USO droht in Palma mit Arbeitskonflikt um Lehrer-Gehälter
Im Streit um ausstehende Gehaltsrechte aus dem Jahr 2020 droht auf den Balearen ein Arbeitskonflikt. Die Bildungsgewerkschaft USO hat den Fall in Palma auf Mallorca bereits dem Schieds- und Mediationsgericht der Balearen (Tamib) vorgelegt. Sie verlangt für Lehrkräfte der concertada-Schulen eine Gehaltsrückkehr zu ähnlichen Bedingungen wie für Kollegen an öffentlichen Schulen.
USO wirft dem Bildungsministerium der Balearen vor, unterschriebene Vereinbarungen nicht einzuhalten. Falls es keine wirksame Lösung gebe, werde die Gewerkschaft einen kollektiven Arbeitskonflikt einleiten, im spanischen Recht als „conflicto colectivo“ bezeichnet.
Vereinbarung sieht Umsetzung noch 2026 vor
Ein Beschluss des Consell de Govern vom 17. April 2026 legt fest, dass die Regelung für 2020 nach vorheriger Verhandlung zu denselben Bedingungen wie im öffentlichen Schulwesen erfolgen soll. Die Umsetzung war für das zweite und dritte Quartal 2026 vorgesehen.
USO hatte zuvor bereits formell die Einhaltung dieser Zusagen gefordert. Nach Angaben der Gewerkschaft sind die Vereinbarungen nicht bloß Absichtserklärungen, sondern ausgehandelte und von der Regierung bestätigte Verpflichtungen.
Gewerkschaft fordert Zahlungsplan
Mit der Beschwerde beim Tamib fordert USO, die wirtschaftliche Wiederherstellung konkret umzusetzen. Geklärt werden sollen die Anspruchsberechtigten, die Berechnungskriterien und ein Kalender für die Zahlungen.
USO-Generalsekretär Juan Carlos Lorenzo erklärte, die Zeit der Versprechen sei vorbei. Wenn die Verwaltung die Vereinbarungen nicht freiwillig erfülle, wolle die Gewerkschaft ihre gewerkschaftlichen und juristischen Mittel nutzen.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com