Lebensmittel 35,3 Prozent teurer: Greenpeace fordert Agrarplan
Olivenöl kostete zwischen 2021 und 2024 fast dreimal so viel. Greenpeace fordert deshalb am Dienstag in Madrid einen Klimaanpassungsplan für die Landwirtschaft, der den Anstieg der Lebensmittelpreise bremsen soll.
Nach Angaben der Umweltorganisation sind Lebensmittel in Spanien in den vergangenen fünf Jahren um 35,3 Prozent teurer geworden. Greenpeace macht dafür vor allem die Klimakrise und die starke Abhängigkeit der konventionellen Landwirtschaft von fossilen Brennstoffen verantwortlich.
Dürre und Hitze treffen die Olivenernte
Als Beispiel nennt Greenpeace das Olivenöl. Historische Dürren und Hitzewellen während der Olivenblüte hätten 2022 und 2023 die Produktion schwer getroffen. Haushalte hätten daraufhin ihren Verbrauch reduziert oder auf billigere Öle von schlechterer Qualität zurückgegriffen, erklärt Greenpeace-Landwirtschaftsexpertin Helena Moreno.
Der geforderte Plan soll nach Vorstellungen der Organisation ausreichend finanziert sein und Ministerien sowie Verwaltungen koordinieren. Auch die Wasserbewirtschaftung müsse gerecht, sozial und nachhaltig sein.
Greenpeace verlangt weniger intensive Tierhaltung
Die Organisation fordert außerdem, die intensive Tierhaltung deutlich zu reduzieren, vor allem die Schweinehaltung. Sie begründet dies mit deren hoher Abhängigkeit von heimischem und importiertem Getreide sowie ihrem großen Beitrag zur Klima- und Wasserkrise.
Zugleich verlangt Greenpeace, den Pflanzenbau neu zu ordnen: Kulturen für die direkte Ernährung von Menschen sollen Vorrang vor dem Anbau für die intensive Tierhaltung erhalten. Spanien müsse schneller und sozial gerecht auf Agrarökologie umstellen, weniger synthetische Düngemittel und fossile Brennstoffe einsetzen und bis 2040 aus fossilen Energieträgern aussteigen.
Themen: Gerichtsprozesse · Landwirtschaft · Soziales · Politik
Quelle: Europa Press / Mallorca.com