Balearen: 40,1 Prozent der Wohnungen mit Energieausweis
Auf den Balearen haben 40,1 Prozent der Wohnungen einen registrierten Energieausweis. Der Bericht vom 10. September zeigt damit: Ein großer Teil des Wohnungsbestands ist noch nicht in dieser Statistik erfasst. Ausgewertet hat Accumin die Energiezertifikate, die in den autonomen Gemeinschaften registriert wurden.
In ganz Spanien fallen 94,2 Prozent der bewerteten Wohnungen in die ineffizienten Klassen D bis G. Die meisten Immobilien tragen dabei den Buchstaben E. Nur 39 Prozent aller Wohnungen in Spanien verfügen laut Bericht derzeit über ein registriertes Energiezertifikat.
Mehr Zertifikate nach energetischen Reformen
2025 wurden in Spanien 1,3 Millionen Energiezertifikate ausgestellt – ein Rekord und 3 Prozent mehr als im Vorjahr. Bei 45 Prozent dieser Zertifikate waren energetische Reformen der Auslöser. Zwischen 2016 und 2019 lag dieser Anteil im Schnitt bei 19 Prozent.
Die hohe Zahl ineffizienter Wohnungen führt der Bericht vor allem auf das Alter des Gebäudebestands zurück. Viele Häuser entstanden unter Vorschriften ohne energetische Anforderungen. Neubauten mit den Klassen A, B oder C machen dagegen nur 4 Prozent des Gesamtbestands aus.
Reformen senken den Energieverbrauch
Bei Einfamilienhäusern senken Sanierungen den Energieverbrauch laut Auswertung um 25 bis 75 Prozent. Häufig verbessert sich die Bewertung dadurch um ein bis zwei Buchstaben. Bei Wohnungen in Mehrfamilienhäusern liegen die Einsparungen zwischen 10 und 50 Prozent.
Bis 2030 muss Spanien den Endenergieverbrauch in Wohngebäuden um 26.394 Gigawattstunden reduzieren. Dafür müssten in vier Jahren die thermische Gebäudehülle von 1,2 Millionen Wohnungen saniert und 3,5 Millionen Heizungs- und Warmwassersysteme ersetzt werden. Das würde ein um das 1,5-Fache höheres Sanierungstempo erfordern als zwischen 2020 und 2025.
Themen: Politik
Quelle: Europa Press / Mallorca.com