Zwei Jahre Streit: UGT warnt Calvià vor Arbeitskonflikt
In Calvià droht nach Darstellung der Gewerkschaft UGT ein Arbeitskonflikt. Seit mehr als zwei Jahren liegt die neue Vereinbarung über die Arbeitsbedingungen der Gemeindebediensteten auf dem Tisch.
UGT wirft dem Rathaus von Calvià vor, die Verhandlungen absichtlich zu verzögern. Die Stadtverwaltung habe zu Beginn dieses Monats entgegen ihrer Zusage keinen Vorschlag für eine Gehaltserhöhung vorgelegt, so die Gewerkschaft.
Streit um Löhne und Vereinbarkeit
Die Mehrheit ihrer Vorschläge für bessere Gehälter und die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben habe das Regierungsteam nicht berücksichtigt, erklärt UGT. Praktisch alle geforderten wirtschaftlichen und sozialen Verbesserungen seien abgelehnt worden.
Ohne einen Kurswechsel führe die Lage in einen Arbeitskonflikt, warnt die Gewerkschaft. In der Belegschaft gebe es große Unzufriedenheit, zudem steige der Druck auf die Gewerkschaftsvertretung, sofortige Protestaktionen einzuberufen.
UGT kritisiert Verzögerungen im Rathaus
Die Gewerkschaft sieht in dem Streit nach eigenen Angaben nur die Spitze einer mangelhaften internen Verwaltung. Sie nennt unter anderem die festgefahrene Überprüfung der Stellenbewertung, Verzögerungen bei der Abwicklung des öffentlichen Stellenangebots von 2022 sowie ausstehende Nachzahlungen.
Auch die Verhandlungsrunden kritisiert UGT scharf. Sie seien zu einem Debattenforum ohne Perspektive geworden: Vereinbarte Punkte würden für eine dauerhafte Prüfung notiert, konkrete Antworten blieben aus. Die Protokolle der Sitzungen hätten sich zudem ein Jahr lang in unzulässiger Weise verzögert, erklärt die Gewerkschaft.
Themen: Arbeitsmarkt · Politik · Calvià
Quelle: Europa Press / Mallorca.com