Can Misses: Ärzte wollen Sonderstatus für Notaufnahme
Die Notaufnahme des Krankenhauses Can Misses soll nach dem Willen der Ärztegewerkschaft Simebal als Bereich mit sehr schwieriger Besetzung gelten. An diesen Sonderstatus sollen Anreize gekoppelt sein. Am 26. August legte die Gewerkschaft dem balearischen Gesundheitsdienst IBSalut dazu ein Paket mit weiteren Vorschlägen vor.
Simebal erklärt, die Lage der ärztlichen Belegschaft in der Notaufnahme bereite seit mehr als einem Jahr Sorgen. Der hohe Versorgungsdruck könne Folgen für Patienten haben. Bereits vom IBSalut vorgeschlagene Maßnahmen seien durch diesen Druck und die Besonderheiten der Notaufnahme verwässert worden.
Mehr Hilfe für die Notaufnahme
Neben dem Sonderstatus fordert Simebal mehr Unterstützung durch Krankenhausabteilungen, deren Krankheitsbilder besonders häufig in der Notaufnahme behandelt werden. Dafür müssten sich die betroffenen Dienste abstimmen; zudem seien angemessene zusätzliche Ressourcen nötig.
Die Gewerkschaft schlägt außerdem Vereinbarungen mit privaten Krankenhäusern oder Kliniken vor. Dort könnten ausländische Patienten behandelt werden, unabhängig davon, ob sie privat versichert sind oder eine europäische Krankenversicherungskarte haben.
24-Stunden-Angebot und wöchentliche Kontrolle
Zusätzlich regt Simebal eine SUAP mit 24-Stunden-Betrieb an. Sie soll bei dringenden Erkrankungen unterstützen und Überweisungen ins Krankenhaus verringern.
Wöchentliche Treffen mit den Leitungen der Krankenhausdienste sollen den Ablauf kontrollieren und Verbesserungen ermöglichen. Simebal will zudem Ärzte gewinnen und langfristig binden, die aufgrund ihrer Ausbildung auf jede Nachfrage in der Notaufnahme reagieren können. Die Gewerkschaft kündigt an, bei der Gesundheitsbehörde und dem IBSalut weiter auf die Umsetzung zu drängen.
Themen: Arbeitsmarkt · Gesundheit
Quelle: Europa Press / Mallorca.com