Streit um Inca-Theater: Bauzà verteidigt Chefwahl
Der Streit um die Leitung des Teatre Principal d'Inca auf Mallorca geht weiter. Kulturminister Jaume Bauzà verteidigt den öffentlichen Wettbewerb für den Direktorenposten am 15. September mit technischen Gutachten des Inselrats von Mallorca und dem Stiftungsgesetz. Die sozialistische Opposition wirft Regierung und Inselrat dagegen vor, die Pläne gegen den Willen des Rathauses durchzusetzen.
Bauzà verweist auf Gutachten und abgelaufenen Vertrag
Nach Darstellung des Ministers stützt sich das Verfahren auf technische Berichte des Inselrats und die gesetzlichen Vorgaben für Stiftungen. Ein öffentlicher Wettbewerb richte sich gegen niemanden, erklärte Bauzà. Er solle Kultur demokratisieren, Talenten den Zugang öffnen und eine unverantwortliche Situation beenden.
Das Theater brauche eine Verwaltung durch einen Direktor, sagte Bauzà weiter. Der Vertrag des aktuellen Amtsinhabers sei seit zwei Jahren abgelaufen. Ähnliche Verfahren seien bereits für das Teatre Principal de Palma und das Teatre Principal de Maó gestartet worden.
Bauzà betonte zudem die finanzielle und institutionelle Unterstützung der Regierung der Balearen für das Kulturzentrum. Er verwies auf das Programm des Theaters, Hilfen für nicht professionelle Orchester und Schulauftritte des Symphonieorchesters der Balearen.
Opposition spricht von Blockade
Der Abgeordnete Ares Fernández von der PSIB kritisierte die vorgesehenen Grundlagen als Vorstoß gegen die Haltung des Rathauses von Inca. Er sprach von juristischen Gutachten, die ungünstig ausfielen, und warf der Regierung der Balearen eine enorme institutionelle Illoyalität vor.
Nach Angaben von Fernández erfüllten die vom Rathaus vorgeschlagenen Regeln die Anforderungen an eine öffentliche Ausschreibung mit offenem Wettbewerb und professioneller Bewertung. Die Vorschläge seien blockiert worden, weil sie Katalanischkenntnisse auf C1-Niveau verlangten. Fernández kritisierte, dass diese Vorgabe bei frei zu besetzenden Direktorenposten des Senders IB3 nicht gleichermaßen gelte.
Der Abgeordnete beanstandete außerdem, dass Grundlagen ohne Verhandlungen mit dem Rathaus durchgesetzt würden. Die Stadt steuere nach seinen Worten 60 Prozent der Mittel für das Kulturzentrum bei.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com