Palma: Streit um Industrie am Castell de Sant Carles
Am Castell de Sant Carles in Palma auf Mallorca wollen Bürgerinitiativen weder eine Anlage zur Abfallbehandlung noch Industrie zur Reparatur von Booten sehen. Am Montag, 5. Oktober, stellten die Gruppen der Kampagne Salvem Portopí ihre Einwände gegen Vorschläge der Hafenbehörde im Zuge des Umbaus des Hafens von Palma vor. Zu der Kampagne gehören ARCA, Palma XXI, GOB und Fridays For Future.
Ein Park statt Industrie
Die Gruppen wollen Portopí, das Castell de Sant Carles und die Torre de Senyals als zusammenhängenden Kultur- und Landschaftsraum schützen. Am Ende des erneuerten Paseo Marítimo soll nach ihrer Vorstellung ein großer frei zugänglicher Kulturraum entstehen.
Die geplante Abfallanlage neben dem Castell halten sie für überdimensioniert. Auch die Ansiedlung von Betrieben zur Reparatur von Booten lehnen sie ab: Der Eingriff wäre aus ihrer Sicht ökologisch zu belastend. Zudem wenden sie sich gegen Pläne, die Dársena de Sant Carles mit Tausenden Tonnen Beton aufzufüllen.
Nicht gegen den gesamten Hafenumbau
Salvem Portopí startete im März, als die Hafenbehörde der Balearen den Umbau des Hafens vorbereitete. Seitdem haben die Gruppen nach eigenen Angaben mit Vertretern aus Gesellschaft, Wirtschaft, Politik und Institutionen gesprochen und positive Rückmeldungen erhalten.
Einige Vorschläge der Hafenbehörde begrüßen sie: die Segelschule am Moll Vell, die Wiederherstellung des Passeig de la Riba und das Meeresmuseum am Contramoll Mollet. Eine von der Hafenbehörde für den Moll Vell vorgeschlagene Grünfläche sehen sie dagegen lieber in Portopí.
Themen: Palma
Quelle: Europa Press / Mallorca.com