25 Millionen für Ceuta-Kinder: Vox boykottiert Treffen
25 Millionen Euro für Migrantenkinder in Ceuta stehen am Donnerstag, 27. August, im Mittelpunkt eines Treffens von Ministerium und autonomen Regionen. Vertreter von Vox aus Aragón, Extremadura und Kastilien und León wollen der Konferenz fernbleiben. Hintergrund ist die massenhafte Einreise Ende Juli nach Ceuta.
Das Ministerium für Jugend und Kindheit will über die außerordentliche Hilfe für die Betreuung der Kinder beraten. Die drei Vox-Vertreter verlangen laut ihren Schreiben, dass ihr ausdrückliches Veto gegen jede Verteilung unbegleiteter minderjähriger Migranten aus Ceuta im Protokoll festgehalten wird.
Sie begründen die Absage mit einer nach eigener Darstellung angespannten Lage in ihren Regionen. Zudem kritisieren sie, dass über die territoriale Verteilung der 25 Millionen Euro gesprochen werde, bevor der individuelle Verwaltungsstatus der Kinder geklärt sei.
Streit um 500 Mädchen
Ministerin Sira Rego will nach Angaben ihres Ministeriums zu Beginn des Treffens erneut über die Aufnahme minderjähriger Migranten aus Ceuta beraten lassen. Die Aufnahme dieses Punktes muss abgestimmt werden.
Das Ministerium arbeitet an einem Gesamtplan für unbegleitete Minderjährige, die nach der Einreise Ende Juli in Ceuta sind. Dieser sieht unter anderem vor, rund 500 Mädchen auf die Halbinsel zu bringen, ohne die Vormundschaft an die autonomen Regionen zu übertragen.
Als Möglichkeiten nennt das Ministerium eine verpflichtende und solidarische Aufnahme durch alle Regionen, Pflegefamilien sowie weitere Wege zur schnelleren Unterbringung. Auch Kinderschutzorganisationen könnten besonders gefährdete Kinder, darunter Mädchen, in passenden Einrichtungen auf der Halbinsel betreuen.
Regierung und PP widersprechen sich
Rego warf den Regionalregierungen vor, Ceuta und dessen Präsidenten Juan Jesús Vivas im Stich zu lassen. Die Konferenz war am 13. August angesetzt worden. Auch an der vorherigen technischen Sitzung nahmen Aragón, Kastilien und León sowie Extremadura nicht teil.
Die PP betont dagegen, das Wohl der Minderjährigen liege bei ihren Familien. Rego hält entgegen, eine Rückkehr müsse freiwillig erfolgen und Garantien enthalten. Sie verweist dabei auf die Anhörung der Minderjährigen, die Beteiligung der Staatsanwaltschaft, den Schutz ihrer Rechte und die Zusammenarbeit zwischen Ländern.
Quelle: Europa Press / Mallorca.com