Mallorca: Parlament will Apotheken in Vorsorge einbinden
Apotheken auf Mallorca sollen künftig stärker bei Vorsorge und Früherkennung helfen. Der Gesundheitsausschuss des Balearen-Parlaments hat am Mittwoch, 14. Oktober, in Palma auf Mallorca einstimmig einen Antrag der PP-Abgeordneten Isabel Borràs angenommen. Er fordert die Balearen-Regierung auf, Apotheken dauerhaft in die öffentliche Gesundheitsversorgung einzubinden.
Apotheken sollen enger mit Arztpraxen zusammenarbeiten
Der Antrag zielt auf Gesundheitsförderung, die Vorbeugung von Krankheiten und deren frühe Erkennung. Die Zusammenarbeit soll nach festen Regeln ablaufen und sich an den Zielen der öffentlichen Gesundheitsversorgung orientieren.
Zugleich fordert der Ausschuss einen besseren Zugang zu Gesundheitsdiensten über das Apothekennetz – besonders auf den kleineren Inseln und in schwer erreichbaren Gebieten. Apotheken und Teams der medizinischen Grundversorgung sollen Informationen in beide Richtungen austauschen können. Auch bei der Überwachung von Arzneimittelrisiken sollen Apotheken stärker mitwirken.
Auch Knochenmarkspenden stehen auf der Tagesordnung
Einstimmig nahm der Ausschuss einen zweiten Antrag der PP an, den die Abgeordnete Sandra Palau vorstellte. Darin fordert er Informationskampagnen zur Knochenmarkspende.
Die Balearen-Regierung soll dafür enger mit dem balearischen Gesundheitsdienst, Redmo, der Stiftung Josep Carreras und Patientenverbänden zusammenarbeiten. So sollen Menschen verlässliche Informationen und einen leichteren Zugang zur Registrierung als Spender erhalten. Informationsangebote in Schulen, Universitäten und Jugendräumen sollen besonders junge Menschen erreichen; Berichte von Spendern und Patienten sollen die Bedeutung der Spende sichtbar machen.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com