Ara Més fordert Staatsgeld für Inselzulagen auf den Balearen
Ara Més fordert, dass der Staat die Mehrkosten für Inselzulagen von Beschäftigten in Rathäusern und Inselräten auf den Balearen übernimmt. Die Koalition stellte ihre Initiative am Freitag in Es Mercadal auf Menorca vor.
Die zusätzlichen Zulagen dürften nicht dazu führen, dass Gemeinden und Inselräte bei öffentlichen Dienstleistungen sparen oder die Steuerlast erhöhen müssten, erklärte Ara Més. Dafür verlangt die Koalition einen spezifischen, dauerhaften und ausreichend ausgestatteten Mechanismus.
Mehrkosten sollen nicht bei Gemeinden bleiben
Der Staat hat die Wohnsitzentschädigungen für sein auf den Balearen eingesetztes Personal bereits aktualisiert. Nach Ansicht von Ara Més muss diese Anerkennung der Insellage auch für Beschäftigte gelten, die für Inselräte und Gemeinden öffentliche Dienste leisten.
Die Anpassung der Inselzulagen würde für diese Verwaltungen strukturelle Mehrkosten von mehreren zehn Millionen Euro pro Jahr bedeuten, so die Koalition. Diese Ausgabe könne nicht allein aus kommunalen oder insularen Haushalten bezahlt werden.
Der Kongressabgeordnete von MÉS per Mallorca, Vicenç Vidal, erklärte, der Staat müsse auch die Kosten tragen, die er durch die Anerkennung der Insellage für Gemeinden und Inselräte auslöse.
Forderung gilt ab dem zweiten Halbjahr 2026
Der geforderte Ausgleich soll nach dem Vorschlag das zweite Halbjahr 2026 und die folgenden Jahre abdecken. Er soll jährlich an die Höhe der Zulagen und an die Zahl der betroffenen Beschäftigten angepasst werden.
Noemí Garcia von Més per Menorca im Inselrat warnte, ohne zusätzliche Mittel könne die Fähigkeit der Verwaltungen gefährdet sein, öffentliche Dienstleistungen zu erhalten und zu verbessern. Manacor Bürgermeister Miquel Oliver plädierte für eine gemeinsame Position von Gemeinden und Inselräten gegenüber dem Staat.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com