Casa 47: Ministerin verteidigt 800 Wohnungen
Wohnungsministerin Isabel Rodríguez weist in Madrid die Kritik an den 800 Wohnungen auf dem Portal Casa 47 zurück. Sumar und Podemos hatten das Angebot als zu klein kritisiert. Rodríguez sagte am Mittwoch im Kongress, diese Vorwürfe kämen aus „absoluter Unkenntnis“.
Casa 47 ist ein Unternehmen des Wohnungsministeriums. Das Portal ging am Montag mit 800 Immobilien online, die zu bezahlbaren Mieten angeboten werden. Nach Angaben der Regierung sollen bald weitere 1.500 Wohnungen aus ganz Spanien hinzukommen.
Kritik an dem neuen Portal
Sumar erklärte nach dem Start, die Internetseite trage nicht allzu viel zur Lösung der Wohnungsprobleme in Spanien bei. Podemos nannte das Portal eine „Verhöhnung“.
Rodríguez konterte im Kongress, Casa 47 habe 40.000 Wohnungen und 2.500 Grundstücke der Sareb enteignet. Auf diesen Grundstücken sollen weitere 20.000 Wohnungen entstehen und in den öffentlichen Bestand gehen.
Weitere Wohnungen in Madrid geplant
Die Ministerin verwies zudem auf das geplante neue Viertel Campamento in Madrid. Dort sollen weitere 10.000 Wohnungen entstehen, die zu 100 Prozent öffentlich sein sollen.
Mit Ironie griff Rodríguez auch die Wohnungspolitik der PP an. Sie warf der Partei vor, Sozialwohnungen wie in Alicante unter Stadträte und Freunde verteilt zu haben. Mit Blick auf die Debatte um das Penthouse der Madrider Regionalpräsidentin Isabel Díaz Ayuso sagte sie, wer 800 Wohnungen für zu wenig halte, gebe sich vielleicht schon mit einer zufrieden.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com