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Drogenprozess in Palma: Mehrere Angeklagte gestehen

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Mehrere der 15 Angeklagten haben zum Auftakt eines Drogenprozesses in Palma auf Mallorca die Vorwürfe eingeräumt. Sie sollen sich mit den noch festzusetzenden Haftstrafen abfinden. Andere fordern, das Verfahren wegen mutmaßlicher Fehler bei den Ermittlungen für nichtig zu erklären.

Archivo - Drogas intervenidas por la Guardia Civil en el marco de la operación ‘Adriático’, a 10 de septiembre de 2024, en Ibiza, Baleares (España).
Europa Press

Der Prozess zur Operation Adriatico begann am Mittwoch vor der Ersten Kammer des Provinzgerichts der Balearen. Eigentlich sollte die Verhandlung bereits am Montag starten, sie wurde jedoch verschoben. Den Beschuldigten werden Straftaten gegen die öffentliche Gesundheit und die Mitgliedschaft in einer kriminellen Organisation vorgeworfen.

Verteidiger greifen Ermittlungen an

Nach Angaben juristischer Quellen werfen mehrere Verteidiger der Guardia Civil Unregelmäßigkeiten bei den Ermittlungen vor. Sie berufen sich unter anderem auf Durchsuchungen, für die angeblich die erforderlichen richterlichen Genehmigungen fehlten.

Einige Verteidigungen wollten bereits Anfang des Jahres erreichen, dass nicht das Provinzgericht der Balearen, sondern die Audiencia Nacional über den Fall entscheidet. Sie verwiesen auf Ermittlungen an mehreren Orten in Spanien und anderen Teilen Europas. Der Antrag wurde abgelehnt.

Mehr als eine Million Ecstasy-Pillen sichergestellt

Die Guardia Civil führte die Operation Adriatico im September 2024 vor allem in Eivissa auf Ibiza und Málaga durch. Die Ermittler zerschlugen nach ihren Angaben eine der größten Handelsstrukturen für synthetische Drogen in ganz Spanien.

Dabei stellten sie mehr als eine Million Ecstasy-Pillen, 212 Kilo Ketamin und 73 Kilo MDMA sicher. Hinzu kamen 20 Kilo Kokain, 21 Kilo „Tusi“, zehn Kilo Haschisch und sechs Kilo Marihuana.

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Quelle: Europa Press / Mallorca.com