Can Pesquet: MÉS kritisiert privaten Erwerb
MÉS per Palma hat Palmas Bürgermeister Jaime Martínez vorgeworfen, das Grundstück Can Pesquet im Stadtteil Son Sardina in Palma auf Mallorca nicht wie angekündigt für öffentliche Einrichtungen gesichert zu haben. Nach Angaben der Partei befindet sich das Areal nun in privater Hand. Martínez hatte am 13. August 2025 bei einem Besuch in Son Sardina erklärt, die Stadtverwaltung von Palma habe den Erwerb des Grundstücks eingeleitet.
Die Partei fordert am 24. August 2026 eine Erklärung des Bürgermeisters sowie eine Lösung, damit der Stadtteil die versprochenen Einrichtungen erhält. Geplant waren demnach ein Platz, ein Parkplatz und ein Nachbarschaftshaus.
MÉS fordert Umsetzung der angekündigten Einrichtungen
Der Stadtrat von MÉS per Palma, Miquel Àngel Contreras, wirft Martínez vor, mit seiner Ankündigung Erwartungen in Son Sardina geweckt und diese nicht erfüllt zu haben. Die von den Anwohnern geforderten Einrichtungen seien nach Darstellung der Partei keine Privilegien, sondern Räume für das Gemeinschaftsleben im Stadtteil.
Das Nachbarschaftshaus sei eine notwendige Forderung der Anwohnerschaft, erklärte Contreras. Der Bürgermeister müsse darlegen, weshalb der angekündigte Erwerb des Grundstücks nicht zustande gekommen sei.
Kritik an Änderungen im Planungsrecht
MÉS per Palma verweist auf den in der vergangenen Legislaturperiode vorangetriebenen allgemeinen Stadtentwicklungsplan. Dieser habe vorgesehen, Flächen wie Can Pesquet durch Kauf oder Enteignung für öffentliche Einrichtungen zu reservieren.
Auch bei privatem Eigentum seien diese Grundstücke dadurch laut MÉS auf eine spätere öffentliche Nutzung ausgerichtet gewesen. Mit dem Regierungswechsel in Cort sei dieser Schutz weggefallen, wodurch mehrere für Stadtteile vorgesehene Flächen nicht mehr abgesichert seien.
Contreras zog zudem einen Vergleich mit dem Erwerb des früheren Kinos Iris. Nach seiner Darstellung seien in beiden Fällen zunächst Ankündigungen gemacht worden, bevor ein privater Kauf zustande gekommen sei.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com