Mallorca: GOB fordert Verbot neuer Pools auf dem Land
Neue Pools auf ländlichem Boden will die Umweltorganisation GOB auf Mallorca mit dem geplanten Agrargesetz ausdrücklich verbieten. Bei einem Treffen am Mittwoch, 14. Oktober, in Palma auf Mallorca trugen Vertreter der Organisation von Mallorca, Menorca und Ibiza ihre Einwände dem balearischen Minister für Landwirtschaft, Fischerei und Natur, Joan Simonet, vor. Der GOB verlangt wirtschaftliche Unterstützung für landwirtschaftliche Betriebe, ohne den Schutz der Böden zu schwächen.
Streit um Pools und Ferienzimmer
Aus Sicht des GOB könnte der Gesetzentwurf Immobiliengeschäfte fördern und die touristische Nutzung ländlicher Flächen erleichtern. Besonders kritisch sieht die Organisation die Möglichkeit, moderne Agrargebäude in Gästezimmer umzuwandeln. Sie fordert klare Regeln gegen neue Gebäude sowie gegen eine zunehmende Wohn- und Freizeitnutzung auf ländlichem Boden.
Der GOB kritisiert außerdem, dass die geplanten Vorgaben mit den Raumordnungsplänen der einzelnen Inseln in Konflikt geraten könnten. Eine weitere Bestimmung könnte nach Ansicht der Organisation dazu beitragen, ältere landwirtschaftliche Bauten ohne reguläre baurechtliche Anerkennung nachträglich einzuordnen. Dafür verlangt sie strengere Garantien.
Mehr Hilfe für Familienbetriebe
Unterstützung für die Landwirtschaft befürwortet der GOB ausdrücklich. Die Organisation fordert besondere Hilfen für kleine und mittlere professionelle Betriebe sowie Maßnahmen für den ökologischen Landbau. Sie regt zudem an, ein Grundeinkommen für Menschen zu prüfen, die Landwirtschaft betreiben und Verpflichtungen zum Umweltschutz und zum agrarökologischen Wandel übernehmen.
Die im Entwurf vorgesehenen Flächenbanken bewertet der GOB positiv. Sie müssten aber mehr sein als eine Regelung auf dem Papier und als öffentliches Instrument tatsächlich funktionieren.
Themen: Landwirtschaft · Umwelt · Palma
Quelle: Europa Press / Mallorca.com