Palma: Staatsanwalt fordert 11 Jahre Haft für Entführung
Ein Mann soll seine Partnerin in Palma rund fünf Stunden gegen ihren Willen in einem verlassenen Gebäude festgehalten und misshandelt haben. Die Staatsanwaltschaft fordert dafür elf Jahre Haft und 3.000 Euro Entschädigung. Am kommenden Donnerstag verhandelt die Zweite Kammer des Provinzgerichts der Balearen die Vorverhandlung.
Vorwurf: Treffen endet an der alten Haftanstalt
Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft traf sich das Paar am 26. Dezember 2026 in Palma, obwohl gegen den Mann ein Annäherungsverbot bestand. Er soll der Frau vorgeworfen haben, einen anderen jungen Mann angesehen zu haben, ihr an den Haaren gezogen und ihr das Handy weggenommen haben.
Anschließend soll er sie zur ehemaligen Haftanstalt gebracht und gewaltsam in das leerstehende Gebäude geführt haben. Mit einem Cutter soll er gedroht haben, sie zu fesseln.
Fünf Stunden ohne Freiheit
Während der etwa fünfstündigen Freiheitsberaubung soll die Frau Schläge, Würgegriffe, Stöße, Tritte, Faustschläge und versuchte Erstickungen erlitten haben. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann neben der illegalen Freiheitsberaubung auch Verstöße gegen die Schutzanordnung, Drohungen, Misshandlung und entwürdigende Behandlung vor.
Ob es zum Prozess kommt, klärt das Gericht bei der Vorverhandlung am Donnerstag.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com