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Höhlen auf den Balearen: Bergführer wehren sich gegen Kritik

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Bergführer auf den Balearen weisen den Vorwurf zurück, sie trügen zur Überfüllung von Höhlen bei. Die Vereinigung der Bergführer der Balearen erklärte am Montag in Palma, ihre Mitglieder hielten sich an die geltenden Regeln und setzten sich für den Schutz dieser Räume ein.

Die Kritik zeichne ein „ungerechtes und verallgemeinerndes“ Bild von professionellen Führern, so der Verband. Es müsse zwischen regulierter professioneller Arbeit, privaten Freizeitaktivitäten und möglichen schlechten Praktiken einzelner Personen oder Anbieter unterschieden werden.

Verband fordert klare Regeln für Höhlen

Nach Angaben der Bergführer respektieren ihre Mitglieder die von der Balearen-Regierung festgelegten Besucherobergrenzen. Die Einschränkungen berücksichtigten die erteilten Genehmigungen, der Schutz der Umwelt sei ein wesentlicher Teil ihrer Arbeit.

Die Vereinigung hält eine Debatte über Belastungsgrenzen und Schutzmaßnahmen für legitim. Sie fordert aber objektive Mechanismen, um Nutzungen zu ordnen, angemessene Besucherzahlen festzulegen und besonders empfindliche Bereiche zu erkennen.

Mehr Druck gegen unzulässige Anbieter

Als großes Problem nennt der Verband den unzulässigen Wettbewerb durch Aktivitäten, die ohne die nötigen beruflichen, verwaltungsrechtlichen oder Sicherheitsvorgaben stattfinden. Die Behörden müssten entschlossener gegen Personen vorgehen, die professionell tätig sind, ohne die geltenden Regeln einzuhalten.

Ein professioneller Bergführer begleite Gruppen nicht nur durch eine Höhle, erklärte der Verband. Er informiere über die Empfindlichkeit des Ortes, vermittle Verhaltensregeln, kontrolliere die Gruppe und greife bei unangemessenem Verhalten ein. Gerade weil der Zugang zu Naturgebieten über soziale Netzwerke stark an Popularität gewonnen habe, sei diese Aufgabe besonders wichtig.

Themen: Politik · Palma

Quelle: Europa Press / Mallorca.com