1.500 Euro pro Container: Balearen fordern Hilfe
Für einen Standardcontainer mit 40 Fuß zahlen Unternehmen auf den Balearen beim Export zwischen 1.300 und 1.500 Euro. Das Parlament fordert deshalb Hilfe gegen die aus seiner Sicht unverhältnismäßigen und nicht gerechtfertigten Kosten im Seetransport.
Die Forderung beschloss die Kommission für institutionelle und allgemeine Angelegenheiten am Freitag in Palma. Alle Fraktionen stimmten zu, Vox enthielt sich. Besonders das Spanische Institut für Außenhandel soll nach einer Lösung für die Industrie der Balearen suchen.
Viele Schiffe fahren leer ab
Nach Angaben des MÉS-per-Mallorca-Abgeordneten Ferran Rosa verlassen 70 Prozent der Container die Balearen leer. Trotzdem bleiben die Exportpreise hoch. Rosa fordert deshalb, dass die Wettbewerbsbehörde den Markt und seine Struktur gründlich untersucht.
Das Parlament verlangt außerdem von der Regierung der Balearen eine Studie zu den Logistikkosten des Seetransports und deren Folgen für die Wettbewerbsfähigkeit balearischer Produkte im Ausland. Die spanische Regierung soll das Sonderregime der Balearen ändern und zusammen mit der Regionalregierung eine ausreichende Seeverbindung zwischen den Häfen der Balearen, Barcelona und Valencia sichern.
Geld für Transport und Entsorgung von Pateras
In derselben Sitzung forderte das Parlament auch einen eigenen Ausgleichsfonds für Gemeinden und die Regionalverwaltung. Er soll Kosten erstatten, die durch Transport, Lagerung und Zerstörung von Pateras entstehen, die an den Küsten der Balearen ankommen.
Die Initiative verlangt von der spanischen Regierung zudem eine legale, geordnete und humane Migrationspolitik, stärkere Grenzkontrollen, den Kampf gegen Schleusernetzwerke sowie schnellere Rückführungen von Menschen ohne Aufenthaltsrecht.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com