Balearen: 4,5 Prozent mehr Lohn im öffentlichen Dienst
Auf den Balearen sollen Beschäftigte im öffentlichen Dienst ab Januar 2027 4,5 Prozent mehr Gehalt bekommen. Das spanische Ministerium für digitale Transformation und öffentlichen Dienst hat die vereinbarte Erhöhung den Gewerkschaften CSIF, CCOO und UGT am Dienstag bei einem Treffen in Madrid zugesichert. Sie gilt landesweit für mehr als drei Millionen Beschäftigte. Wann die Regierung sie rechtlich beschließt, steht noch nicht fest.
Zum Gehaltsplus kann ein Nachschlag kommen
Die Erhöhung gehört zu einer Vereinbarung für die Jahre 2025 bis 2028. Sie sieht insgesamt 11 Prozent mehr Gehalt vor: 2,5 Prozent für 2025, zunächst 1,5 Prozent für 2026, dann 4,5 Prozent für 2027 und 2 Prozent für 2028.
Für 2026 kann ein weiterer halber Prozentpunkt hinzukommen. Voraussetzung ist, dass die Inflation zum Jahresende die feste Erhöhung von 1,5 Prozent erreicht oder übersteigt. Dann soll der Zuschlag im ersten Quartal 2027 rückwirkend ausgezahlt werden.
Gewerkschaften wollen einen Beschluss vor der Wahl
CSIF, CCOO und UGT drängen darauf, die Erhöhung für 2027 noch vor der Wahl am 29. November rechtlich zu beschließen. CSIF warnt vor Verzögerungen durch eine geschäftsführende Regierung. UGT fordert einen Beschluss vor dem 24. November, der letzten Sitzung des Ministerrats vor der Wahl. CCOO kritisiert, dass die Regierung bislang keinen Termin genannt hat.
Auch eine weitere Zahlung mit Balearen-Bezug steht auf der Tagesordnung: Nach einer Vereinbarung vom Juni für rund 11.200 Beschäftigte der zentralstaatlichen Verwaltung auf den Balearen verlangen die Gewerkschaften eine Aktualisierung der Zulagen für den Wohnort und dienstlich bedingte Aufwendungen. CSIF zufolge will das Ministerium die Aktualisierung bis Ende 2026 umsetzen.
Themen: Arbeitsmarkt · Politik
Quelle: Europa Press / Mallorca.com