Iberojet schreibt 8,4 Millionen Euro Verlust – Ávoris gibt 12 Millionen
Iberojet hat 2025 erneut Verlust gemacht: 8,4 Millionen Euro stehen in den Büchern. Ávoris gab der Airline am 31. Dezember 2025 ein partizipatives Darlehen über 12 Millionen Euro, das 2027 fällig wird. Die Zahlen stammen aus den beim Handelsregister hinterlegten Abschlüssen.
Mit der neuen Finanzspritze steigt die partizipative Verschuldung von Ávoris, dem Reisekonzern der Grupo Barceló, bei Iberojet auf 84 Millionen Euro. Darin enthalten sind ein weiteres Darlehen über sechs Millionen Euro sowie 66 Millionen Euro aus der Corona-Rettung für Ávoris.
Hohe Kosten durch Flugzeug-Ausfälle
Nach einem Gewinn von 692.000 Euro im Jahr 2024 rutschte Iberojet wieder in die roten Zahlen. Die Airline nennt außerordentliche Vorfälle mit Flugzeugen als Belastung. Betroffene Maschinen blieben vor allem zwischen Juni und September am Boden. Die damit verbundenen Kosten stiegen nach Unternehmensangaben um rund 18 Millionen Euro.
Der Krieg im Nahen Osten schränkte zudem die Verfügbarkeit von Flugzeugen auf dem Chartermarkt deutlich ein. Dadurch konnte Iberojet Ausfälle nach eigenen Angaben nicht wie üblich abdecken, was weitere Mehrkosten verursachte.
Umsatz wächst trotz Verlust
Der Umsatz stieg 2025 um 10,2 Prozent auf 314,4 Millionen Euro. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, Ebitda genannt, fiel jedoch mit minus 7,7 Millionen Euro negativ aus. Im Vorjahr hatte es noch bei plus 4,7 Millionen Euro gelegen.
Das Eigenkapital von Iberojet lag bei minus 73,2 Millionen Euro und verschlechterte sich damit um 18,5 Prozent. Ávoris geht dennoch davon aus, dass bessere Geschäftsaussichten und künftige Geldzuflüsse ausreichen, um die laufenden Verbindlichkeiten zu bedienen. Für die Flugzeugprobleme sieht der Konzern nach eigenen Angaben keine zusätzlichen Risiken in den kommenden Jahren: Es seien Korrektur- und Kontrollmaßnahmen beschlossen worden.
Themen: Tourismus · Wirtschaft
Quelle: Europa Press / Mallorca.com