Mallorca: Jede dritte Bauakte betrifft Haus-Legalisierungen
Mehr als 6.700 Bauvorhaben stehen auf Mallorca in der Bilanz des ersten Halbjahrs 2026. Das sind 26,23 Prozent mehr als im Vorjahr. Doch ein großer Teil des Zuwachses geht auf außerordentliche Legalisierungen von Wohngebäuden zurück: Fast jede dritte Bauakte betrifft solche Verfahren.
Ohne diese Legalisierungen bleiben auf Mallorca etwas mehr als 4.600 visierte Bauvorhaben übrig. Der Anstieg fällt dann mit 4,9 Prozent deutlich kleiner aus. Das teilte das Offizielle Architektenkolleg der Balearen auf Grundlage seines Bauobservatoriums mit.
Besonders viele Einfamilienhäuser in den Akten
Bei Einfamilienhäusern zeigt sich der Effekt besonders stark. Auf Mallorca übersteigt die Zahl der visierten Häuser 2.400, ein Plus von 58,8 Prozent. Ohne außerordentliche Legalisierungen sinkt die Zahl jedoch auf rund 1.200 Häuser – 19,6 Prozent weniger als im vorherigen Zeitraum.
Auch beim Neubau legen die Zahlen zu. Auf Mallorca wurden rund 4.400 neu geschaffene Wohnungen visiert, 38,8 Prozent mehr als zuvor. Bei frei finanzierten Mehrfamilienwohnungen verzeichnet die Insel fast 2.000 Wohnungen, ein Zuwachs von 20,23 Prozent.
Mehr Fläche und Milliardenbudget
Die auf Mallorca visierten Bauvorhaben haben ein Budget von mehr als 1.700 Millionen Euro. Die Fläche der Projekte erreicht 2,4 Millionen Quadratmeter und liegt damit 51,9 Prozent über dem vorherigen Zeitraum.
Trotz der höheren Bautätigkeit bleibt bezahlbarer und geschützter Wohnraum laut Architektenkolleg eines der größten Probleme auf den Balearen. Das wachsende Bauvolumen allein löse den Bedarf bei steigender Nachfrage nicht.
Themen: Wohnen & Immobilien · Tourismus · Wirtschaft
Quelle: Europa Press / Mallorca.com