Cyberkriminalität in Spanien: 25 Prozent mehr Fälle
Eine einzige digitale Straftat kann Tausende Menschen in verschiedenen Regionen treffen. Darauf hat Spaniens Generalstaatsanwältin Teresa Peramato am 21. Oktober beim DATAfórum Justicia in A Coruña in Spanien hingewiesen. Sie warnt vor wachsender Cyberkriminalität: Die Zahl dieser Delikte stieg nach ihren Angaben 2025 gegenüber dem Vorjahr um 25 Prozent.
Ermittlungen über Grenzen hinweg
Laut dem jüngsten Bericht der Staatsanwaltschaft hatte 2025 jede fünfte Straftat eine digitale Dimension. Das bedeutet nicht, dass es sich in all diesen Fällen um Cyberkriminalität handelte. Peramato sieht eine Schwierigkeit darin, dass sich Ermittlungen auf verschiedene Regionen verteilen. Sie fordert deshalb, dass Staatsanwälte die strafrechtlichen Ermittlungen übernehmen. Die Struktur der Staatsanwaltschaft ermögliche einen übergreifenden Blick auf solche Fälle.
Technik hilft – wirft aber Fragen auf
Peramato setzt auf technische Spezialisierung und Zusammenarbeit, betont aber auch den Schutz der Rechte im Verfahren. Digitale Werkzeuge könnten große Informationsmengen auswerten und Verfahren beschleunigen. Bei künstlicher Intelligenz nennt sie zugleich offene Fragen: Transparenz, Datenschutz und mögliche Verzerrungen.
Themen: Polizei
Quelle: Europa Press / Mallorca.com