Bierstreit in Palma: Es Jardí verteidigt 400-Milliliter-Becher
Im Bierstreit um die Mehrwegbecher beim Festival Es Jardí in Palma auf Mallorca hält die Organisation an ihrer Angabe von 400 Millilitern Bier fest. Am Freitag reagierte sie auf eine Beschwerde des Verbraucherverbandes Consubal. Dieser wirft dem Festival vor, möglicherweise weniger Bier auszuschenken als auf der Karte angegeben.
Consubal reichte die Beschwerde bei der Dirección General de Prestaciones, Farmacia y Consumo der Balearen-Regierung ein. Es Jardí weist den Vorwurf entschieden zurück und betont, die eingesetzten Becher seien gezielt für ein Fassungsvermögen von 400 Millilitern ausgewählt und beim Lieferanten gekauft worden.
Video und Rechnung sollen Fassungsvermögen belegen
Nach Bekanntwerden der Beschwerde habe Es Jardí eigene Prüfungen vorgenommen. Diese hätten bestätigt, dass ein Becher 400 Milliliter aufnehmen könne, teilte die Organisation mit. Als Beleg veröffentlichte sie ein Video, in dem 400 Milliliter Getränk in den Festivalbecher gegossen werden, bis dieser voll ist.
Zusätzlich legte Es Jardí die Rechnung des Becherlieferanten vor. Die Organisation erklärt, sie verfüge über weitere Unterlagen, um die angegebene Kapazität nachzuweisen.
Schaum und Sicherheitsrand zählen mit
Der Veranstalter unterscheidet zwischen der nutzbaren Kapazität des Bechers, einem freien Rand für Ausschank, Transport und Konsum sowie dem Schaum bei unter Druck gezapftem Bier. Ein solcher Sicherheitsrand solle verhindern, dass Bier verschüttet wird.
Es Jardí kündigte an, bei möglichen Anfragen der zuständigen Behörden vollständig mitzuwirken. Zugleich sieht die Organisation ihren Ruf bereits beschädigt und behält sich rechtliche Schritte zum Schutz ihrer wirtschaftlichen und kommerziellen Interessen vor.
Themen: Gerichtsprozesse · Kultur · Politik
Quelle: Europa Press / Mallorca.com