Aviba verteidigt Ausflugsgruppen auf Mallorca
Die Agrupación Empresarial de Agencias de Viajes de Baleares (Aviba) hat Forderungen nach kleineren Ausflugsgruppen auf Mallorca zurückgewiesen. Die Vereinigung reagierte am 25. August 2026 in Palma auf Mallorca auf Aussagen des Präsidenten des Colegio Oficial de Guías Turísticos de Baleares, Pedro Oliver.
Aviba zufolge organisieren Ausflüge Besucher, die sich bereits auf Mallorca befinden, und können deren Bewegungen steuern. Präsident Pedro Fiol wies die Darstellung zurück, Unternehmen setzten außerhalb von Palma große Gruppen vor allem zur Gewinnmaximierung ein.
Kosten und Kapazitäten im Fokus
Die Reisebüros erklärten, sie nutzten die zugelassene Kapazität von Transportmitteln innerhalb der geltenden Vorschriften. Fiol argumentierte, dass die Aufteilung einer Gruppe von 60 Personen auf zwei Busse die Zahl der Besucher nicht verringere, aber zusätzliche Fahrzeuge, Fahrer und Guides erfordere.
Eine Begrenzung der Gruppengröße könne nach Einschätzung von Aviba die Kosten für Ausflüge deutlich erhöhen und deren Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigen. Zugleich könnte sie mehr Besucher auf Busse, Züge und andere Verkehrsmittel verlagern, die auch von Einwohnern genutzt werden.
Aviba fordert Analyse weiterer Ursachen
Die Vereinigung verwies neben organisierten Ausflügen auf weitere Faktoren für den Druck in einzelnen Gemeinden: irreguläre Angebote, Ferienvermietung, Mietwagen, individuelle Mobilität sowie die Konzentration von Besuchern zu bestimmten Zeiten. Diese Faktoren müssten anhand von Daten untersucht werden, bevor Ausflüge für eine Überlastung verantwortlich gemacht würden.
Aviba betonte außerdem die Bedeutung professionell begleiteter Gruppen. Ohne diese Begleitung könnten Besucher dieselben Orte selbstständig und ohne Personen aufsuchen, die Zeiten koordinieren sowie Kultur, Geschichte und Erbe erklären. Die Vereinigung erklärte, sie wolle weiterhin mit Guides arbeiten und unterstütze einen geordneten Tourismus.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com