EU-Parlament fordert mehr Geld für bezahlbare Wohnungen
Bezahlbare Wohnungen, Verkehr und Gesundheitsversorgung vor Ort: Dafür soll künftig mehr EU-Geld fließen. Das Europäische Parlament hat am Dienstag, 20. Oktober, in Straßburg in Frankreich eine entsprechende Resolution verabschiedet. Die Abgeordneten wollen so die Wohnungskrise angehen, öffentliche Dienste stärken und die Abwanderung aus betroffenen Regionen bremsen.
Geld für Wohnungen und öffentliche Dienste
Die Resolution erhielt 601 Ja-Stimmen, 20 Nein-Stimmen und 36 Enthaltungen. Das Parlament fordert, den „Recht zu bleiben“ genannten Grundsatz im nächsten EU-Haushalt für 2028 bis 2034 zu verankern: Menschen sollen an den Orten leben und arbeiten können, die sie als Zuhause betrachten.
EU-Fördermittel sollen unter anderem bezahlbare Wohnungen, Arbeitsplätze, Verkehr und Gesundheitsversorgung unterstützen. Bei der Wohnungspolitik nennen die Abgeordneten auch Sozialwohnungen, Gebäudesanierungen und die erneute Nutzung leer stehender Immobilien.
Städte sollen leichter an Fördergeld kommen
Städte und Regionen sollen stärker mitbestimmen, wofür die Fördermittel eingesetzt werden. Zugleich fordert das Parlament weniger Verwaltungsaufwand beim Zugang zum Geld, besonders für kleine und mittlere Städte.
Auch der Tourismus kommt in der Resolution vor: Er soll die lokale Wirtschaft stützen, ohne die Lebensqualität der Einwohner zu beeinträchtigen. Über die Gestaltung des nächsten EU-Haushalts beraten derzeit die Mitgliedstaaten. Die Resolution ist eine Forderung des Parlaments, noch keine Zusage für konkrete Projekte.
Themen: Wohnen & Immobilien · Politik
Quelle: Europa Press / Mallorca.com