60 Holzboote in Portocolom: Neue Plätze kosten 700 Euro
Für einen Liegeplatz, der nur vier bis sechs Monate genutzt werden kann, sollen Besitzer traditioneller Holzboote in sa Bassa Nova und es Babo 700 Euro zahlen. In Portocolom auf Mallorca fordert der PSIB deshalb günstigere Tarife und reservierte Hafenbereiche für die traditionelle Schifffahrt. Mindestens 60 kleine, alte Holzboote in Felanitx gelten nach Einschätzung der Partei derzeit als ungeschützt.
197 Holzboote auf Mallorca dokumentiert
Die Vereinigung für traditionelle Boote dokumentiert auf Mallorca 197 Holzboote, darunter Llaüts, Llantxes felanitxeres und weitere Boote. Das seien mehr als ein Drittel aller traditionellen Boote, die auf der Insel noch übrig seien.
Der PSIB wirft der Balearen-Regierung vor, die traditionelle Schifffahrt mit dem Plan zur Neuordnung des Hafens von Portocolom zu gefährden. Bei der Vergabe der Liegeplätze werde nicht berücksichtigt, ob ein Boot aus Holz sei. Besonders alte Boote fielen nach Angaben der örtlichen PSIB-Vertreterin Gracia González oft heraus, weil ihnen offizielle Dokumente fehlten.
PSIB verlangt Vorrang für Holzboote
Die Sozialisten verlangen von der Regierung der Balearen Leitlinien für die Hafenpolitik. Holzboote sollen bei Liegeplätzen an Werften und geschützten Kais Vorrang erhalten. Zudem fordert der PSIB eine Koordinierungsrunde mit der Regierung, PortsIB, dem Inselrat von Mallorca, dem Rathaus von Felanitx und der Bootsvereinigung.
Die Vereinigung hat bereits einen Antrag bei Meeres- und Wasserkreislaufminister Juan Manuel Lafuente eingereicht. Am Dienstag will der PSIB ihn im Parlament nach Lösungen für die Holzboote und das mit ihnen verbundene traditionelle Wissen und Handwerk fragen.
Quelle: Europa Press / Mallorca.com