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Palma: Staatsanwalt fordert 11 Jahre Haft für Entführung

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Ein Mann soll seine Partnerin in Palma rund fünf Stunden gegen ihren Willen in einem verlassenen Gebäude festgehalten und misshandelt haben. Die Staatsanwaltschaft fordert dafür elf Jahre Haft und 3.000 Euro Entschädigung. Am kommenden Donnerstag verhandelt die Zweite Kammer des Provinzgerichts der Balearen die Vorverhandlung.

Archivo - Dos coches policiales a su llegada al juicio contra Pau Rigo, en la Audiencia Provincial de Palma de Mallorca, a 7 de noviembre de 2024, en Palma de Mallorca, Mallorca, Baleares (España).
Europa Press

Vorwurf: Treffen endet an der alten Haftanstalt

Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft traf sich das Paar am 26. Dezember 2026 in Palma, obwohl gegen den Mann ein Annäherungsverbot bestand. Er soll der Frau vorgeworfen haben, einen anderen jungen Mann angesehen zu haben, ihr an den Haaren gezogen und ihr das Handy weggenommen haben.

Anschließend soll er sie zur ehemaligen Haftanstalt gebracht und gewaltsam in das leerstehende Gebäude geführt haben. Mit einem Cutter soll er gedroht haben, sie zu fesseln.

Fünf Stunden ohne Freiheit

Während der etwa fünfstündigen Freiheitsberaubung soll die Frau Schläge, Würgegriffe, Stöße, Tritte, Faustschläge und versuchte Erstickungen erlitten haben. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann neben der illegalen Freiheitsberaubung auch Verstöße gegen die Schutzanordnung, Drohungen, Misshandlung und entwürdigende Behandlung vor.

Ob es zum Prozess kommt, klärt das Gericht bei der Vorverhandlung am Donnerstag.

Themen: Gerichtsprozesse · Palma

Quelle: Europa Press / Mallorca.com