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Palma: Nach Schlägen verkaufen Opfer Videokonsolen

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Schläge und Drohungen brachten Minderjährige in Palma auf Mallorca dazu, Geld zu beschaffen: Ein Opfer verkaufte zwei Videokonsolen, ein anderes Spiele und Controller. Die spanische Nationalpolizei nahm am Dienstag, 13. Oktober, einen minderjährigen Tatverdächtigen fest. Drei Minderjährige haben Anzeige wegen Erpressung erstattet.

Agente de la Policía Nacional.
Europa Press

Geld von der Familie, Spiele und Konsolen verkauft

Eines der Opfer wurde bei einem Angriff verletzt. Die Drohungen gingen danach über Dritte weiter. Der Minderjährige bat einen Angehörigen um Geld. Weil das nicht für die geforderte Summe reichte, verkaufte er Controller und Spiele seiner Videokonsole.

Ein anderer Minderjähriger berichtete, der Verdächtige habe ihn schon länger bedroht und Geld verlangt. In einem Park schlug der Tatverdächtige auf ihn ein. Zwei weitere Minderjährige griffen nicht selbst an, hinderten das Opfer aber daran, sich zu wehren oder zu fliehen. Der Junge erlitt Schläge am ganzen Körper, auch das Display seines Handys ging zu Bruch. Er verkaufte zwei Videokonsolen, um Geld zu zahlen. Später verlangte der Verdächtige erneut Geld. Nach einem weiteren gewaltsamen Vorfall suchte das Opfer Hilfe bei seiner Familie.

Polizei vermutet weitere Opfer

Ein dritter Minderjähriger zeigte Raub unter Gewaltanwendung und Erpressung an. Auch er hatte wiederholt Drohungen erhalten und wandte sich schließlich an seine Familie.

Die Ermittler identifizierten die beteiligten Minderjährigen, bevor eine Polizeistreife den Hauptverdächtigen festnahm. Die Polizei vermutet weitere Opfer, die aus Angst vor Vergeltung keine Anzeige erstattet haben. Die Ermittlungen laufen weiter; weitere Festnahmen schließt sie nicht aus.

Themen: Polizei · Festnahmen · Palma

Quelle: Europa Press / Mallorca.com

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