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350 Millionen für Palmas zweiten Ring: Anwohner protestieren

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Kinder der Schule CEIP Rodamilans in Sineu auf Mallorca überqueren laut Anwohnerplattformen täglich einen Zebrastreifen, den Autofahrer nicht respektieren. Gleichzeitig kritisieren die Gruppen 350 Millionen Euro für den zweiten Ring von Palma. Am Donnerstag, 17. September, warfen sie dem Inselrat vor, Menschen im Inselinneren keine Alternative zum Auto in die Hauptstadt zu lassen.

Archivo - Vehículos circulando por la Via de Cintura (Ma-20), con la señalización de velocidad máxima a 100 km/h.
Europa Press

Teurer Tunnel, keine Prognose zu Autos

Die Plattformen erinnern daran, dass Inselratspräsident Llorenç Galmés das Projekt vor zwei Jahren mit 110 Millionen Euro vorgestellt hatte. Den Anstieg auf 350 Millionen Euro führen sie auf einen Tunnel zurück, der die Straße unter die Erde verlegen soll.

Wie viele Autos der zweite Ring von der Via de Cintura nehmen soll, habe der Consell de Mallorca nach Angaben der Initiativen nicht genannt. Die Gruppen gehen deshalb davon aus, dass die neue Straße keinen Verkehr von der Ringstraße abzieht.

Kritik aus Campos und Sineu

Auch in Campos sehen die Initiativen Handlungsbedarf. Die Ortsdurchfahrt sei ein „schwarzer Punkt“ für den Inselrat. Statt sie zu beruhigen und sicherer zu machen, plane die Institution nach ihrer Darstellung eine neue Straße außerhalb des Ortes.

Für den Zebrastreifen in Sineu hatten die Gruppen den Consell vor zehn Monaten um eine Lösung gebeten. Sie warteten noch immer. Auf den Balearen kommen nach ihren Angaben 913 Fahrzeuge auf 1.000 Einwohner – der höchste Wert in Spanien. Ohne Auto erreiche man in der Part Forana weder Arbeit noch Arzt, so die Plattformen.

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Themen: Bildung · Verkehr · Palma · Sineu · Campos

Quelle: Europa Press / Mallorca.com