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14 Hilferufe täglich: Telefon der Hoffnung auf den Balearen

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Im ersten Halbjahr haben Menschen auf den Balearen täglich durchschnittlich 14-mal beim Telefon der Hoffnung Hilfe gesucht. Insgesamt betreute die Einrichtung 2.503 Anrufe – fast 50 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

La presidenta del Teléfono de la Esperanza de Baleares, María Antonia Mateu, y el portavoz de la entidad Lino Salas.
Europa Press

Am Mittwoch stellte Sprecher Lino Salas die Zahlen in Palma vor. Besonders häufig riefen erwachsene Frauen zwischen 45 und 60 Jahren an, die verheiratet, getrennt, geschieden oder verwitwet sind.

Hilfe bei Krisen, Selbstverletzung und Gewalt

Viele Gespräche drehten sich um Selbstverletzungen, existenzielle Krisen und Essstörungen. Auch wegen geschlechtsspezifischer Gewalt, Trauer sowie sozialer Probleme wie Migration, Wohnproblemen oder schwerer Armut suchten Menschen Hilfe.

14 Menschen meldeten sich im ersten Halbjahr wegen nicht suizidaler Selbstverletzungen – doppelt so viele wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Nach Angaben von Salas verletzen sich Betroffene, „um die Angst zu unterbrechen“.

66 Hilfesuchende mit Suizidthemen

Bei existenziellen Krisen gehe es auch um Menschen, die Arbeit, eine Wohnung und genug zu essen hätten, aber dennoch eine Leere verspürten, sagte Salas. Diese müsse behandelt werden, damit Betroffene nicht in suizidale Gedanken gerieten.

Bei Essstörungen nannte Salas Mobbing und Cybermobbing als Auslöser. 32 Frauen riefen wegen machistischer Gewalt an. Zugleich hätten sich auch Männer gemeldet, die sich wegen eines Ablehnungsklimas in ihrem familiären Umfeld schuldig fühlten.

Insgesamt suchten 66 Menschen wegen Suizidthemen Hilfe. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 47. Salas führt den Anstieg darauf zurück, dass das Angebot immer mehr Menschen erreiche.

Themen: Migration · Politik

Quelle: Europa Press / Mallorca.com