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Hohe Mieten auf Mallorca: MÉS warnt vor Ladensterben

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Für viele etablierte Läden auf Mallorca wird die Vertragsverlängerung zur Existenzfrage: Steigt die Gewerbemiete, können sie sie nach Angaben von MÉS per Mallorca nicht mehr bezahlen und müssen schließen. Die Partei will deshalb im Plenum des Consell de Mallorca einen Antrag zum Schutz des kleinteiligen Handels einbringen. Besonders Tourismusbetriebe und Franchise-Ketten könnten nach Ansicht von MÉS die hohen Preise eher tragen als traditionelle Geschäfte.

La portavoz de MÉS en el Consell de Mallorca, Catalina Inès Perelló.
Europa Press

Der Handel in den Vierteln sei mehr als ein Wirtschaftsfaktor, betont die Partei. Er schaffe Arbeitsplätze, versorge Anwohner und halte Straßen lebendig. Sprecherin Catalina Inès Perelló wirft der PP vor, den Schutz kleiner Geschäfte zu versprechen, zugleich aber deren Fortbestand mit ihrer Politik zu erschweren.

Was MÉS für kleine Läden fordert

Der Antrag sieht vor, Mechanismen gegen „missbräuchliche“ Erhöhungen von Gewerbemieten in besonders angespannten Gebieten zu prüfen. Außerdem fordert MÉS Maßnahmen für den Generationswechsel, den Schutz emblematischer Geschäfte und ein eigenes Unterstützungsprogramm für den Handel in den Vierteln.

Nach Auffassung der Partei reichen Zuschüsse allein nicht aus, wenn die Miete für das Ladenlokal gleichzeitig stark steigt. Öffentliche Politik müsse daher die Ursachen angehen, die den Fortbestand der Geschäfte gefährden.

Kritik an Tourismus und Wohnungsumbau

MÉS warnt auch vor der Umwandlung von Gewerberäumen in Wohnungen. Diese Möglichkeit dürfe nicht wahllos genutzt werden, weil sie den Verlust von Ladenlokalen beschleunigen könne. Die Partei verlangt vom Govern eine Überprüfung dieser Regelung und mehr Instrumente für Gemeinden, um Lokale an Geschäftsstraßen zu erhalten.

Zugleich verweist der Antrag darauf, dass mehr Tourismus nicht automatisch mehr Umsatz für kleine Geschäfte bedeutet. Mallorcas Handel habe in diesem Sommer sinkende Verkäufe verzeichnet, obwohl die touristischen Ausgaben gestiegen seien.

Themen: Wohnen & Immobilien · Tourismus · Politik

Quelle: Europa Press / Mallorca.com