Mallorcas Bischof fordert mehr Geld für Obdachlose
Selbst mit einem normalen Gehalt sei die Miete kaum zu bezahlen, sagt Mallorcas Bischof Sebastià Taltavull. Nach einer Veranstaltung zum Tag der Obdachlosen in Palma forderte er am Donnerstag, 22. Oktober, mehr öffentliche Mittel für Menschen ohne Wohnung. Er kritisierte, dass Geld in Maßnahmen fließe, die vor allem Menschen mit einem Zuhause zugutekämen.
Hilfe erreicht nicht alle
Taltavull hob die Arbeit kirchlicher und sozialer Einrichtungen wie Càritas, Sojorn und La Sapiència hervor. Zugleich sprach er über Menschen ohne Wohnung, die angebotene Hilfe ablehnen. Als Beispiel nannte er die Räumung des ehemaligen Gefängnisses von Palma zu Beginn des Sommers: Einige Betroffene nahmen Hilfe der Kirche an, andere nicht. Auch sie bräuchten Unterstützung, sagte der Bischof.
Bischof wendet sich gegen Ausgrenzung
Auf die jüngsten Äußerungen bestimmter politischer Parteien gegen Migranten angesprochen, verwies Taltavull auf das Evangelium. Menschen wegen ihrer Herkunft von vornherein zurückzuweisen, bezeichnete er als unmenschlich. Jeder Mensch habe Würde und müsse auf die eine oder andere Weise aufgenommen werden.
Themen: Migration · Soziales · Palma
Quelle: Europa Press / Mallorca.com