Kanaren: Behindertenrechte brauchen echte Unterstützung
Menschen mit Behinderung haben Rechte, bekommen aber nicht immer die Unterstützung, die sie brauchen, um diese wahrzunehmen. Darauf wies der spanische Behindertenverband CERMI am Donnerstag, 22. Oktober, bei einem Kongress in Las Palmas de Gran Canaria hin. Der Verband fordert, Rechte nicht nur anzuerkennen, sondern ihre Umsetzung sicherzustellen.
Das Leben auf den Inseln macht einen Unterschied
Die Lebenswirklichkeit von Menschen mit Behinderung unterscheidet sich je nach Wohnort, sagte Carmen Laucirica, die Vorsitzende von CERMI Canarias. Sie forderte besondere Aufmerksamkeit für die Randlage der Kanaren und die zusätzlichen Hürden, die das Leben auf mehreren Inseln mit sich bringt.
Auch der Vorsitzende des spanischen CERMI, Luis Cayo Pérez Bueno, verlangte, diese Umstände bei politischen Entscheidungen zu berücksichtigen. Die Insellage dürfe nicht zu Benachteiligung führen.
Anerkannte Rechte reichen nicht
Pérez Bueno verwies auf die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung. Das zentrale Problem sei weiterhin die Lücke zwischen anerkannten Rechten und ihrer Umsetzung. Für Betroffene und ihre Familien sei es frustrierend, wenn ihnen die nötige Unterstützung fehle.
Zugleich hob er hervor, dass Menschen mit Behinderung und ihre Familien gemeinsam bereits gesetzliche, politische und gesellschaftliche Veränderungen angestoßen hätten. Neben der Zusammenarbeit mit Institutionen müsse der Verband weiter darauf dringen, dass Rechte tatsächlich gelten.
Themen: Soziales
Quelle: Europa Press / Mallorca.com