1,7 Millionen Euro mehr: Diesel trifft Balearen-Bauern
Für Agrardiesel zahlen Bauern auf den Balearen nach Berechnung des Branchenverbands Asaja rund 1,73 Millionen Euro mehr als vor einem Jahr. Am 18. September teilte Asaja in Palma auf Mallorca mit, dass sie sich deshalb den landesweiten Mobilisierungen der Landwirtschaft anschließt. Der steigende Dieselpreis treffe die Rentabilität der Betriebe direkt.
3,4 Millionen Liter im Jahr
Auf den Balearen werden jährlich rund 170.000 Hektar vorbereitet. Asaja rechnet dabei mit durchschnittlich 20 Litern Agrardiesel je Hektar. Das ergibt einen Jahresverbrauch von rund 3,4 Millionen Litern.
Der Verband setzt für 2026 einen Preis von 1,46 Euro pro Liter an. Vor einem Jahr kostete der Liter demnach 0,95 Euro. Das sind 0,51 Euro mehr pro Liter und ein Plus von knapp 54 Prozent.
Dünne Margen und angekündigte Proteste
Viele Betriebe arbeiten laut Asaja bereits mit sehr knappen oder negativen Margen. Zu den höheren Dieselrechnungen kämen steigende Kosten für Düngemittel sowie strukturelle Mehrkosten durch die Insellage.
Asaja Baleares schließt sich nun den Forderungen von Asaja, COAG und UPA an. Die drei Organisationen haben wegen der steigenden Kraftstoffpreise Mobilisierungen im ganzen Land angekündigt.
Themen: Landwirtschaft · Wirtschaft · Palma
Quelle: Europa Press / Mallorca.com