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Nach Ceuta-Krise: CIS legt Wahlbarometer vor

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Nach der massenhaften Einreise von Migranten nach Ceuta legt das spanische Meinungsforschungsinstitut CIS am kommenden Montag sein erstes Wahlbarometer mit Stimmenschätzung vor. Die Befragung wurde in den ersten Septembertagen durchgeführt. Sie soll zeigen, wie die Ereignisse vom 30. und 31. Juli die politische Stimmung beeinflusst haben.

Decenas de migrantes en la playa de El Trampolín.
Europa Press

Das Centro de Investigaciones Sociológicas, kurz CIS, hatte im August kein Monatsbarometer veröffentlicht. Die Feldarbeit fiel mit dem Auftritt von Ministerpräsident Pedro Sánchez im Kongress zusammen. Dort erklärte er die Vorgehensweise der Regierung in der Ceuta-Krise.

Sánchez kündigte auch an, Warnungen der Nachrichtendienste vor der massenhaften Einreise freizugeben. Das Thema sorgte laut Quelle für Spannungen zwischen Innenminister Fernando Grande-Marlaska und Verteidigungsministerin Margarita Robles.

Am Mittwoch veröffentlichte Dokumente zeigen demnach, dass der nationale Nachrichtendienst CNI am 29. Juli per WhatsApp vor einem Aufruf in sozialen Netzwerken gewarnt hatte. Darin ging es um einen „Angriff über Zaun und Meer“ auf Ceuta. Einen Tag später kamen nach Angaben der Quelle mehr als 70.000 Migranten aus Marokko in die autonome Stadt.

Der Kabinettschef der Regierungsvertretung in Ceuta, Gonzalo Sanz, trat am Freitag zurück. Er erklärte, die Warnung persönlich an den Regierungsdelegierten Miguel Ángel Pérez Triano weitergegeben zu haben.

Im Juli-Barometer lag die Sozialistische Partei PSOE mit 33 Prozent vorn. Die Volkspartei PP kam auf 25,1 Prozent, Vox auf 15,3 Prozent und Sumar auf 6,1 Prozent. Se Acabó la Fiesta erreichte 2,6 Prozent und lag damit vor Podemos mit 2,5 Prozent.

Themen: Migration · Politik

Quelle: Europa Press / Mallorca.com