Mallorcas Kläranlagen: Abwasser steigt um 15,1 Prozent
In Mallorcas Kläranlagen kommt deutlich mehr Abwasser an: Der Zulauf stieg zwischen 2021 und 2025 um 15,1 Prozent. Die Wasserallianz warnt am 4. September, dass Bevölkerungswachstum und Massentourismus die Anlagen auf den Balearen an ihre Grenzen bringen. 2025 behandelten die von Abaqua betriebenen Kläranlagen 49,3 Hektometer Kubikmeter Abwasser.
Auf allen Inseln außer Formentera nahm die Abwassermenge zu. Die Allianz sieht darin die Folge des starken menschlichen Drucks: Zwischen 2016 und 2025 wuchs die Einwohnerzahl auf Mallorca, Menorca und Eivissa jeweils um 12 bis 16 Prozent. Der Index für den menschlichen Druck legte in diesem Zeitraum um 7 bis 9 Prozent zu.
Eivissa verbessert sich – Salzwasser bleibt ein Problem
Auf Eivissa stieg der Abwasserzulauf zwischen 2021 und 2025 um 6,8 Prozent. Dennoch nennt die Wasserallianz die Qualitätswerte der Insel besonders besorgniserregend. Die Kläranlagen Cala Tarida und Can Bossa liegen seit 2021 bei mehr als 95 Prozent ihres jährlichen Volumens.
Die neue Kläranlage Sa Coma auf Eivissa behandelt bereits fast die Hälfte des Abwassers der Insel und erfüllt 100 Prozent der Kriterien. Sie ersetzte die frühere Anlage von Vila; die Bauarbeiten endeten 2024. Gleichzeitig erschweren Meerwassereinträge im Kanalnetz die Reinigung und machen eine Wiederverwendung des Wassers unmöglich.
Formentera mit weniger Abwasser
Formentera blieb als einzige Insel ohne festgestellten Verstoß. Der Zulauf zur dortigen Kläranlage sank von 2021 bis 2025 um 19 Prozent. Die Anlage muss laut Bericht zwar erneuert werden, war aber nie zu klein ausgelegt.
Beim Salzgehalt sieht die Allianz trotzdem einen der schlechtesten Werte der Inseln: 2025 überschritten 52,8 Prozent des Zulaufs den Grenzwert. Ein Jahr zuvor hatte dieser Wert noch bei 100 Prozent gelegen.
Themen: Tourismus · Sant Llorenç des Cardassar
Quelle: Europa Press / Mallorca.com