Balearen fehlen Zentren für Minderjährige mit Problemen
Auf den Balearen gibt es keine speziellen Zentren für Minderjährige mit Verhaltensproblemen. Deshalb leben sie laut Generalstaatsanwaltschaft mit Jugendlichen zusammen, die sich in die schulische Integration einfinden. Die Behörde nennt das in ihrem am Donnerstag, 10. September, veröffentlichten Jahresbericht für 2025 besorgniserregend.
Gemeinsame Unterbringung erschwert die Arbeit
Minderjährige mit „auffälligem Verhalten“ lebten dadurch mit Jugendlichen in einer Phase der Bildungsintegration zusammen, heißt es in dem Bericht. Das erschwere die Arbeit mit beiden Gruppen erheblich.
Die Generalstaatsanwaltschaft fordert außerdem Angebote zur psychischen Gesundheit für Kinder und Jugendliche. Gemeint sind sowohl stationäre als auch ambulante Programme.
Tausende Altersverfahren bleiben offen
Bundesweit eröffnete die Staatsanwaltschaft 2025 insgesamt 7.999 Verfahren zur Altersfeststellung von nicht dokumentierten ausländischen Personen. Zum 31. Dezember waren davon 3.904 Verfahren noch nicht entschieden.
Als Grund nennt die Behörde fehlendes Personal und fehlende materielle Mittel. Die hohe Zahl unbegleiteter minderjähriger Migranten sei vor allem über die Kanarischen Inseln und Ceuta gekommen. Beide Gebiete waren deshalb als Gebiete mit einer Migrationsnotlage eingestuft worden.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com