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Balearen geben 350.000 Euro für Erdbebenhilfe in Venezuela

Familien in Venezuela sollen nach den doppelten Erdbeben Lebensmittel, sauberes Wasser, Medikamente und Unterkunft erhalten. Die Balearen stellen dafür 350.000 Euro für Erdbebenhilfe bereit. Am Mittwoch, 26. August, traf sich die balearische Regierungsrätin Antònia Maria Estarellas in Palma mit vier Hilfsorganisationen.

Material humanitario enviado por Cruz Roja a Venezuela.
Europa Press

Hilfe für Familien nach den Erdbeben

Der Govern will die außerordentliche Hilfe am Freitag im Consell de Govern beschließen. Das Geld soll Projekte finanzieren, die über viele Monate laufen und Menschen in schwierigen Lebenslagen unterstützen.

Die venezolanischen Behörden beziffern die Zahl der Todesopfer nach den Erdbeben der Magnitude 7,2 und 7,5 Ende Juni auf 6.509. Internationale Organisationen rechnen damit, dass in den kommenden sechs Monaten 1,8 Millionen Menschen extrem gefährdet sein werden. Darunter sind mehr als 680.000 Kinder und Jugendliche. Mindestens 16.000 Menschen verloren ihr Zuhause und wurden innerhalb des Landes vertrieben.

Vier Organisationen teilen die 350.000 Euro auf

Cáritas Diocesana de Mallorca erhält 100.000 Euro für betroffene Familien in den Bundesstaaten Falcón und Yaracuy. Geplant sind Lebensmittel, finanzielle Hilfen für Grundbedürfnisse, Hygiene- und Wasseraufbereitungspakete sowie Unterstützung bei Unterkunft und psychosozialer Betreuung.

Das Spanische Rote Kreuz bekommt ebenfalls 100.000 Euro. Die Organisation konzentriert sich auf Menschen in La Guaira und Gran Caracas, deren Wohnungen zerstört wurden oder nicht sicher bewohnbar sind. Sie sollen Hilfsgüter, Material für Unterkünfte und Hygienepakete erhalten.

Médicos del Mundo erhält 100.000 Euro für Projekte in Sucre, Táchira, Apure, La Guaira und Miranda. Die Organisation will den Zugang zu sicherem Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene für rund 5.000 Betroffene verbessern. Vorgesehen sind unter anderem Wasserlieferungen per Tankwagen und zehn Speichertanks mit jeweils 2.000 Litern.

Apotecaris Solidaris bekommt 50.000 Euro für Medikamente und medizinisches Material. Besonders berücksichtigt werden Kinder, Schwangere, ältere Menschen, Menschen mit chronischen Krankheiten und Menschen mit Behinderung. Die Hilfe soll auch Impfungen und psychische Gesundheit umfassen.

Die außerordentliche Zahlung ergänzt die neun Millionen Euro, die der Govern in diesem Jahr für internationale Kooperationsprojekte vorsieht. Estarellas kündigte an, die Organisationen so lange wie nötig unterstützen zu wollen.

Themen: Erdbeben · Seenot & Rettung · Gesundheit · Politik · Palma

Quelle: Europa Press / Mallorca.com