Düngerhilfe auf den Balearen: UPA fordert mehr Zuschüsse
Die Düngerhilfe reicht den Bauern nach Ansicht der Unión de Pequeños Agricultores y Ganaderos (UPA) nicht aus. Auf den Balearen hat die Regionalregierung zusätzliche Mittel zur Ergänzung der staatlichen Zuschüsse angekündigt – neben La Rioja bislang als einzige Gemeinschaft.
UPA reagiert auf die erste Liste der Empfänger von Hilfen für den Kauf von Düngemitteln. Der Verband spricht von einer „brutalen“ Preissteigerung bei diesem Betriebsmittel und nennt die Unterstützung des Staates „offensichtlich unzureichend“.
Die Bauernorganisation erwartet nun auch von den übrigen autonomen Gemeinschaften mehr Einsatz. Sie seien für Landwirtschaft zuständig, hätten sich bei der Unterstützung des Sektors bislang aber zurückgehalten, kritisiert UPA.
Probleme bei Antrag und Annahme
UPA wartet auf die Veröffentlichung einer weiteren Empfängerliste. Der Verband hatte bereits im Juli auf Schwierigkeiten bei Antrag und Annahme der Hilfe hingewiesen und eine Verlängerung der Frist verlangt. Diese Forderung wurde abgelehnt.
Nach Angaben von UPA senkte das Landwirtschaftsministerium allerdings die Mindesthöhe der Hilfe je Empfänger von 300 auf 100 Euro. Dadurch konnten viele kleinere Landwirte zumindest eine Unterstützung erhalten.
Auch Europa steht in der Kritik
Der Verband fordert zusätzlich Maßnahmen auf europäischer Ebene, damit Dünger kurz- und langfristig zu erschwinglichen Preisen verfügbar bleibt. Den im Mai von der Europäischen Kommission vorgestellten Plan hatte der Sektor als vage, wenig ehrgeizig und beim Budget zu knapp kritisiert.
Während die neue Aussaatkampagne näher rückt, blieben geopolitische Unsicherheiten bestehen und die Rentabilität der Betriebe sei weiter gefährdet, so UPA.
Themen: Landwirtschaft · Politik · Wirtschaft
Quelle: Europa Press / Mallorca.com