Cort-Streit: Podemos sieht Doppelstandard in Palma
In Palma entzündet sich Streit um die Plaza de Cort: Podemos wirft Bürgermeister Jaime Martínez einen Doppelstandard bei der Nutzung des Platzes vor. Auslöser ist sein Aufruf zur Solidaritätskundgebung für Ceuta am 2. September auf der Plaza de Cort in Palma. Stadträtin Lucía Muñoz sagt, für Bürgerinitiativen gälten offenbar andere Maßstäbe als für eine vom Bürgermeister unterstützte Veranstaltung.
Streit um ein „sopar a la fresca“
Vor wenigen Wochen hatte die Stadtverwaltung nach Darstellung von Muñoz eines der von der Organisation Brunzzit geplanten „sopars a la fresca“ abgelehnt. Als Grund sei genannt worden, dass auf der Plaza de Cort bereits zu viele Veranstaltungen stattfänden.
Muñoz kritisiert nun, die Begründung passe nicht zum Aufruf des Bürgermeisters für die Kundgebung am 2. September. Wenn der Platz überlastet sei, müsse das unabhängig davon gelten, wer eine Veranstaltung einberufe, erklärte sie.
Kritik an Kundgebung für Ceuta
Die Podemos-Stadträtin wirft Martínez außerdem vor, die Solidaritätskundgebung für Ceuta für parteipolitische Zwecke zu nutzen. Er verbinde die Ereignisse in der autonomen Stadt nach ihrer Darstellung mit der Ankunft von Migranten auf den Inseln und greife damit die Regierung an.
Muñoz fordert transparente und für alle gleiche Regeln bei der Nutzung öffentlicher Räume. Weder die Plaza de Cort noch das Rathaus gehörten dem Bürgermeister, sondern der gesamten Bürgerschaft, erklärte sie.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com