Illegale Ferienwohnung auf Ibiza versiegelt
Eine illegale Ferienwohnung in Eivissa auf Ibiza darf seit Donnerstag nicht mehr touristisch vermietet werden. Der Inselrat Consell d'Eivissa und die Ortspolizei von Eivissa versiegelten die Wohnung bei einem gemeinsamen Einsatz. Gegen den Vermarkter und den Eigentümer läuft ein Sanktionsverfahren mit einer vorgesehenen Strafe von 220.001 Euro.
Grundlage ist ein Beschluss des zuständigen Inselrats vom 8. Juli 2026. Die Versiegelung gilt als vorsorgliche Maßnahme und soll verhindern, dass die Wohnung weiter für touristische Aufenthalte genutzt wird.
Bis zu 400.000 Euro Strafe möglich
Das Verfahren stuft den Fall als sehr schweren Verstoß gegen das balearische Tourismusgesetz ein. Eine solche Einstufung kann greifen, wenn touristische Aufenthalte in Wohnungen beworben, vermittelt oder verkauft werden, die dafür nicht zugelassen sind oder in ungeeigneten Zonen liegen.
Für diese Verstöße sieht das Gesetz Strafen zwischen 40.001 und 400.000 Euro vor. Im konkreten Fall nennt die Akte 220.001 Euro.
Mehr Kontrollen gegen illegale Vermietung
Consell d'Eivissa und das Rathaus von Eivissa verstärken nach eigenen Angaben seit Jahren ihre gemeinsamen Kontrollen gegen illegale Ferienvermietung. Dazu gehören Inspektionen und der Austausch von Informationen über Wohnungen, für die Hinweise auf eine irreguläre touristische Vermarktung vorliegen.
Die Behörden begründen das Vorgehen auch damit, dass illegale touristische Nutzung Wohnungen dem Wohnungsmarkt entziehen, Probleme im Zusammenleben verursachen und zugelassenen Tourismusbetrieben schaden kann.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com