trucks weit über einen bloßen Zusatzservice hinaus. Sie werde zu einem wirtschaftlich großen Angebot und schaffe einen Wettbewerbsnachteil für Bars, Cafés, Restaurants und Konzertsäle, die das ganze Jahr über Mieten, Steuern, Lizenzen und weitere Auflagen zahlen.

Kritik an Konsum im Veranstaltungsbereich

Pimem-Restauración verweist darauf, dass bei kostenlosen Konzerten Tausende Menschen in einem Veranstaltungsbereich zusammenkommen können. Gleichzeitig werde ein großer Teil des Essens- und Getränkekonsums innerhalb dieses temporären Bereichs ermöglicht.

Der Verband fordert deshalb eine genauere Prüfung solcher Modelle. Bei künftigen Veranstaltungen solle das Rathaus von Palma Wege finden, damit auch die bestehende Gastronomie und das Freizeitangebot wirtschaftlich profitieren, statt die gesamte kommerzielle Aktivität in einem temporären Gelände zu bündeln.

Gleiche Kontrollen für temporäre Gastro-Angebote

Die Restaurateure verlangen für Beschäftigte bei solchen Veranstaltungen dieselben Arbeitskontrollen wie in privaten Betrieben. Dazu zählen laut Pimem die Anmeldung und Einstellung aller Beschäftigten, Arbeitszeiten und Ruhepausen, Zeiterfassung, Arbeitsschutz sowie Sozialversicherungs- und weitere arbeitsrechtliche Pflichten.

Auch bei Lebensmittelsicherheit, Besucherzahlen, Müllentsorgung und hygienisch-sanitären Bedingungen fordert der Verband denselben Maßstab. Die Arbeitsinspektion und andere zuständige Stellen sollen bei Makroveranstaltungen nach Ansicht von Pimem-Restauración genauso streng prüfen wie bei Bars, Cafés, Restaurants und Konzertsälen. Das gelte auch für den Zugang zu Trinkwasser nach den gesetzlichen Vorgaben.

Themen: Wohnen & Immobilien · Kultur · Umwelt · Gastronomie · Politik · Palma

Quelle: Europa Press / Mallorca.com