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366.000 Euro für Balearen-Hotels gegen Fehlzeiten

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Für Hotelverbände und Gewerkschaften auf den Balearen stehen 366.000 Euro für drei Arbeitsbereiche bereit. Die Balearen-Regierung hat die Förderung für Observatorien zu Gleichstellung, Vereinbarkeit und Fehlzeiten im Hotelgewerbe genehmigt. Die bezuschussten Aktivitäten können vom 1. Juli 2026 bis zum 30. September 2027 laufen.

Archivo - Imagen de archivo de un trabajador de un hotel
Europa Press

Das Geld fließt in den laufenden Betrieb der Observatorien. 274.500 Euro sind für 2026 vorgesehen, weitere 91.500 Euro für 2027. Die gesamte Arbeit muss auf den Balearen stattfinden.

Geld geht je zur Hälfte an beide Seiten

Anträge können Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften stellen, die am Tarifvertrag für das Hotelgewerbe auf den Balearen mitverhandeln dürfen. Die Hälfte der Mittel ist für die Arbeitgeberseite bestimmt, die andere Hälfte für die Gewerkschaften.

Innerhalb dieser beiden Gruppen richtet sich die Höhe der Förderung nach der jeweiligen Vertretungsstärke. Keine Organisation erhält mehr als den beantragten Betrag. Voraussetzung ist zudem, dass die Antragsteller ihre Sozialversicherungs- und Steuerpflichten gegenüber Staat und Autonomer Gemeinschaft erfüllen.

Drei Themen für den Hotelalltag

Im Bereich Gleichstellung sollen die Observatorien die Lage von Frauen und Männern in den Unternehmen untersuchen. Außerdem können sie bei Gleichstellungsplänen beraten sowie Schulungen und Workshops organisieren.

Bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie geht es um betriebliche Regelungen und Informationen zu flexiblen Arbeitszeiten, Telearbeit und Sonderurlauben. Der dritte Bereich nimmt Fehlzeiten in den Blick: Die Observatorien sollen Ursachen unterscheiden, Strategien zur Verringerung entwickeln und Daten regelmäßig erfassen.

Nach Angaben des Arbeitsministeriums setzt die Förderung einen im Juli 2025 von den Sozialpartnern geschlossenen Pakt um. Dieser verbindet die Vereinbarkeit von Arbeit und Privatleben mit höherer Produktivität und weniger Fehlzeiten im Hotelgewerbe.

Themen: Arbeitsmarkt · Wirtschaft

Quelle: Europa Press / Mallorca.com