Ärzte auf den Balearen: Simebal fordert neue Finanzierung
Die Ärztegewerkschaft der Balearen (Simebal) hat am 24. August in Palma auf Mallorca einen neuen regionalen Finanzierungsrahmen gefordert, der die Besonderheiten des Archipels berücksichtigt. Nach Ansicht der Gewerkschaft muss die Finanzierung auch helfen, Ärzte auf den Balearen zu gewinnen und zu halten.
Simebal verlangt, dass Mehrkosten durch die Insellage, das Bevölkerungswachstum und die hohe Zahl zeitweise anwesender Menschen bei der Finanzierung der öffentlichen Dienste berücksichtigt werden. Die Balearen stünden beim Wettbewerb um medizinisches Personal gegenüber anderen autonomen Gemeinschaften im Nachteil.
Wohnkosten und Insellage
Nach Angaben der Gewerkschaft spielen für Ärzte bei der Entscheidung für einen Arbeitsplatz nicht allein Gehalt und berufliche Bedingungen eine Rolle. Auch hohe Wohn- und Lebenshaltungskosten sowie die Schwierigkeiten eines Inselgebiets beeinflussten die Entscheidung.
Simebal bezeichnete es als widersprüchlich, besondere Zulagen und Anreize zur Gewinnung von Fachkräften anzuerkennen, ohne der autonomen Gemeinschaft die nötigen Mittel für deren Umsetzung zu sichern.
Zusätzliche Belastung für das Gesundheitssystem
Die Gewerkschaft erklärte zudem, der Bedarf im Gesundheitswesen dürfe nicht nur anhand der gemeldeten Bevölkerung berechnet werden. Während eines großen Teils des Jahres steige die tatsächliche Bevölkerungszahl durch Touristen.
Diese nutzten ebenfalls Notaufnahmen, Gesundheitszentren, Krankenhäuser und weitere Versorgungseinrichtungen. Deshalb müsse die Finanzierung auch die zusätzliche Belastung dieser Dienste einbeziehen.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com