Es Pouet auf Ibiza: Fäkalienwerte auf Labor-Maximum
In einer Pfütze am Strand Es Pouet auf Ibiza hat eine von Salvem sa Badia beauftragte Analyse eine extreme Fäkalienbelastung gezeigt. Die Probe stammt vom 1. September, als nach einem mutmaßlichen Regenwasser-Einlauf ein starker Gestank über dem Strand lag. Die Gemeinde Sant Antoni schloss den Strand damals nicht.
Werte weit über den Grenzwerten
Salvem sa Badia nahm die Proben nach eigenen Angaben rund vier Stunden nach dem Vorfall: aus der Pfütze am oberen Strandbereich und aus der Badezone. In der Pfütze zählte das Labor mehr als 2.420 koloniebildende Einheiten von intestinalen Enterokokken je 100 ml. Der gesetzliche Grenzwert für Badegewässer liegt bei 185.
Auch bei E. coli lag der Wert bei mehr als 2.420 koloniebildenden Einheiten je 100 ml. Erlaubt sind höchstens 500. An der Meereskante, wo laut der Gruppe zahlreiche Menschen badeten, maßen die Proben 990 Einheiten E. coli je 100 ml – fast doppelt so viel wie der gesetzliche Höchstwert.
Die Gemeinde hatte den Verzicht auf eine Schließung damit begründet, dass das Wasser wegen des Regens aus dem getrennten Regenwasserkanal stamme. Salvem sa Badia sieht durch die Analysen dagegen eine fäkale Verunreinigung belegt und fordert, der Strand hätte zum Schutz der Badegäste geschlossen werden müssen.
Weitere auffällige Proben in Portmany
Auch zwei weitere Wasserproben aus der Bucht von Portmany fielen nach Angaben der Gruppe auf. Am Ponton 2 im Hafen von Sant Antoni nahm Salvem sa Badia am 4. September nach einem Einlauf bei trockenem Wetter eine Probe. Im Wasser seien braune Spuren und ein intensiver Geruch aufgefallen.
Das Labor ermittelte dort 1.119 koloniebildende Einheiten intestinaler Enterokokken je 100 ml und 137,4 Einheiten E. coli. Die Gruppe verweist auch für diesen Hafenbereich auf die Grenzwerte für Badegewässer von 185 beziehungsweise 500.
Nach einem Einlauf und der von der Gemeinde Sant Josep angeordneten Sperrung der Uferzone von Caló de s'Oli am 8. September nahm Salvem sa Badia ebenfalls eine Probe. Sie ergab jeweils 2.420 koloniebildende Einheiten von intestinalen Enterokokken und E. coli je 100 ml – Werte am Labor-Maximum, wie die Gruppe mitteilte.
Quelle: Europa Press / Mallorca.com