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Händler fordern klare Regeln für Mallorcas Einkaufszentren

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Bei großen Einkaufszentren auf Mallorca verlangt der Handelsverband Afedeco klare, öffentliche Regeln für Genehmigungen und Erweiterungen. Die Forderung kommt nach Inkrafttreten des Gesetzes 4/2026, das auch als Gesetz für strategische Projekte oder Omnibusgesetz bekannt ist. Afedeco wandte sich dafür an den Consell de Mallorca in Palma auf Mallorca.

Die Händler unterstützen zwar schnellere Verwaltungsverfahren. Sie fürchten aber, dass weniger Bürokratie zu weniger Schutz für das Gebiet und den lokalen Handel führen könnte.

Sorge um Erweiterungen ohne mehr Baufläche

Besonders kritisch sieht Afedeco mögliche Erweiterungen großer Geschäfte, bei denen die bebaute Fläche nicht wächst. Ohne eine strenge Auslegung könne das nach Angaben des Verbands das Gleichgewicht des Handels in einzelnen Gebieten der Insel verändern.

Der Verband verlangt deshalb Klarheit darüber, wann ein Projekt als übergemeindlich gilt. Zudem soll der Consell offenlegen, welche Auswirkungen geprüft werden und wie Ausgleichsmaßnahmen festgelegt werden.

Pecma soll Maßstab bleiben

Als entscheidenden Rahmen nennt Afedeco den Plan Director Sectorial de Equipamientos Comerciales de Mallorca, kurz Pecma. Dieser Plan steuert das Wachstum des Handels und bewertet laut Verband Folgen für Verkehr, Infrastruktur, öffentliche Dienste und den Einzelhandel in den Orten.

Afedeco-Chefin Joana Manresa fordert technische, einheitliche und transparente Kriterien. Der Verband will die Anwendung des Gesetzes weiter beobachten und schließt weitere Schritte nicht aus, falls er Nachteile für die räumliche Balance oder den lokalen Handel erkennt.

Themen: Politik · Palma

Quelle: Europa Press / Mallorca.com